Skat für Freunde

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Unterhaltung: Sinn des Abreizgeldes?

Was soll das? find das total überflüssig dass es sowas gibt. Kann doch jeder selber entscheiden ob er ein spiel spielt und welche gewinnchanen er hat

dadurch dass es doppelt zählt wenn man verliert ist man doch genug gestraft. So werden nur die dummen Mauerköpfe noch weiter für ihr feiges Spiel belohnt

Beim Spiel um Geld hast Du Recht, aber nicht wenn es um Turniere geht.

In einem Turnier interessiert es mich nicht, ob mein Gegner 800, 100 oder -500 macht. Ich bekomme für ein verlorenes Spiel des Gegners 40 Punkte. Wenn ein Gegner alle spielen würde und würde dabei 16 zu 20 spielen hätte ich 800 Punkte. Nichts wert im Turnier. Davon, daß er vlt. - 1.000 hat kann ich mir nichts kaufen. Also gebietet es die Fairness, ab einem gewissen aussichtslosen Zeitpunkt die Risikoreizungen wegzulassen. Da dies nicht von der Natur des Menschen aus vorgesehen ist, wird mit dem Abreizgeld etwas "nachgeholfen".

Wobei Du auf den Plattformen, auf denen überwiegend Turniere gespielt werden, bei häufigem "Abreizen" (also sehr riskante Reizungen in aussichtsloser Situation, auf Deinen Stand bezogen) auch ganz schnell verwarnt, dann gesperrt und irgendwann auch ausgeschlossen wirst. Du verstößt damit dann nämlich gegen das in der Skatordnung verankerte Gebot der Fairness.

hmm wenn das stimmt ist einfach die Punkteverteilung falsch.

wenn ich ein Farbspiel ohne 4 reize und verliere und der andere sein karo mit 2 nicht spielen kann, sollte es für den gegenspieler doch besser sein mich kaputt zu machen

Solange die Punktevergabe dies nicht gewährleistet ist sie einfach unvernünftig

So werden halt seit 40, 50 Jahren die meisten Meisterschaften und Turniere ausgetragen...

mag ja sein. Aber das alleine ist ja kein Grund nicht mal über Reformen nachzudenken;)

Ich bin auf Deine Vorschläge gespannt :-)

Hier könnten sie die Veranstalter zwar umsetzen, aber es ist wahrscheinlich nicht einfach, ein neues System zu etablieren, wenn überall sonst das alte gespielt wird...

Für die große Reform müßtest Du Dich an DSkV und ISPA wenden, die gemeinsam die Internationale Skatordnung verwalten.

@Wolf
So ist es (auf Deinen ersten Beitrag bezogen). Und wenn hier nichts in der Richtung unternommen wird, werde ich hier kein Turnier (zumindest vorerst) mehr spielen!

ja genau...damit die, mit Eigenspielanteil von 57% anderen die Spiele kaputt machen kann. Sinnloses abreizen darf nicht nur mit "verloren" bestraft werden

@Bumi
Das was ich schrieb, war nur auf die Turniere (Listenspiel) bezogen!
Nicht aber auf sonstiges spielen in welcher Stube auch immer. Wer ausserhalb einer Liste so spielt, der kann gerne an meinen Tisch kommen.

so spät noch wach? Hoppla, aber des war nicht auf dich bezogen.
Hatte schon häufig welche am Tisch die sinnlos jeden Scheiß reizen und anderen das Spiel kaputt machen, jeglichen Spaß dadurch verderben.
Für mich einfach nur zu Füsse scharren

Wenn die so was machen, kann man ja den Tisch wechseln! Bei einer Liste und speziell bei einem ZS Turnier, kann man das nicht!

Ich habe es bisher 2 mal (glaube von 4 mal) gehabt, dass Leute die erste 2 Spiele in der 2.Liste verloren haben und dann alles gereizt haben. Nach dem Motto, wenn ich nichts habe, sollt ihr auch nicht haben.
Spielt keine Rolle das ich nachher 10 € Abreizgeld zahlen muss.

das ärgerlich, wobei man doch bei jedem verlorenen Spiel des Gegners 40 Punkte bekommt? Wäre ne konstante Quote bei eventuell 30 Spielen pro Liste. Dann noch ne eigene Ausbeute dazu und man spielt ganz oben mit.
Aber verstehe was du meinst...und leider kann man hier unter dem Tisch keine Tritte verpassen

Man muss sich doch mal den grundlegenden Spielgedanken, bzw. das Spielprinzip beim Skat vor Augen halten. Es geht eben nicht darum, wie z. B. beim Schafkopfen, eine Mehrheit der Spiele zu gewinnen. Beispiel: Wenn ich von 10 Solos 6 gewinne, bin ich zwangsläufig erfolgreich, sofern mein Spielanteil natürlich nicht unterdurchschnittlich gering ist, wenn die anderen die gleiche oder eine höhere Quote haben. Beim Skat ist die Gewinnwahrscheinlichkeit auf 83 % festgelegt oder hat sich darauf eingependelt. Wer dank seines Reizverhaltens von dieser Gewinnwahrscheinlichkeit, die seine Spiele haben, abweicht, muss dafür eben bei Turnieren mehr zahlen als andere. Gleicht er dies durch Erfolge und Geldgewinne aus, ok. Tut er das aber nicht, nimmt er anderen mit seinem verlustreichen Spiel die Möglichkeit, selbst bessere Ergebnisse zu haben. Das soll dann ihn etwas kosten. Spielt er aber eine höhere Gewinnquote und muss daher weniger zahlen, gibt es zwei Möglichkeiten:

a) er spielt zu wenig und wird kaum Turniererfolge haben

b) er ist ein erfolgreiches Skatgenie

bei a) sei ihm der Spaß gegönnt, den ihm sein Defensivspiel bereitet und die Gegner müssen sich halt darauf einstellen

bei b) hat er den Erfolg verdient.

Also habe schon einige Live Turniere gespielt allerdings immer ohne Abreizgeld. Wenn ich ein konstantes spiel spiele mit ca 35% Eigenspieler und 80% Gewinnchance, reicht es nie für den ersten Platz.

Da wir immer "Winner takes all" Turniere hatten war es besser für mich ca 40-50% der Spiele zu spielen. Bei 24 Spielen kommt es oft vor dass ich sogar garkeines verliere. Manchmal verliere ich eben viele. Ist halt Varianz.

Ich bin lieber 3x Erste und 10x schlechteste, als 13x oben dabei aber nie an der Spitze.

Versteh ich net wirklich flo. Ich hab nur einige zigmal (private) Turniere live gespielt. Abreizgeld ist doch völlig normal, oder? Hab ich einen Abreizer am Tisch, der z.B. 28 von 36 spielt und 10 davon verliert, dann fällt meine Gewinnchance rapide, dafür bezahlt dann der "überoffensive" Spieler. Das hat nix mit Varianz zu tun. Deine Einstellung ist schon ok, lieber dreimal erste und 10mal schlechteste, aber durch Abreizen werden die Platzspieler benachteiligt, das sollte dann auch was kosten.