Skat für Freunde

Skat-Forum

Skat-Turniere: grand hand

eine frage an die experten.
mittelhand reizt und bekommt bei 27 das spiel.
er nimmt auf und drückt anschliessend wieder und sagt als spiel
"grand hand" an.
wie wird weiter verfahren in diesem fall ?

ISkO 3.4.4
Eine Spielansage ist ungültig, wenn sie in einem für alle Mitspieler erkennbaren Widerspruch zu grundlegenden Spielbedingungen steht. Darunter fallen die Ansage eines Handspiels, von offenen Farbspielen, Grand ouvert und Gewinnstufen jeweils nach Skataufnahme. Umdrücken des Skats und Umbenennen eines Spiels sind nicht statthaft. Die Ansage eines nicht mehr durchführbaren Nullspiels endet mit dem Verlust eines Farb- oder Grandspiels unter Berücksichtigung der letzten Reizhöhe und der Anzahl der vorhandenen oder fehlenden Spitzen.

Also ich denke das Spiel wird als verloren gewertet in der Höhe der beim AS vorhandenen Spitzen...

hand bedeutet ohne aufnahme !
aus der hand heraus.
alles andere ist undiskutabel !
spielt ihr normal, also nicht online- ist das spielbetrug, gehört als verloren gewertet und dem mittelhand die frage gestellt : was er damit bezwecke ?
unfaire handlung des MS - wär mein letztes spiel mit ihm.

wusste gar nicht dass man hier nach drückung hand ansagen kann, bei mir gibts die option gar net, bin da jetzt etwas verwirrt...

Geht auch nicht!

otto mein freund wo bist du und mein toller reiter

eXpeRienCe hat doch die richtige Passage aus der ISkO angeführt. Wieso Ihr dann auf den schmalen Pfad eines verlorenen Spiels kommt, ist mir rätselhaft.
Denn es heißt: Eine Spielansage ist ungültig, wenn sie im Widerspruch zu grundlegenden Spielbedingungen steht, wie z.B. die Ansage eines Handspiels nach Skataufnahme. Da Umdrücken und Umtaufen nicht gestattet sind, muss der Spieler einen Grand spielen. Die Ansage Hand zählt nicht.

ich weiss nicht warum auf so einen blödsinn überhaupt geantwortet wird.TROLL

Hallo Mehlschwein,

der von eXpeRienCe benannte § 3.4,4 ist der zutreffende für diese Situation im real Skat.
Die Hand Ansage ist ungültig und der AS hat einen Grand zu spielen der seinem Ausgang entsprechend gewertet wird.
Hätte er nach Skataufnahme und drücken das Spiel beim Reizwert 27 Null Hand getauft wäre ihm ein Farb- oder Grandspiel anhand seiner vorhandenen oder nicht vorhandenen Spitzen als verloren abgeschrieben worden. Dies deshalb weil ein Null Hand beim Reizwert 27 und Skataufnahme nicht mehr möglich ist und ein Null ohne Hand auch nicht.
Bei einer Ansage eines Null Ouvert Hand gilt wieder die Hand Ansage nicht und der Null Ouvert ist zu spielen.

Sporti auch wenn der Beitragseröffner hier evt. ein Scherz gemacht hat so ist es für den einen oder anderen vielleicht doch gut auf diese Art und Weise die Skatregeln zu lernen. Deshalb finde ich es gut wenn darauf geantwortet wird.

Steht eigentlich irgendwo in Mehlschweins Beitrag, dass die Situation online passiert ist?
Ich denke mal, dass war eine Frage zu einer häufig vorkommenden Realsituation, die von Reiter perfekt beantwortet wurde.

Ecarte, was bitte soll das mit Betrug zu tun haben? Solche Versprecher kommen vor und die Folgen werden per Regelwerk einwandfrei geklärt. Dass es auch Stimmen gibt, die diese Klärung nicht ganz logisch finden, sie nur am Rande erwähnt. Die Logik zu diskutieren, sprengt wohl den Sinn dieses Forums.

lieber john, da er von "klicken" spricht, handelt es sich ja wohl nicht um skat am tisch. also ist das runterbeten irgendwelcher § der skatordnung überflüssig.
ansonsten hat es mich auch gewundert, dass man (angeblich) nach skataufnahme noch "hand" anklicken kann.
also ich glaubs nicht

sorry, seh gerade, von klicken ist keine rede.
okay, dann sollte man ihn fragen, ob das in der stube passiert ist.

antwort hat sich erübrigt :-))

@John2
Ich rede von Betrug, da es hier ja nicht möglich ist nach Aufnahme 1 Hand zu spielen !
Deshalb als Frage vom *mehlschwein* so gedeutet, kann nur im realen Skat passiert sein und hier die Anfrage zwecks Wertung !
Spielt einer im realen die Situation ist es klarer Betrug !!!
@sporti
wir sind doch höflich gefragt worden, ob Ulk oder nicht, eine Antwort tut nicht weh :-))

danke für die korrekten antworten, einige kennen sich eben aus.
anzumerken sei, daß im umgekehrten fall ( erst hand ansagen und dann in den skat schauen ) ein spielverlust des as bedeutet. aber nicht schneider schwarz , wie manche meinen.
gb

stimmt mehlschwein aber hier liegt ein anderer Fall vor mit der Hand Ansage hat der AS ein Spielansage durchgeführt. Das einsehen des Skat durch den AS nach Spielansage wird nach ISkO § 3.4.8 behandelt.

Nach einer gültigen Spielansage darf der Skat nicht mehr verändert und der abgelegte Skat nicht mehr angesehen werden. Zuwiederhandlungen führen zum Spielverlust in der stufe einfach (nicht Schneider oder Schwarz)

genau , sagte ich auch

@Ecarte: Natürlich ist es nicht möglich, nach Skataufnahme Hand zu spielen, es ist aber sehr wohl möglich, es (versehentlich) anzusagen. Dass das angesagte Spiel, bzw. die Spielgattung, dann eben nicht verloren ist, ist eine Entscheidung des ISKG. Betrug wäre es allenfalls dann, wenn ein Spieler in Kenntnis der Tatsache, dass keiner seiner Mitspieler bemerkt hat, dass er den Skat aufgenommen und gedrückt hat, nun ein Handspiel ansagt und es dann gewertet haben möchte. Kaum realistisch, oder?

Wenn du schon bei dem im Prinzip fairen Skatspiel Betrug oder andere Ungereimtheiten suchst, dann solltest du tiefer schürfen!

@John2
klasse erklärt , ich danke dir .
Betrug hin oder her , es ging ja darum, wie verfahren wird !
@Reiter53+ , eXp., mieleboy
eben eindeutig geklärt !
Danke für die Erläuterung, die mehlschwein nun *eindeutig* helfen sollte !