Unterhaltung: G20-Wahnsinn, falls noch jemand seine Meinung dazu loswerden möchte

Lucky_Johnny, 05. Juli 2017, um 09:09

Hier mal ein Beitragszitat dazu, welches die derzeitige Situation in meiner einst schönen Heimatstadt gut beschreibt :

"Weil ich es loswerden muss. Ich bin sauer. Über das, was der G20-Gipfel mit dieser Stadt macht. Über das, was er mit uns allen macht. Was er mit mir macht. Und das bereits vor dem offiziellen Start.
Was ich die letzten Tage erlebe, macht mich fassungslos. Am Sonntag gehörte ich zu jenen, die unliebsam vom Rathausplatz gedrängt wurden von einem massiven Polizeiaufgebot. Eine kleine Schar von Demonstranten forderte ihr Recht auf ein Camp für die anreisenden Demonstranten ein. Ich erlebte, wie ein Kommunikationsteam der Polizei im Vorfeld mit diesen sprach. Ganz ehrlich, sollte ich jemals Geisel sein und diese würden um mein Leben verhandeln, würde ich wohl fix mein letztes Gebet sprechen. Die Räumung war dann schnell beschlossen, der Protest wurde platt gemacht – auch in Entenwerder.

Deeskalation durch Stärke nennt Hartmut Dudde das. Da läuft's mir doch kalt den Rücken runter. Das also ist das von Andy Grote postulierte Festival der Demokratie? Anstatt die Protestierenden mit offenen Armen in Hamburg, dieser weltoffenen Stadt, zu empfangen, greifen wir auf Verbotszonen zurück und verweigern unseren Gästen eine Unterkunft. Wohl gemerkt, unter anderem gerade weil Hamburg als Tor zur Welt so weltoffen ist, findet der Gipfel hier überhaupt statt. Putzig, oder?
Um das festzuhalten: Ich bin nicht naiv, es werden auch gewaltbereite Demonstranten mit am Start sein. Keine Frage. Und vor dem, was da kommen kann, habe auch ich Respekt. Aber mal ehrlich: Ist die offizielle Taktik nicht eher Provokation als zielführende Schutzmaßnahme? Und ist sie demokratisch? Nein. Es ist beschämend.

Nach dem Gipfel werden wir stolz sein, sagte Olaf Scholz in einem Interview mit der ZEIT. Das bezweifle ich. Wir werden darüber reden, was in diesen Tagen mit dieser Stadt passiert ist. Dass da ein Hamburger Senat an seinen Bürgern vorbei regiert und das, was diesen Ort ausmacht, mit Füßen tritt. Und unsere Rechte massiv beschneidet. Es ist eine seltsame Grundstimmung in der Stadt, gelähmt und gleichzeitig widerborstig. Aber wie soll es auch anders sein, wenn das Stadtbild von bestens ausgerüsteten Sicherheitskräften und Polizei-Hundertschaften dominiert wird, von Blaulicht und Sirenen. Wenn an der Haltestelle Holstenstraße auf einmal unzählige Polizisten statt Obdachlosen und Drogenabhängigen stehen und für eine sichere und saubere Stadt sorgen. Wenn die Reichen und Mächtigen anreisen, erwischt es die Ärmsten zuerst. So traurig.

Das ist nicht mein Hamburg. Damit, das hoffe ich, ach Quatsch, das weiß ich, stehe ich nicht alleine da. Wir müssen wachsam sein, streitbar, demokratisch, auf Missstände hinweisen und nicht klein beigeben. Denn das, liebe Leute, das hier ist unsere Stadt. Fuck G20. Punkt."

Bikerfreund, 05. Juli 2017, um 09:14
zuletzt bearbeitet am 05. Juli 2017, um 10:05

Hätte diesen Gipfel der Hamburger Senat eigentlich ablehnen(verbieten)können?

Bine60, 05. Juli 2017, um 10:18
zuletzt bearbeitet am 05. Juli 2017, um 10:19

die hätten sich für das treffen man die Queen Mary mieten sollen und dann aufs mittelmeer schippern.

da wären sie dann gleich auch ganz nah dran am "flüchtlingsthema" und "frontex" könnte den beschützer machen...

wäre bestimmt billiger.^^

Scheherazade, 05. Juli 2017, um 10:27

Mir ist eigentlich gar nicht wirklich klar warum demonstriert wird.kann das mal jmd. in kurzen Worten erklären,bitte.

Bikerfreund, 05. Juli 2017, um 10:29

das geht kurz nicht so leicht!

picco, 05. Juli 2017, um 10:34

Du hast doch frei...bin auch gespannt

Bikerfreund, 05. Juli 2017, um 10:34

Das verstehst Du eh nicht,Du da in Mittelfranken! 😛

Lucky_Johnny, 05. Juli 2017, um 10:44
zuletzt bearbeitet am 05. Juli 2017, um 11:06

Die Gründe für eine Demonstration gegen diesen Gipfel sind vielschichtig und sicherlich auch abhängig von den einzelnen Gruppierung, die hier in Erscheinung treten.

Ich habe selber eine Meinung dazu, die Fürs und Widers umfasst, wobei ich sagen muß, daß ich schon so 90% gegen das Stattfinden einer solchen Veranstaltung in Hamburg bin.
Ich möchte allerdings jetzt diese, meine Einstellung nicht als Nonplusultra hier weitschweifend publizieren und daher möge sich jeder bitte selber ein Bild machen, was dieser Gipfel bedeutet, wie er/sie ihn empfindet und was es aus seiner/ihrer Sicht für Gründe gäbe, dagegen zu demonstrieren.
Ich werde mich dahingehend erstmal zurückhalten.

Bernadette, 05. Juli 2017, um 10:46

"Das ist nicht mein Hamburg. Damit, das hoffe ich, ach Quatsch, das weiß ich, stehe ich nicht alleine da. Wir müssen wachsam sein, streitbar, demokratisch, auf Missstände hinweisen und nicht klein beigeben. Denn das, liebe Leute, das hier ist unsere Stadt. Fuck G20. Punkt."

Nun ja, ich bin diesbezüglich zwiespältig. Klar, Hamburg, das Tor zur Welt. Weltoffen.

Nun reden wir hier aber nicht vom CSD. Tolle, gewaltfreie Demonstration.

Hamburg ist bekannt für Eskalation, ich erinnere an die Mai-Demos im Schanzenviertel, die hiesige linksautonome Szene (es ist im Laufe der Jahre eine Rücklauf der Gewaltbereitschaft zu verzeichnen).

Zu den Hamburgern kommen die angereisten Demonstranten, die friedlichen und die gewaltbereiten.

Es gilt hier nicht nur diejenigen zu schützen, die die Weltpolitik zu verantworten haben, auch diejenigen, die friedlich mit ihren Kindern demonstrieren, in unmittelbarer Nähe wohnen, wollen in Hamburg geschützt werden.

Es ist wohl ein Tribut an die Vorfälle der jüngsten Vergangenheit, die alle Menschen erschüttert haben und zwangsläufig Ängste für Großveranstaltungen aller Art schüren, die Hamburg zu einer Härte veranlasst, von der ein Schill nur träumen durfte.

Was soll das Signal sein? Leute, ihr dürft demonstrieren, friedlich und laut. Aber geht dann nach Hause, besauft euch nicht in euren Zelten und wiegelt euch nicht gegenseitig auf, um euch gewaltsam zu entladen. Es spielen zudem Faktoren eine Rolle, die hohe Kapazitäten von Verfassungsschutz und Polizei binden, da soll wohl der Aufwand an Demonstrationsunwägbarkeiten übersichtlich bleiben.

Hamburg wünscht sich friedliche Demonstrationen und einen Gipfel, der schadlos in der Erinnerung der Hamburger und der Welt bleibt.

Bikerfreund, 05. Juli 2017, um 10:50

Kann ich nur hoffen für Hamburg,dass alles relativ friedlich abgeht. Ich möchte jetzt kein Ladenbesitzer oder Bewohner in der Hansestadt sein. Aber vielleicht gehts ja auch mal ''normal''zu,ist aber wohl sehr naiv von mir zu denken.

hagenstein, 05. Juli 2017, um 11:05

https://www.youtube.com/watch?v=ueOg4mhlYWQ#t=42

So sieht ein Mann aus,der sich auf etwas freut.

Endlich Action

😎

Bernadette, 05. Juli 2017, um 11:13

Ralf Meyer darf mich zum Essen einladen und ich verhelfe ihm unverzüglich zu einer unfallfreien Rhetorik.^^

Merkury, 05. Juli 2017, um 11:20

Uneinheschränkte zustimmunf zu Bernadettes Beitrag!! 👍👍👍

biertulpe, 05. Juli 2017, um 11:39

Was soll das Signal sein?
Leute, ihr dürft demonstrieren, friedlich und laut.
Dann geht schön nach Hause, mit dem Gefühl ihr hättet was zu melden.
Spielt was ihr wollt, wir tanzen Walzer.

Bernadette, 05. Juli 2017, um 12:15

Ich habe meine Meinung geschrieben. Hast Du auch eine?

biertulpe, 05. Juli 2017, um 12:43

Ja, wenn in China ein Sack Reis umfällt ist dass spannender.

Glaubt denn ernsthaft jemand dass die kleinen Leute was zu
melden haben?
Die Entscheider lügen sich gegenseitig die Taschen voll.
Anschließend gibt es schwammige Absichtserklärungen.

Dass übliche blablabla und dann tschüß bis zum nächste maaa.
Aber denkt drann wir wollen die Welt retten, es gibt viel zu tun,fangt schon mal an.

Lucky_Johnny, 05. Juli 2017, um 13:03

Biertulpe ... hälst Du massive Einschränkung der Freiheit für solch ein event für verhältnismäßig und angebracht ?

biertulpe, 05. Juli 2017, um 13:17

Nee, auf keinen Fall aber das Recht nimmt sich die Regierung egal in welchem Land einfach raus.
In einigen Ländern sicher noch etwas extremer, aber das verurteilen wir dann natürlich auf schärfste.
In der letzten

Konsequenz würde aber auch hier mal Durchgegriffen.

Merkury, 05. Juli 2017, um 14:32

Mich würde mal interessieren, ob ihr auch so schreiben würdet, wenn man euch die Fensterscheiben einschlagen oder die Autos anzünden würde. Hamburg ist doch berüchtigt für solche Aktionen. Friedliche Demos sind doch OK, nur arten sie immer wieder aus, wegen einigen wenigen. Warum stellen sich denen nicht mal die friedlichen DEmonstranten entgegen?

Bikerfreund, 05. Juli 2017, um 14:39
zuletzt bearbeitet am 05. Juli 2017, um 14:43

Das machen sie doch! Nur sind sie weiträumig voneinander getrennt! Ob das nun in HH ist,weiß ich nicht. Zumindest was Rechtsradikale Aufmärsche angeht,da gibts immer Gegendemonstranten,allerdings auch die ganz linken Vermummten,die die schlimmsten darstellen!

E-M, 05. Juli 2017, um 21:05

Steuerverschwendung ohne Ende

gargamehl, 05. Juli 2017, um 21:17

Das haben die schon immer gemacht. Tante Merkel installiert den Polizei Staat. Allerdings mit immer weniger Polizisten die immer gefährlichere Einsätze absolvieren. Na ja. Wir lassen es hat mit uns machen. So bekommt am Ende jeder was er verdient.

hagenstein, 05. Juli 2017, um 21:21

Warum bohren die Demonstranten nicht einfach Brunnen ?

Wäre doch dringender,oder ?

gargamehl, 05. Juli 2017, um 21:25

In Hamburg? Sonst Blödsinn

DerErsteSpieler, 05. Juli 2017, um 21:47

Es geht doch gar nicht um Demonstration, es geht vielmehr um gewalttätige Aktionen gegen den Staat, die Polizei und letztlich auch gegen die Bürger und Geschäftsinhaber. Wo leben wir eigentlich, dass Geschäfte vernagelt und Gullideckel verschweisst werden müssen?

Lasst friedliche Demos zu und verhindert, dass militantes Pack Polizisten verprügelt!

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