Skat für Freunde

Skat-Forum

Unterhaltung: skatkrankheit???? was kennt ihr so über skat????

Paul und Ernst, zwei begeisterte Skatspieler, treffen sich.

„Guten Tag“, sagt Paul, „wie geht es dir?“
„schlimm“ erwiderte Ernst, „ich habe die Skatkrankheit“.

„Nanu“, sagt Paul, was ist denn das für eine Krankheit?“

„Ja“ meint Ernst,
„ich habe Kreuzschmerzen, Herzbeschwerden,
in den Beinen piekt es und
nachts huste ich, wie unser Karo bellt!“

Die vier Temperamente des Skaters

Wer als Mensch charakterfest, nie sich überreden lässt,
abends einen Skat zu wagen, dieser Mensch ist zu beklagen,
weil er ohne Grund entbehrt ein Vergnügen,
das uns lehrt listenreich zu kombinieren, um den Gegner zu düpieren. Jeder kennt im kleinen Kreise jedes Spielers Art und Weise, die bestimmt wird eminent durch das eigne Temperament.


DER MELANCHOLIKER

Wer z. B. melancholisch, dem erscheinet stets symbolisch für sein Leben wie beim Skat, dass er ständig Pech nur hat. Er weiß immer, wie es endet, dass das Glück sich niemals wendet voller Huld auf seine Seite, er stellt ein sich auf die Pleite.

Kalt lässt ihn des Spieles Lauf, jede Hoffnung gibt er auf. Jeder Fehler, den er merkt, in dem Glauben ihn bestärkt, dass die Götter ihn nur hassen, immer ihn verlieren lassen, und er kann sich's doch nicht leisten, zu verlieren stets am meisten.


DER CHOLERIKER

Der cholerische Charakter: In der Wut die Karten packt er, wirft sie hin und ballt die Faust, weil das Blut so schrecklich braust. Schimpft: „Ihr seid mir nette Brüder, mit euch spiel' ich niemals wieder!" Feine Spiele zu erwarten sind von euch nicht! — Ihr kriegt Karten, Spiele kriegt ihr: Grands mit vieren, Null ouverts, nicht zu verlieren! Dusel habt ihr — hundsgemein — ich kann spielen! Ihr habt Schwein! Voller Rachedurst und Zorn droht er: „Diesmal bin ich vorn!"


DER SANGUINIKER

Wer dagegen sanguinisch, wird nicht grob und wird nicht zynisch, fühlt sich glücklich, wenn ein Grand zwar nicht ganz, doch fast gelang. Sein Gesicht strahlt schon versonnen, hat moralisch er gewonnen; er merkt sich nur jedes Spiel, das zu seinem Glück ausfiel. Geht es schief, dann sagt er: „Leider! Immerhin, ich hab 'nen Schneider." Wenn das Glück ihn ganz verlässt, stellt er dieses lachend fest; glaubt er doch, es lässt bald wieder neben seinem Stuhl sich nieder. Und gelingt der kleinste Trick: „Es ist wieder da, das Glück!"


DER PHLEGMATIKER

Abgeklärt und fast apathisch schaut ein Spieler, der phlegmatisch. Ob er einen Grand verliert, ob sein Partner gar nicht schmiert, ob die Karo Zehn besetzt wird gehalten bis zuletzt, ob der Bube liegt im Skat und er überreizt sich hat, bringt ihn niemals in Erregung. Kühl bleibt seine Überlegung, Selten tadelnd, lobt er selten, niemals hört man laut ihn schelten; launig und mit ernster Miene spöttelt er wohl mal: „Dat ,Fine' will erfasst sein und erlernt! Davon sind Sie weit entfernt!" Ist zu jedem Scherz bereit, hat fast jeden Abend Zeit und gehört zu den Anhängern der Leut', die so gern verlängern. Aber einverstanden still, schweigt er, wenn man aufhören will; hebt durch diese Friedlichkeit immer die Gemütlichkeit, kennt viel Freud und wenig Qual, ist als Spieler ideal.

Schliesslich gibt's noch Wiederkäuer, Maurer, Stänker, Duselmeier, Zwischenredner und Krakeeler, andre haben andre Fehler. Aber diese Aussenseiter interessieren uns nicht weiter; recht ist's, solcherlei Gestalten unerbittlich auszuschalten.

Manchmal stören auch die Wanzen — wenn auch nur im grossen Ganzen, das sei hiermit festgestellt — keine aus der Rolle fällt. Was auf des Gesanges Flügeln hier erzählt ward mit Humor, diene, sich darin zu spiegeln: jeder halt' das Glas sich vor und erkenne seine Schwächen, die er sich so angewöhnt. Diese einmal durchzusprechen, das verstimmt nicht, das versöhnt. Alle spielen unterschiedlich: der kommt hoch und der bleibt tief, doch die Kritik bleibe friedlich, unparteiisch — objektiv. Oftmals ist sie zwar berechtigt, trifft auch oft des Pudels Kern, doch sie schmerzt, wenn sie verdächtigt, manchmal tut sie's leider gern.

Diese Form zu unterbinden, scheint der Vers mir prächtig fast; jeder such' herauszufinden, welcher Schuh für ihn wohl passt. Suche jeder seine Schuhe, sie sind ganz bestimmt dabei:

Mancher macht das mit der Ruhe, mancher mit Spektakel. Und kann er sich überwinden, stell' er sich auf Phlegma ein, aber kann er dies nicht finden, dann behalt' er seine Sünden! Alle können gleich nicht sein.

Drei Lehrer spielen Skat. Ein Gymnasiallehrer, ein Hauptschullehrer, einSonderschullehrer.
Während Ihres Skatspiels vernichten sie unzählige Flaschen Bier. Auf einmal fällt Ihnen auf, daß die Biervorräte langsam dem Ende zu gehen. Der Gymnasiallehrer: "Ich fahr mal kurz zur Tankstelle, ein paar Dosen Bier holen, wird schon keine Polizei unterwegs sein".
Gesagt getan fährt er mit dem Auto weg.
Zwei Stunden vergehen. Er kommt mit hängendem Kopf zur Skatrunde zurück Und sagt:
"Oh je, Polizeikontrolle fast 2 Promille. Der Führerschein ist weg. Bier haben wir auch keines. Was machen wir nun?"

Darauf der Hauptschullehrer: "Laßt mich das machen, die werden nicht noch einmal kontrollieren".Daraufhin stieg er in sein Auto und fährt weg .Eine Stunde später kommt er wie auch der andere Lehrer mit hängendem Kopf und ohne Bier zurück: "Mist, Polizeikontrolle, zu viel Alkohol. Der Führerschein ist weg und wir haben immer noch kein Bier. Was machen wir bloß?"

Darauf der Sonderschullehrer: "Ich fahre Bier holen die werden nicht ein drittes Mal kontrollieren". Steigt ins Auto und fährt weg.
15 Minuten später, der Sonderschullehrer kommt zurück. 4 Sixpacks Bier dabei und die Führerscheine noch dazu.

"Hier", sagt er zu den anderen beiden Lehrern, "Da ist das Bier und eure Führerscheine". Völlig erstaunt nehmen die anderen beiden Lehrer Ihre Führerscheine und das Bier.
"Wie hast Du denn das gemacht?" fragen Sie. "Keine Kontrolle?"

Darauf der Sonderschullehrer: "Doch, natürlich bin ich kontrolliert worden,aber ich kenne doch meine Jungs!!!!"

Die SkatPFLANZE

Die Skatpflanze (scata decifolia) gehört zu den netten Pflänzchen. Zu Grossvaters Zeiten noch ziemlich unbekannt, gewinnt sie heute immer mehr im Boden und schlägt auch dort Wurzeln, wo das Erdreich für die Aufnahme noch gar nicht genügend vorbereitet wurde. Die ersten Exemplare der Gattung soll man Im Altenburgischen beobachtet haben. Die Skatpflanze passt sich den Licht- und Wetterverhältnissen überall an, sie würde nach Ansicht berühmter Züchter sogar auf dem Mount-Everest fortkommen. Gewöhnlich findet man vier Exemplare zusammen, mitunter auch drei.

Jede Pflanze hat zehn Blätter von länglicher Form, die fächerförmig an einem langen und starken Blattstiele sitzen. Ihre Farbe ist teils rot, teils schwarz. Alle Blätter fallen gewöhnlich nacheinander ab, oft alle zehn auf einmal. Einige Blätter sind fast immer darunter, mit denen man stechen kann. Es erzeugt diese Eigenart mitunter knallartige Geräusche. Immer scheidet die Pflanze zwei Blätter gleich seitwärts des Stengels aus, die sonderbarerweise immer verkehrt auf den Boden fallen. Sie sind das Blümlein .,Rührmichnichtan" und nur mit besonderer Vorsicht aufzuheben. Augenfällig ist bei den Blättern, dass sie nicht wie bei anderen Pflanzen — dem Lichte zugekehrt — am Stengel sitzen, sondern ihre Farben diesem entgegengesetzt am reichsten zur Entfaltung bringen. Manchmal werden einige dieser seltsamen Gewächse ganz schwarz, was von dem vielen Pech herrührt, womit sie behaftet sind. Allen Arten ist das Kleben gemeinsam. Gegen Blitz und Donner sind sie unempfindlich, um so mehr aber reizbar und Gift geschwollen, wenn sie durch fremden Einfluss, namentlich eine Vogelart Kiebitz, bedrängt werden. Da können sie sogar Stacheln zeigen. Reizbarkeit ist überhaupt ein Hauptmerkmal der scata decifolia, doch scheint diese Charaktereigenschaft fürs Wohlgedeihen der Pflanzensippe unbedingt notwendig zu sein. Die scata deci­folia ist eine Zimmerpflanze, gedeiht jedoch auch im Freien, allerdings nur in warmen Sommern. Fleissiges Begiessen gehört mit zu ihren Hauptlebensbedingungen. Man verwendet dazu am besten reines Wasser, das aber zuvor mit Malz und Hopfen abzuziehen oder stark mit Rum oder Arrak und Zucker zu versetzen ist. Auch ein Aufguss von überbrühtem Kaffeepulver ist ihr bekömmlich.

In letzten beiden Fällen kann die Aufnahme der Flüssigkeit sogar in heissem Zustande von der Pflanze vertragen werden. Ihr noch einen Braunfarbenen Stengel zu geben, fördert ungemein das Gedeihen. Tabakrauch schadet der Pflanze nicht. In letzter Zeit ist eine bedeutende Zunahme weiblicher Exemplare zu beobachten, von denen einige sogar, weil besonders prachtvoll gediehen, auf Fachausstellungen erste Preise erzielten. Die Pflanze schiesst in die Höhe bis zu 1,90 Meter, manchmal geht sie mehr in die Breite. Zu üppigster Blüte gelangt die Pflanze aber ein Seitenstück der Königin der Nacht in den Abend- und Nachtstunden, wo Wärme des Standortes und fleissiges Begiessen ihr charakteristisches Leben ungemein begünstigen.

Leiden eines Skatspielers
der nie was richtig machen kann

Reizt er zu viel, ist er ein Harakirispieler und Abreizer, reizt er zu wenig, ist er ein Maurer und gemeiner Hund, der andere auflaufen lässt.

Redet er viel, verrät er Karten und stört andere Spieler, redet er wenig, ist er ein Langweiler und eine Schlaftablette.

Spielt er schnell, sorgt er für eine hektische, ungemütliche Atmosphäre, spielt er langsam, hält er das Turnier auf.

Spielt er Asse und Zehnen aus, verschleudert er seine Schmier, spielt er Luschen aus, ermöglicht er billiges Abwerfen. Spielt er Bilder aus, verwirrt er den Partner.

Hält er sich streng an die Regeln und erklärt diese den unwissenden Mitspielern, ist er ein Pedant. Tut er es nicht, ein Anarchist und Kneipenspieler.

Engagiert er sich für Skatbelange, ist er ein Wichtigtuer, macht er es nicht, ein uninteressanter Mitläufer.

Kritisiert er das Verhalten von Funktionären, ist er ein Quertreiber, tut er es nicht, ist er wegen seinem Schweigen an Fehlern dieser mitschuldig.

Erträgt er Niederlagen gleichmütig, fehlt es ihm an der ehrgeizigen Grundeinstellung, regt er sich furchtbar auf, ist er kein guter Verlierer.

Beredet er die Fehler von Mitspielern, ist er ein Besserwisser, beredet er sie nicht, will er nur immer gewinnen und lernt deswegen den anderen nichts.

Gibt er bei einer Schnapszahl eine Runde aus, ist er ein Alkoholiker, tut er es nicht, ein Geizkragen.


Will er zu jeder Serie neue Karten, ist er ein Verschwender, verzichtet er darauf und spielt zwei Karten aus, weil sie kleben, ist er selbst schuld.

Lässt er einen Neuling schreiben, ist er gemein und verantwortlich, wenn dieser Fehler macht, tut er es nicht, ist er verantwortlich dafür, dass der andere es nie lernt.

Denkt er mit und zieht engagiert eine Karte vorzeitig heraus, begeht er einen Spielverrat, tut er es nicht, spielt er Roboterskat.

Zählt er die Augen mit und spielt deswegen anders als sich sein Partner es vorstellt, hat er eine schlechte Spieltechnik. Spielt er anders, vergibt er vielleicht die letzte Gewinnchance leichtfertig, nur um 55 statt 41 Augen zu bekommen.

Spielt er in der Woche mehr als 20 Serien, ist er überspielt oder gar ein Süchtiger, spielt er weniger, hat er ein Übungsdefizit.

Spielt er die ausgespielte Farbe nicht nach, geht er nicht auf das Spiel des Partners ein, tut er es, hat er das Spiel falsch gelesen oder keine eigenen Ideen.

Reizt er sein Blatt aus, um seinem späteren Partner die richtigen Informationen zu liefern, verliert er sein Spiel, tut er es nicht, ist er schuld, wenn der Alleinspieler sein Spiel gewinnt.

Lässt er beim unerfahrenen Spielpartner einen Fehler durchgehen, gibt er diesem das Gefühl der Sicherheit, dass andere dies auch machen, fordert er Spielverlust, bzw. – gewinn, ist er punktegeil.

Fazit: Um nicht auch noch ins Visier der Verfechter von Gewaltspielverboten zu geraten, sollte er das Spiel lieber ganz lassen und sich friedlichen Tätigkeiten zuwenden, welche dies auch immer sein mögen!

Beim Gewaltspielverbot handelt es sich um das Verbot von Spielen, in denen Gewalt ausgeübt wird oder in denen man nur mit Gewalt zum Ziel kommt. Im Visier der Gewaltspielverbieter sind Spiele wie Counter-Strike oder Schach, wo wehrlose Bauern oder Pferde geschlagen werden. Ebenfalls auf der Liste der bedrohten Spiele steht Tischtennis, weil der Amokschütze von Winnenden begeisterter Tischtennisspieler war. Mensch-ärgere-dich-nicht, wo Figuren ständig geschlagen und herausgeworfen werden. Schärfer beobachtet wird auch die Skat-Szene, die sich mit bestimmt nicht ungefährlichen Stichen beschäftigt. Aus Zipperts LexikonGewaltspielverbot von Hans Zippert