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Skat-Strategien: Pech, oder falsch gedrückt?

Hallo zusammen,

dieses Spiel #4.349.719 würde ich jederzeit wieder spielen. Die Frage an euch ist, ob ich mich in diesem Falle nicht an bestimmte Regeln gehalten habe, was das Drücken betrifft, oder ob das einfach nur Pech war.

Grüße und GB
Andy

tja

den wolltest du eigentlich nicht,
als grand geht der nicht.
aber als pik, hätte der eine reelle chance gehabt.
und die erbnsenzähler unter uns,
hätten statt der asse, die 10nen
gedrückt.

mfg lothar

ps den hat er mit 18 bekommen,
und nicht mit 60

noch mal draufgekuckt
notnull?

bei 18 hätte ich Herz-10 und Karo-10 gekellert und einen Grand gespielt, dabei gehofft, dass die Jungs 2:2 verteilt sind und die Farbe Kreuz 2 mal läuft. Wenn nicht, kann ich nur hoffen, dass ich mit meinem Pik 10 einen Stich mache.

Die Wahrscheinlichkeit den Grand mit noch 5 Vollen auf der Hand (Trotz 2 Vollen gedrückt) zu gewinnen schätze ich höher ein, als das Gewinnen von einem Pik-Spiel respektive einen Not-Null. Lediglich aus "ockischen Gesichtspunkte" würde ich mich zum Null hinreissen lassen, aber nur damit meine Euronen im Verlustfall keinen zu hohen Talfahrt antreten.

@skatpfeife

die abschätzung grand gegen pik,
hjast recht.
deswegen ja mein zweiter beitrag.
grand kann, und wurde, sehr teuer.

den zu gewinnen, liegt bei, oder unter 50%, deshalb nicht spielen.

notnull?

mfg lothar

@Lothar, du bist vom Kenntnis der Verteilung geblendet. Beim Reizwert 18 und 7 Vollen auf der Hand kann man zu 80% davon ausgehen dass die Buben 2:2 verteilt sind, 4 Stiche mit einem Vollen heimkommen, was bei 2 gedrückten Vollen Gewinn bedeutet. Das es schlussendlich so bitter für den AS verteilt ist, kann er beim Reizwert 18 nicht ahnen, ein notnull spielt er daher nur, wenn ihn die Verteilung bekannt wäre.

@skatpeife
hatte ich genau so gesehen. Die Verteilung war halt Pech, kann man nichts machen. Du hättest allerdings statt den beiden Assen die zugehörigen 10en gedrückt. Gibt es dafür einen logischen Grund?

@Lothar
Klar hast du recht, vom monetären Standpunkt aus war das ne riskante Sache. Aber mir geht es mehr um Adrenalin als um Gummitaler. Daher: jederzeit wieder.

Gruß und GB
Andy

@andy

ja in diesem Fall hätte ich tatsächlich bewusst die beide 10 gedrückt, damit ich die Gegenspieler keine Möglichkeit auf einer noch übrig vorhandene Verteilung gebe. Drücke ich nämlich das Ass und steche mit dem 10 weiss jeder, dass das Ass gedrückt ist und kann sein weiteres Spiel darauf abstimmen.

Allerdings drücke ich in Fälle, beidem es wirklich auf jedes Auge ankommen kann, lieber 2 Ässe und nehme das Risiko der Verteilungsberechenbarkeit dann in kauf, denn manchmal entscheiden die 2 zusätzliche Augen über Gewinn oder Verlust.

Und wenn wir schon dabei sind noch ein Tip. Einigermasse besser Skatspielen habe ich wie folgt gelernt: Während normale Clubserien und/oder Turniere hat jeder in unsere Mannschaft immer versucht die Spiele genau zu merken, die man mit 58 oder 59 Augen verloren hat.
Dass bedeutet also die eigene Karten und die der Gegner rekonstruierbar machen. Am Ende der Serie oder Turniers ist dann der gesamte Verein (also die versammelte Skatintelligenz) zusammengessen und jeder hat sein Verlustspiel vorgetragen. Anschliessend wurde gemeinsam überlegt wie man entweder durch eine alternative Drückung oder alternative Spielweise das Spiel statt mit 58 oder 59 verloren, mit 61 hätte gewinnen können. Dabei kann man sehr viel lernen hauptsächlich die Spiele mal versuchen aus eine andere Sichtweise zu sehen (durch und mit den Augen und Überlegungen von andere Spieler), denn nichts ist Schlimmer als einschleichende Routine.

Danke, Skatpfeife, das war jetzt sehr konkret. Ich konnte auch das Argument für das Drücken der beiden 10er nachvollziehen. Das sind so die Feinheiten, die den Unterschied machen. Und von der einschleichenden Routine, so wie du sie beschrieben hast, kann ich auch ein Liedchen singen.

Grüße Andy

karo ass und pik 10 drücken und nach dem ersten stich kreuz nachziehen so hätte ich gespielt gruss andi