Unterhaltung: Selbst fahrende Autos

Ex-Stubenhocker #149419, 10. Februar 2016, um 15:43

Na so ist es doch heute auch schon. Der 80 Jährige mit dem fetten Benz gegen die junge Mutti mit dem Opel Corsa.
Ich stelle mir gerade folgendes vor:

Ein Auto mit jeder Menge nützlichen Assistenten.
Der Fahrer singt und lacht mit den Beifahrern weil er weiss, das Auto wird sich schon melden wenn was ist. Im Notfall wird es selbstständig bremsen und sogar die spur halten oder ausweichen.
Dan haben wir kein selbstfahrendes Auto das selbst fährt. Aber eben kein selbstfahrendes ist, weil der Fahrer ja noch da ist, der so tut als ob. Soll mir recht sein.
So könnte man jedenfalls jemandem die Schuld geben, im Fall des Falles.

Was deine letzten Überlegungen zur Ethik betrifft, dem stimme ich zu.

mmaker, 10. Februar 2016, um 15:48

doppelo,

ok. Aber sollte das Ding nich auch ohne Fahrer oder mit "Fahrern" ohne Führerschein fahren können? Allein zu mir kommen, wenn ich es brauche? Und ausserdem: wenns das System einige Jahre geben wird, kann eh bald keine Sau mehr selbst fahren (ob das dann so sehr weit vom heutigen Zustand entfernt ist, kann man sich natürlich fragen ;) )

MM

mmaker, 10. Februar 2016, um 15:50

Alle diese Fragen wird die Industrie mit Freude selbst entscheiden, wenn wir uns nicht dafür interessieren...

natural, 17. Februar 2016, um 00:12
zuletzt bearbeitet am 17. Februar 2016, um 00:17

...mich bewegen seit 1 Woche diverse Gedanken zu diesem Thema und diese sind auch gar nicht so unpolitisch. Dennoch schreib ich es hier hinein und erscheint vielleicht im ersten lesen etwas kompliziert, denn ich habe ja viele fragen und sage danke mal im Voraus.
...also:
ich habe da ein kleines Beispiel, welches völlig real ist.
Treffen sich 2 Leute. ich schreibe mal alles klein weiter, hoffe ok für euch.
beide treffen sich in london zu nem date. der eine kommt mit seinem auto aus amerika, der andere aus deutschland. beide haben einen "autopiloten" an bord welcher ihnen den weg weisen wird. so weit so gut alles und gleich.
...dann möchten beide lecker essen in london gehen. Der ami sagt, los komm ich fahre uns, egal wohin. der engländer: super, in deinem schlitten ist ja auch bequem, machen wir.
gib doch mal das irakische restaurant tabillisharif ein, das beste in ganz england.
tja, aber sie können das restaurant im amerikanischen autopilot nicht finden. nur mcdonald, kfc, burgerking, asiarestaurants usw....nur kein irakisches kulinarisches aus dem irak in ganz england!!!
beide steigen in das auto von dem tommi und der "schlau programmierte" autoidiot findet das irakische tabllisharif ohne umwege und vorprogrammmierten "rassismus".
Es sind eben auch für autopiloten nicht alle menschen gleich, schon beim restaurant suchen.
...da beginnt mein persönliches Drama...
...mit der ganzen gesichtserkennungssoftware, welche es heute schon gibt, bei selbstfahrenden autos selbstverständlich wäre, entscheidet dann das selbstfahrende auto lieber einen Iraker zu überfahren, als einen anderen bunten, oder weißen menschen?
Wer würde solch missbrauch kontrollieren? es ist ein leichtes jeden 5, dann den 8 und wieder den 3 zu überfaren, ohne auffälligkeiten zu erwecken. alles programmierbar.
...und nun ein noch weiterer gedanke:
heute ist es ein leichtes ein auto per datenkabel zu knacken. dauert im schnitt etwas 20 sekunden. dank "hochtechnologie"?
Ein geschenk für attentäter jeder art um ein auto so zu manipulieren das es einfach in menschen fährt. sicherkeitsblockaden zu lösen ist da ein kleines problem um sich der software herr zu werden.
..ist es manchmal sinnvoll sich der technologie ohne nachfragen bedingslos zu ergeben?
...dieses Thema beinhaltet wahrscheinlich mehr als viele sich denken mögen und wollte mal aufzeigen was mit technologie heute schon an ethik ausgegrenzt wird....
...da wird mir übel, wenn ich an anderes denke....wer zieht wo grenzen, wenn selbst heute schon ausgrenzen realität ist?
...nein, ich stehe der zukunft durchaus Positiv entgegen...

Ex-Stubenhocker #186, 17. Februar 2016, um 00:36

Ich sehe ihr auch positiv entgegen. Nach dem Motto: Problem erkannt, Problem gelöst. Und ich glaube, dass unsere Politiker für Probleme sensibilisiert werden und der erforderliche Weitblick kommen wird. Hoffentlich rechtzeitig! Sonst sehe ich schwarz.

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