Skat für Freunde

Skat-Forum

Skat-Strategien: Spielziel

eben ist mir mal wieder eine Situation aufgefallen, die es so immer wieder gibt.

Man merkt im Gegenspiel, was ein GS für einen Plan hat (ist ja schon einmal gut).
Nehmen wir mal an, der GS bevorzugt die "kartenstandorientierte Spielweise" und baut sein Spiel darauf auf. Selber ist man nun eher "augenorientiert". Bedeutet konkret, dass man erkennt, dass die Spielweise des GS vielleicht oder wahrscheinlich zu achtbaren 55 Augen führt, aber eben nicht zu mehr, weil dies eben aufgrund der Stärke des AS nicht möglich ist. Nun hat man selbst eine Idee, die zwar - sagen wir es mal in Wahrscheinlichkeiten - zu 95 % zu deutlich weniger als 55 Augen führt, vielleicht zu 2,5 % sogar zu Schneider, zu 2,5 % aber zum Sieg.

Man spielt nun so und dann geht es los "Du gehst nicht auf mein Spiel ein!" "schwaches Spiel!" "du musst doch .... spielen." und so weiter und so fort.

Warum?

liegt wohl daran, das diejenigen sich nicht versuchen anzupassen oder hineinzuversetzen, warum der Andere so und so spielt, sondern nur "Ihr Spiel" durchziehen wollen

ich denke,

sowas ist eine frage des respektes,
dem mitspieler gegenüber.

denn wenn ich ihn für voll nehme,
dann gestehe ich ihm auch zu,
das er eigene vorstellungen vom spiel entwickelt,
und wenn er dann nicht so spielt,
wie ich es gerne hätte,
hat er seine gründe dafür.

sowas an einem spiel festzumachen,
ich weis immer erst nach einigen spielen,
was ich von meinen mitspielern zu halten habe.

mfg lothar

Respekt dem Mitspieler gegenüber!

Genau über die Wichtigkeit dieser Skat-Tugend wird viel zu wenig gesprochen und geschrieben!

weil auch leider viel zu wenig Respekt und Akzeptanz vorherrscht! Es sind nicht alle perfekt und statt auf Fehler hinzuweisen und zu "helfen" wird nur gemault, beleidigt und vor allem weggerannt.

na ja ich dreh den Spieß nur ein bißchen um. Außerdem meine ich nicht nur hier, sondern auch leider im realen Skatbereich. Aber überall muss man ansetzen. Nun die Umdrehung: Wenn man nicht darauf hinweist, dass es eben so (mit Respekt und Akzeptanz) in der Skatwelt zugehen sollte, dann kommt dies vielen nicht zu Bewusstsein. Und dieses falsche Verhalten dann zu kritisieren, bringt weniger als vorher das richtige "anzumahnen". Angst davor, als Besserwisser oder Moralprediger verschrien zu werden, habe ich übrigens nicht, denn wer dies tut, müsste das Anmeckern und dumm anreden von Mitspielern verteidigen und auf diese Typen, die das tun und sich damit outen, dies für richtig zu finden, bin ich ehrlich gespannt!

mal ehrlich John... bei einer guten Ehrziehung muss man gar nicht auf Respekt und Akzeptanz hinweisen! Sowas sollte in allen Lebensbereichen vorhanden sein! Ich gebe zu, ich zeige auch nicht immer jeden Respekt oder akzeptiere auch nicht alles, aber Einige Spezialisten kennen diese zwei Ausdrücke und Verhaltensweisen scheinbar nur als unbekannte Fremdwörter

ganz so kann ich das nicht sehen. Viele Leute, die beim Skatspielen wahre Ekel sind, zeigen sich ansonsten, wenn sie keine Karten in der Hand haben, als wohlerzogene Menschen.

Es ist reine Gedankenlosigkeit, dieses Verhalten nicht ins Spiel mitzunehmen. Für diese ist mein Hinweis gedacht.

Und natürlich für diejenigen, bei denen diese Verhaltensweisen sonst auch fehlen. Skatspiel ist in vieler Hinsicht ein Spiegelbild des allgemeinen Lebens!

ich denke
bei keinem spiel kann ich adhoc prozentual ausrechnen welche möglichkeiten es gibt und dann von meinem ms auch noch verlangen diese zu erkennen
sollte ich wirklich in der lage sein den plan meines ms
ode r des gs zu erkennen un dieses auch noch als "kartenstandorientierte Spielweise" zu interpretieren
ist es wahrhaft meisterlich
es ist halt immer so, entweder ist der as zu gut oder der ms zu ... naja so ist es halt
bloss ich selbst kann nichts dafür --schade auch--

sollten sich ständig drei spieler finden, wo alles passt, etliche alleinspiele zum abenteuer werden, beim gegenspiel fast immer die optimale augenzahl erreicht wird, sich an den kontoständen in der runde nichts ändert, dann würde ich sagen: ausgeglichen. und wenn einem dann nach vielen runden der arsch vom sitzen so richtig wehtut, kann man sogar am onlinespielen freude haben. ist nicht die freude am spiel das ziel?

absolut. Und genau dann, wenn einige nur dann Freude empfinden, wenn deine ganzen Voraussetzungen, beinana, zutreffen, treten Probleme auf. Nicht nur beim Onlinespielen.

Wenn ich schon den Satz höre "Wenn du so spielst, macht mir das Spielen keinen Spaß"! Ich bin eben der Meinung, Skatspielen ist an sich grundsätzlich und immer eiine Beschäftigung, die Spaß macht, egal welche Karten ich habe und egal welche Mitspieler. Dass das Ausmaß des Spasses von diesen Faktoren abhängt, gestehe ich schon zu. Aber eben nur das Ausmaß!

"Wenn du so spielst, macht mir das Spielen keinen Spaß"!

hallo John!
genau dieser satz zeigt doch aber wie sehr das spiel von äusseren faktoren beeinflusst wird. das thema hatten wir hier schon mal:
will man alle fehlerquellen des skatspiels ausschalten, müssen die spieler tisch und raum verlassen!
wenn das ziel die freude am spiel ist, sollten/müssen alle drei spieler den weg zum ziel gemeinsam gehen. nur dann wirds was.
und wenn das mal passt, dann kannste auf spielstärke, gummipunkte...usw einen grossen haufen machen.
gemeinsam! auch mal mit einem denkanstoss des vermeindlich "stärkeren" an linken bildrand... :-)

ist ja richtig; um aber den Weg gemeinsam gehen zu können, braucht jeder erstmal die richtige Einstellung. Und davon rede ich, genau davon! Letztlich kann ich halt nur meine eigene Einstellung in diese Richtung trimmen, was die der anderen betrifft, lediglich Überzeugungsarbeit leisten. Dies versuche ich seit vielen Jahren real und seit wenigen Jahren hier und werde nicht damit aufhören, bis der Mund fransig, bzw. die Finger wund sind :-))

#25.258.511
und sowas auf die hand zu bekommen... auch ein ziel

und zu gewinnen!! Glückwunsch