Skat-Strategien: Anspielen

haleluja, 15. Mai 2017, um 10:23

Hier erlebe ich oft katastrophal schlechtes Anspiel, z.B. wurde beim Grand dem Gegner in die Hand gespielt, anstelle eines Asses wird eine Luscha augepielt. Hätte der Gegner gleich einstechen müsse hätte er den Grand nie gewinnen können. Wie gesagt werden oft die Vollen geschont und müssen dann zum Schluss sowieso abgegeben werden. Hier werden manchmal die haarsträubensten Fehler gemacht, viele sehr schwache Spieler hier.

Ex-Stubenhocker #199061, 15. Mai 2017, um 10:42

Wäre ja auch schlimm,wenn hier nur ''starke'' Spieler sind!

krawe, 15. Mai 2017, um 11:09

halley
einst musst du dir merken haleluja macht keine haarsträubende fehler er ist die perfektion in person.er hatte gerade mal geschafft in einen monat pro tag 3 spiele zu machen, aber sich das urteil zu erlauben hier sind sehr viele schwache spieler.

Ex-Stubenhocker #199061, 15. Mai 2017, um 11:13

Sind aber auch viele Pfeifen hier! 😏

fun-junkie, 15. Mai 2017, um 11:13
zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2017, um 11:26

Haleluja, bei deinem Thread, "das Aufspielen", wollte ich dich noch loben, weil es eine der wichtigsten Sachen beim Skat ist, aber der Thread jetzt ist nun richtig überflüssig.

Ex-Stubenhocker #199061, 15. Mai 2017, um 11:18

Dann sollte er ihn auch wieder löschen lassen,die Server gehen sonst irgendwann in die Knie,grins.

Spielerin1962, 15. Mai 2017, um 11:19

Ich steh auf der Leitung und hab den Sinn dieses Threads nicht verstaden.

Geht es darum, dass wir dich haleluja, als starken Spieler einschätzen? Dann schreib das doch und du wirst sehen, ob deine Mitspieler es auch so sehen.

Oder willst du motivieren, höher anzuspielen? Dann ist es unklug von schwachen Spielern zu schreiben. Wer soll denn da Lust bekommen, von dir was zu lernen?

Oder möchtest du einfach nur jammern? Die Deutschen haben im Gehirn ja wie bekanntlich nicht nur den Vorder- und Hinterlapen, sondern auch den Jammerlappen. Der meldet sich bei dem ein oder anderen stärker. Ist nicht schlimm, wir haben alle unsere Macke. Muss man ja nicht drauf reagieren.

Habe ich noch was vergessen und es geht dir um was ganz anderes???

Lucky_Johnny, 15. Mai 2017, um 11:28

Ihr versteht das falsch !
Haleluja hat nach einem Tag Anwesenheit in der Stube, aufgrund seiner immensen Anzahl von 107 Spielen, eine quantitative Basis gesehen, eine stochastisch wertvolle Analyse über die qualitativen Fähigkeiten der repräsentativen Menge von daraus resultierenden Mitspielern zu erstellen, deren Aussagekraft weit jenseits der 0,005% Standardabweichung liegt.
Das bitte ich einmal zu berücksichtigen !

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 11:45

Die Aussage des Treaderöffners identifiziert ihn selbst als schwachen Spieler. Das As-Aufspiel ist meinen Augen nicht immer das Gelbe vom Ei. Gerade wenn es ein relativ schwacher Grand ist.

Engel-Dilara, 15. Mai 2017, um 12:19
zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2017, um 12:19

Apropor wenn es hier gerade Thema ist beim Grand aufzuspielen, hat zwar nicht direkt was damit zu tun, aber würde mich sehr interessieren.

War am Samstag beim Preisskat, da machte einer ständig Sprungreizungen, was ja legitim ist, allerdings kam dann die Streitfrage auf ob man dann fragen kann wieweit der andere Mitspieler gereizt hätte. Da gingen die Meinungen auseinander, die einen meinen man darf fragen, die anderen man darf nicht, das wäre Kartenverrat ( das leuchtet mir nicht ein wenn man normal reizt weiss man ja auch wo der Partner rausgeht) und dann wieder eine die meinte es käme auf die Situation drauf an an welcher Position man sitzt.

Weiss das jemand genau, bitte keine Vermutungen oder Meinungen, sondern wie die Regel ist.

Solche Sprungreizungen wären dann doch unfair insofern beim Grand, wenn z.B. ein Mitspieler 2 Buben und eine lange Farbe hat und man selber dann nicht weiss was man aufspielen kann, dann hätte der Alleinspieler ja einen Vorteil. Sprungreizung bedeutet für mich ja eigentlich das Reizen abzukürzen.

Sollte dies stimmen, dann werd ich in Zukunft bei einem schwachen oder 3-Farbengrand Grand nur noch Sprungreizungen machen, ist doch dann viel einfacher den zu gewinnen, weil man meine Farbe trifft.

alfacoder, 15. Mai 2017, um 12:59

es wäre kartenverat, kurz und bündig.
sprungreizen verät ja auch nichts geanaues darüber was man wirklich spielt.
es gibt die 36 mehrfach genauso wie die 48 nur so als beispiel

haleluja, 15. Mai 2017, um 13:10

Gutster Kartenvernichter, ich schreibe hier vom Aufspiel der Gegenspieler und nicht vom eigenen Aufspiel. Aufmerksamer Lesen mein Gutster.

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 13:39

Das ist mir bewußt....das blinde aufspielen des Asses als Gegenspieler ist aber eben nicht immer die beste Variante. Kann sein, mag in 80% der Fälle auch stimmen, aber eben nicht immer.
Es ist wie mit den anderen Weisheiten...sie passen meist ganz gut, sind aber nicht in Stein gemeisselt.

fun-junkie, 15. Mai 2017, um 14:12

ISkO 3.3.2:
"[...] Mittel- und auch Hinterhand sind dabei an die gültigen Reizwerte, jedoch nicht an deren zahlenmäßige Reihenfolge gebunden. [...]"

Es ist also erlaubt und ich würde bei Nachfrage den Wert nennen, auf den gepasst wurde. (Bei Reizung in 10er-Schritten z. B. 30 gehalten und auf 40 gepasst)

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 14:22
zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2017, um 14:25

Das ist nicht statthaft, fun-junkie.

Hier ein passendes Urteil des Skatgerichtes:

Mittelhand reizt 18, 20 und dann 40. Vorhand und auch Hinterhand passen. Als der Alleinspieler den Skat aufnimmt, beanstandet Vorhand das Sprungreizen von Mittelhand. Durch das Sprungreizen hätte sein Mitspieler in Hinterhand nicht feststellen können, dass er bis 33 gehalten hätte. Daraufhin behauptet der Alleinspieler, durch diese Äußerung von Vorhand, die Kartenverrat bedeute, habe er sein Spiel sofort gewonnen. Wer hat Recht?

Entscheidung:
Der Alleinspieler hat sofort ein Spiel gewonnen.

Begründung:
Das Sprungreizen ist nach ISkO 3.3.2 statthaft. Mit dem Sprungreizen von 20 auf 40 hat sich Mittelhand einerseits um einen Vorteil gebracht, sich selbst über die mögliche Kartenverteilung zu informieren, andererseits wollte sie verhindern, dass ihre Gegner Kenntnis hierüber erhalten. Aus der Äußerung von Vorhand, sie hätte bis 33 gereizt, kann nicht nur der Alleinspieler, sondern auch der andere Gegenspieler erkennen, dass Vorhand vermutlich über ein Pikspiel verfügt und daraus seine Schlüsse auf die übrige Kartenverteilung ziehen. Daher liegt Kartenverrat (ISkO 4.2.9) vor. Dabei ist es gleichgültig, ob Vorhand ihre vermutlich lange Pikfarbe anzieht oder nur erwartet, dass ihr Mitspieler im Verlauf des Spiels in ihre Pikfarbe einspielt.

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 14:27

Man kann es auch auf die Spitze treiben. Man kann auch direkt 48 sagen. Folgender Fall:

Muss beim Reizen mit 18 angefangen und die Reihenfolge der Reizwerte einge-halten werden, oder darf man auch mit einem höheren Reizwert beginnen? Ein Spieler vertritt die Auffassung, es müsse Reizwert für Reizwert angesagt werden. Nur so hätten die Mitspieler Gelegenheit, auf Grund der gebotenen und gehalte-nen Reizwerte Rückschlüsse auf die Kartenverteilung zu ziehen. Ist das Verlangen berechtigt?

Entscheidung:
Das Verlangen ist nicht berechtigt. Das Reizen kann auch mit einem höheren Wert als 18 begonnen werden.

Begründung:
Entsprechend dem niedrigsten Spielwert für Karo mit oder ohne 1 Spitze, einfach gewonnen, beträgt das Mindestreizgebot 18 (ISkO 3.3.1). Daraus ergibt sich, dass es statthaft ist, auch mit einem höheren Reizwert zu beginnen. Es bleibt dem Spieler, der zum Reizen an der Reihe ist, überlassen, ob er jede Reizstufe exakt ansagt oder einzelne Reizstufen überspringt bzw. sein höchstes Reizgebot sofort macht.

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 14:39
zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2017, um 15:16

Dieses Sprungreizen kann man natürlich nur dann machen, wenn man mit reizen dran ist. Du kannst als VH nicht einfach Grand Hand ansagen und damit den Reizvorgang beenden. MH und HH haben dann immer noch die Möglichkeit, das Reizen ganz normal fortzusetzen und somit Informationen aus zu tauschen. Allerdings ist VH, wenn sie ans Spiel kommt, an ihre Spielansage Grand Hand gebunden.

fun-junkie, 15. Mai 2017, um 16:35

Ich habe doch geschrieben, dass Sprungreizen erlaubt ist.

Oder bezog sich deine Aussage, dass meine Aussage falsch ist, auf meine Antwort auf einen nachgefragten Reizwert?

Dass ich nicht über Skat rede in großen Turnieren, ist mir auch klar.

SoSick, 15. Mai 2017, um 17:50

Man darf natürlich nicht fragen wie hoch hättest du denn gereizt!!! Lol da darf man dann auch gleich fragen ...du was soll ich denn Anspielen :)

Ramare, 15. Mai 2017, um 18:25

Sosick:
so ist es!
Wäre es so, dass man nachfragen kann, müsste man ja auch HH fragen dürfen, wie weit er gereizt hätte, wenn er hätte reizen können.
Beispiel:
MH sagt VH 40! VH passt. HH auch, da er nur bis 27 gereizt hätte.
Jetzt kann ja VH auch nicht HH fragen, wie weit er denn gegangen wäre.

Kartenvernichter:
dein Beispiel ist nicht möglich.
VH ist nicht an seine Grandansage gebunden, weil VH nicht Ansagen kann, solange die Anderen noch reizen.
Nur wer das Spiel bekommt, kann ein Spiel ansagen.

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 19:38
zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2017, um 19:47

Ramare...du solltest das doch kennen, das ein Spieler, um Zeit zu sparen oder was auch immer, einfach mal in die Runde wirft "Jemand mehr als einen Grand Hand?", auch wenn er eigentlich gar nicht mit dem Reizen dran ist. In dem Falle ist er an diese Spielaussage gebunden, wenn der Reizvorgang abgeschlossen ist und die Person Alleinspieler wird. Laut diesen Urteil ist derjeniege dann an die Spielansage gebunden:

Um das Reizen abzukürzen, sagt Vorhand Grand-Hand an, bevor Mittelhand mit dem Reizen begonnen oder gepasst hat. Hinterhand ist damit nicht einverstanden und besteht auf ordnungsgemäßem Reizen. Sie hat ebenfalls ein hohes Spiel und will durch das Reizen möglicherweise Anhaltspunkte über die Karten- verteilung bekommen und danach entscheiden, ob sie ihr Spiel reizt. Muss dem Verlangen von Hinterhand stattgegeben werden?

Entscheidung:
Dem Verlangen von Hinterhand ist stattzugeben. Vorhand darf das Spiel erst ansagen, wenn sie nach beendetem Reizen Alleinspieler geworden ist. Wird Vor- hand Alleinspieler, muss sie den bereits vorher angesagten Grand-Hand spielen.

Begründung:
Ein Grand-Hand hat mindestens einen Reizwert von 72. Erfahrungsgemäß kommt es nur selten vor, dass zwei Spieler bis zu diesem Wert reizen. Deshalb ist es verständlich, wenn Vorhand das Reizen abkürzen will und das Spiel an- sagt, bevor Mittelhand und Hinterhand gereizt oder gepasst haben. Diese voreili- ge Spielansage ist zwar nicht verboten, Mittelhand und Hinterhand können aber darauf bestehen, dass in der gewohnten Weise gereizt wird.
Zunächst muss also Mittelhand Vorhand reizen. Will Mittelhand kein Spiel ma- chen, muss sie passen. Dann reizt Hinterhand weiter oder passt. Erst wenn Mit- telhand und Hinterhand gepasst haben, Vorhand also nach ISkO 3.3.5 Alleinspie- ler geworden ist, darf sie den Grand-Hand ansagen und auch spielen.

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 19:40

Fun-Junkie...da habe ich doch wohl falsch verstanden. Dachte, du würdest den Reizwert nennen, wo du gepasst hättest, wenn du gefragt wirst. Sorry.

Engel-Dilara, 15. Mai 2017, um 20:07

Danke für eure Antworten, wonach es laut Urteilen so aussieht, dann man nicht fragen darf wo einer ausgestiegen wäre.

Fun-Junkie du schreibst folgendes :

Es ist also erlaubt und ich würde bei Nachfrage den Wert nennen, auf den gepasst wurde. (Bei Reizung in 10er-Schritten z. B. 30 gehalten und auf 40 gepasst)

Was meinst du damit? Ist das jetzt deine persönliche Meinung oder bist du Schiedsrichter und ist das eine Regel!

Kartenvernichter, 15. Mai 2017, um 20:14
zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2017, um 20:15

Er meint damit, das er bei einer Sprungreizung von 30 auf 40 er es so sagen würde...30 gehalten, 40 gepasst, aber nicht, wo er vielleicht eigentlich gepasst hätte, also 33 oder 36.
Ich habe es beim ersten Mal auch falsch gelesen.

Skat_Engel, 15. Mai 2017, um 20:18

Wenn der Alleinspieler es nicht möchte , gibt es kein Auskunft. Sonst sofortiger Gewinn für Alleinspieler

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