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Unterhaltung: Zahlungsforderungen an Inkasso abtreten?

Hi Skatfreunde

Ich nochmal..dann lass ich euch in Ruhe. versprochen-:)

In Anlehnung an meinen Thread mit der Arbeitsrechtsache folgende Fragen

Hat jemand schon mal Zahlungsforderungen dem Ag oder auch Ex-Ag gegenüber an eine Inkassofirma abgetreten ohne das ein Titel vorliegt?

Falls ja..wie funktioniert das wenn ich in der Praxis z.B Forderungen in Höhe von 2000.-Euro an den Ag habe.?

Strecken die nach Prüfung der Rechtslage 2000.-Euro vor und holen es sich dann samt ihren Gebühren vom Arbeitgeber auf eigenes Risiko wieder?

Man kann nur Forderungen abtreten, das klar. Du meinst sowas wie Pfändung oder? Werde net schlau aus Deinem Posting.
LG Micha

@Breaki

Ja ich meine eine Forderung an ein Inkassobüro abtreten. Wie genau läuft das?

Pfänden kann man ja nur wenn man einen titel hat.Der liegt aber nicht vor.

Du hast also 50 Prozent Abschlag oder so bekommen? Dann kannste nur abwarten, die Jungs werden schon den Klageweg gehen, ganz normal, Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, Mahnbescheid etc. Das machen die aber auf Ihre Kosten.

Oder hast Du Deine Forderung verkauft? Abtretung und Verkauf ist ein kleiner Unterschied.

Breaki ich hab nichts verkauft und auch nichts bekommen.

Wie kommst Du darauf ???

Ich habe lediglich angefragt ob jemand erfahrungen damit hat und eine "was wäre wenn" Frage als Beispiel gestellt.

Dann ersetze Du durch jemand. Schreibe Dir aber eh gerade PN.

Watcher, da gibt es verschiedene Möglichkeiten

1. In der Regel läuft dies über einen Forderungskauf. Du verkaufst Deine Forderung gegen den AG an ein Inkassounternehmen und bekommst dann dafür einen Kaufpreis. Hast Du eine Forderung gegen den AG in Höhe von 2.000 wird der Kaufpreis natürlich weniger sein. Das Inkassounternehmen trägt ja letztlich das Risiko, dass die Forderung gegenüber dem AG einbringlich ist (Bonitätsrisiko und Risiko des Bestandes der Forderung). Zahlt der AG nicht, muss das Inkassounternehmen prozessieren. Du kannst Dir sicherlich ausrechnen, dass mit steigendem Risiko der Kaufpreis entsprechend geringer ausfällt.

Vorteil für Dich: Du bist das Problem ein für alle mal los.

2. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Du das Inkassounternehmen ermächtigst, die Forderung für Dich einzuziehen. Dann tritt das Unternehmen als Dienstleister auf und Du zahlst eine auszuhandelnde Provision. Im Erfolgsfall wird diese Provision regelmäßig recht hoch ausfallen.

Guck, georgbest kann das viel besser ausdrücken als ich.

Danke Georg

Für einen Gläubiger eigentlich eine feine Sache und die Gebühren die anfallen spart man dafür für den Anwalt ..(sofern man sie dem Schuldner natürlich nicht in Rechnung stellt oder stellen kann.)..

inkasso-forderungen haben meist kein erfolg.habe selber schon eine über 1 1/2jahre ausgesessen.als es vor gericht gehen sollte haben sie den schwanz eingezogen

Inkassofirmen sind selbstverständlich keine sozialen Einrichtungen. Denen gehts ausschließlich ums Geldverdienen. Entweder die wollen an dir verdienen oder an dem Schuldner.
Ich hatte ( vor ca. 10 Jahren ) nur Unkosten und nix erreicht. Lass es lieber und gehe den normalen Rechtsweg.....
Es gibt natürlich noch sowas wie "Moskau-Inkasso".....Die sind aber auch nicht gerade sozial.....^^

Ich bin mir nicht sicher wer von Beiden die grösseren "abzocker" sind..

Ich habe heute mit einem bekannten telefoniert der einen ähnlichen Fall hatte . Da ging es um Forderungen von 2500.-Euro

Er hätte die Forderung (auch ohne Titel) komplett an ein Inkasso für 50 Prozent verkaufen können. Hätte also 1250,. bekommen und für ihn wäre der Fall erledigt gewesen.

Da er aber Anwalts Liebling die Advocard hatte wandte er sich an einen Anwalt.

Er bekam eine Kostenübernahme nach Rechtsanwaltgebühren oder vergütungs ordnung (weiss nicht mehr genau wie das heisst)
von der Advocard .

200.-.Selbstbeteiligung fielen auf jeden Fall für ihn an. Das war vorab klar.

Dann hat ihm der Anwalt bestimmte Leistungen (wie Lohnabrechnungen prüfen )extra in Rechnung gestellt. Die Begründung vom Anwalt war das es eben wie beim Arzt Leistungen gibt die die krankenkasse auch nicht bezahlt und auf Honorarbasis abgerechnet werden würden.

Vor Gericht einigte man sich in einer Güteverhandlung auf einen Vergleich von 1500.-um dem ganzen Hick-Hack ein Ende zu setzten.

Insgesamt hatte mein Bekannter 800.-Euro selber bezahlt 700.-euro blieben ihm noch..Ausserdem viel Arbeit und Mühe gehabt.

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