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Unterhaltung: landtagswahlen

komme gerade vom wählen. war schon schwierig das kreuzchen an der richtigen stelle zu machen,
nach längerer überlegung (hatte sich schon eine schlange hinter mir gebildet) musste ich an den spruch von meinem dad denken:
grün denken.
rot wählen.
schwarz arbeiten.
nun wusste ich, wo das kreuzchen hingehört

@tatave...
am besten übers ganze blatt....*fg

war auch vorhin ... kann doch nicht zulassen daß nur wegen meiner fehlenden Stimme die " falsche " Partei gewinnt ☺

habt ihr euch eigentlich schon einmal überlegt, ob man wirklich noch in irgendeiner Weise von einem Sieg sprechen kann, wenn eine Partei bei 50 % Wahlbeteiligung 30 % der Stimmen bekommt? Egal jetzt welche! Die Politiker tun immer so großspurig, weil niemand ihnen wirklich vorrechnet, wie viele Wähler sie tatsächlich haben. Rechnet mal heute Abend die echte Prozentzahl des oder der Sieger aus! Bei meinem durchaus realistischen Beispiel hiesse das: 15 % reicht zum Sieg!!!

gebe ich dir Recht John .. weil leider viele der Nichtwähler: egal ob sie aus Ignoranz o. weil sie der Meinung sind eh nichts ändern zu können, automatisch ihre Stimme der Partei zuschanzen welche den vermeintlichen Sieg einfährt !

ok, nur will ich das Pferd "Nichtwähler" eher andersrum aufzäumen, anstatt auf diese zu schimpfen. Die Politiker sollten einen Nichtwähler eben grundsätzlich als solchen verstehen müssen, evtl. sogar mit Konsequenzen, z. B. 600 Sitze bei 100 %, 480 Sitze bei 80 %. Auf lange Sicht sollte das die Umkehr von der Politikverdrossenheit bedeuten können (ok, sehr idealistisch, ich weiß) und man nicht, wie ich als überzeugter Wähler, aber nicht überzeugt von einer Partei, nach dem Motto wählen müssen: Wer macht wahrscheinlich den geringsten Krampf?

Insofern ist das gesamte Kreuz (siehe Schnuffelchen) oft nicht das falsche und auch das habe ich schon gemacht, genau wie Parteien gewählt, die sich irgendwo als Nr. 35 finden, weil die "Etablierten" ihre Plätze oben besetzen.

Ich sehe es als Privileg wählen zu dürfen, in anderen Ländern sterben Menschen für das Recht auf Wahl.
In diesem Punkt bin ich überhaupt nicht tolerant, wer nicht wählt, soll sich bitteschön mit seinem Gemotze zurückhalten. Wer keine Lust hat sich für irgendeine Partei zu entscheiden, soll trotzdem sein Wahlrecht ausnutzen und seinen Wahlzettel ungültig machen!

Historische Wahlniederlage der CDU in Baden-Württemberg und ich durfte meinen Beitrag dazu leisten, was ich dann auch gemacht habe^^

Wusstet ihr, das Frauen in der Türkei schon 1930 das aktive Wahlrecht bekamen und die Schweizer erst 1971 in allen Kantonen das offizielle Wahlrecht für Frauen einführten.
Afghanistan führte es 1963 ein, das wurde dann aber unter den Taliban wieder zurück genommen.

ich war auch wählen, fühle mich aber trotzdem nicht als "besserer mensch". Denn freiheit meint immer die freiheit der anders denkenden (in diesem falle nichtwähler). und wer dem nichtwähler das recht zur meinungsäußerung abspricht, ist kein demokrat. wir werden nach wie vor seit jahrhunderten vom kapital "regiert", die politiker versuchen, dies gesetzgeberisch zu begleiten. d.h. wer was in der gesellschaft gestalten will, muss in die verbände und gremien gehen, die einfluss auf gestaltung haben. für mich bedeutet engagement in der politik vergeudung von wertvoller lebenszeit.

erster grüner ministerpräsident,viel spass im abenteuerland

diese Landtagswahlen in BaWü wurden vor allem von zwei Themen geprägt:
1. Stuttgart 21 (durch Punkt zwei fast schon in Vergessenheit geraten)
2. Energie- und Atompolitik

 
in 5 Jahren wirds dann wohl eher das Thema Hartz 4 sein...
;-)

aben -- teuer -- land

fuk -- u -- shima

DAG, dein Beitrag war -wie so oft - sehr treffend !!!
DS

Ich fühle mich auch nicht als besserer Mensch weil ich wählen war ( Chattanangoo), und spreche den Nichtwählern auch nicht ihre Meinungsfreiheit ab. Ich denke aber und das ist halt meine Meinung, wer nicht wählt verzichtet auf ein Mittel der Mitbestimmung, auch wenn wir uns oft als Spielball der Politiker vorkommen ( meistens auch sind?).
Der große Zulauf für die Grünen ist doch eine klare Ansage für die anderen Parteien ihre Konzepte zu überdenken, gerade in Bezug auf Umwelt ( speziell mit Akw´s).
Dieses vielleicht durch den Japan Schock hervor getretene Phänomen wird jetzt einige irritieren, aber wir haben doch auch das Wohl der nächsten Generationen in unserer Hand und müßen an andere Konzepte denken, wir produzieren Atommüll ohne überhaupt ein einziges sicheres Endlager zu haben, Weltweit gibt es Zwischenlager, aber kann mir jemand ein einziges sicheres Endlager nennen?
Fakt ist doch, Nichtwähler haben diesen Umschwung ( aufrütteln ) nicht erreicht, die Wahlbeteiligung war viel höher als in anderen Jahren und das hatte wohl seinen Grund!!!!!!!!!

umschwung ? ich würde sagen,ihr standet am abgrund,jetzt seit ihr einen schritt weiter

rot, grün, schwaz, gelb, lila , ist alles das Gleiche, regieren tut nur das Kapital. Politiker sind nur Verwalter des sozialen Friedens.

@dag
ja, ich teile deine meinung. ich habe schon mal denen recht gegeben, die ein nichtwählen unter strafe stellen wollten, aber das wäre dann auch nicht mehr demokratisch, bzw. tolerant, denen gegenüber. ich gehe jedenfalls immer, egal ob bundestag, landtag oder europawahl. allderdings habe ich mit der zeit auch ein gewisses verständnis für die nichtwähler entwickelt. wenn man sich die diskussionsrunden im tv vor wahlen betrachtet, wird es immer meht zur qual, zu zuhören. egal um was es geht, bildung, hartz 4, atom politik, man hört immer nur das gleiche. die opposition prangert die regierung für irgendein problem an, und anstatt zu sagen, wie die regierung das problem lösen will kommt immer stereotyp, was haben sie denn damals gemacht, als ihr in der verantwortung wart. das wissen wir doch selbst, da wir es ja erlebt haben. die linke kriegt immer von allen parteien vorgehalten, dass sie noch immer am sozialismus festhält und und und...
aber, wie schon gesagt, wenn in nrw eventuell schon bald neuwahlen anstehen, gilt wieder das kölsche motto "da simmer dabei, dat es prima"
gruß
heinz

Nichtwählen bedeutet für mich, die Chance radikaler Parteien zu stärken und käme deshalb unter keinen Umständen in Frage ... allerdings schätze ich die Chance, durch Politik etwas zu verändern, eher gering ein ... die wahre Macht liegt in der Wirtschaft und da vor Allem in der Medienwelt .....

Ich hab dazu mal eine ernstgemeinte Frage..

Es stimmt doch das jede Partei pro Wahlstimme einen Betrag X bekommt..

Meine Fragen sind..

Weiss jemand wieviel das ist ??

Bleibt das Geld der nichtwähler in der Bundes bzw Landeskasse??

@watcher
die Parteien erhalten aus Steuermitteln, also von uns, für die ersten 4 Millionen Wählerstimmen pro Stimme € 0,85 und für jede weitere € 0,70. Zusätzlich gibt es für jeden, als Spende eingenommenen €, nochmal € 0,38 dazu. Gott sei dank ist die Gesamtsumme für Parteien vom Staat, auf total € 133 Millionen, begrenzt. Das gilt für Bundestagswahlen, Landtagswahlen und Europawahlen. Nichtwähler werden natürlich nicht berücksichtigt, wie auch? Die werden zwar je nach Stimmanteil auf die Parteien verteilt, aber fürs Geld ist das irrelevant.
Sonst ginge wahrscheinlich das Gezänk los. Bei einer Beteiligung von 60% hätten ca. 30 Millionen gewählt, nur um irgendeine Zahl zu nennen, für die 20 Millionen Nichtwähler könnte ja dann theoretisch die CDU als stärkste Fraktion im Bundestag sagen, von denen hätten alleine 8 Mios uns gewählt, also, her mit der Kohle.
Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.
Gruß
Heinz

P.S. Cooles Bild, jetzt wirkst Du (fast) seriös
(lach)