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Unterhaltung: so kann man einen grand mit 4en auch verlieren

https://www.skatstube.de/spiele/95665636

Manch einer drückt halt lieber 2 Luschen statt 2 10er und gibt dem Gegner eine Chance... :-)))

Vielleicht solltest Du dem Spieler mal erklären, was er falsch gemacht hat! Der Grand war bei der richtigen Drückung fast zu 100% nicht zu verlieren!

wieso kostet der so wenig?

1 cent tisch

danke...dann alles richtig

ich habe versucht, ihm das zu erklären, er war aber beratungsresistent...

Der Gegenspieler ist sehr unerfahren.

Kein Grund natürlich, ihn zu schonen, wenn er trotzdem um Kohle spielt.

Natürlich freut sich jeder, wenn er einen Grand mit 4 kippen kann - auch klar.

Aber ihn jetzt öffentlich auszulachen, ist auch nicht ganz fair.
Das rächt sich oft......

Ich will ihn ja nicht öffentlich auslachen, es ist mehr als Anschauungsunterricht gedacht, wie man es nicht machen sollte.

ok

das sah aber anders aus bevor du den eingangspost geändert hast^^

:-)

Ok, dann muss man es nochmal erklaeren:
Bei Pik 10 und Karo10 Drueckung, sind nur noch 4 volle fuer die Gegner im Spiel.
Falls die gegner 4 Stiche machen, bekommen sie vom Spieler 3 Luschen und eine Dame, macht 3 Punkte.
Plus die verfueglichen 4 Vollen, 43 punkte , macht 46 Punkte.
Dazu sind maximal nur noch 4 Koenige zu bekommen, also 16 punkte.
Zusammen 62 Punkte.
Die Verteilung dafuer ist extrem, und aeusserst selten.

Behaelt man selber die eine oder ander 10 auf der Hand,wird die Chance der Gegner wesentlich hoeher.
Der Spieler brauch nur mindestens dreimal einen Koenig stechen, um zu gewinnen, weil 3 Ersatz Damen eben nur 59 Punkte bringen.

ich finds albern

Richtig Dumba! Deshalb schrieb ich auch, fast 100% Grand.

https://www.skatstube.de/spiele/95702143-gran...

... Mal wieder was zu Thema Buben vorspielen - anscheinend kann man es nicht oft genug schreiben =)

Ja, NerseNeceqi.

Es ist ohne Hoffnung.

Wobei dein Beispiel diesmal nicht sonderlich gut geeignet ist:
das Spiel wird gegen so eine starke Spielerin, wie du es bist, ohnehin verloren werden bei dieser Kartenlage.

Es ist halt einfach kein Grand, sondern ein Bombenpik mit 4.....

Davor warnen wir ja aber auch immer:
bitte UNBEDINGT die teuren Grands weglassen, die in der entscheidenden Farbe 2 - 2 oder 2 - 1 liegen müssen zum Sieg (hier Pik 3 - 1 - schon ist er um...).
4 oder gar 5 fette Stiche abzugeben beim Grand ist halt einfach zu viel...

Sonderlich schwer wäre es auch ohne den Nonsens in Stich 1 nicht gewesen - "kurzer Prozess":

Stich 1: Pik-Acht Pik-Sieben Pik-Ass -11
Stich 2: Pik-Zehn Pik-Neun Karo-Ass -32
Stich 3: Pik-König Pik-Dame Kreuz-Ass -50
Stich 4: Herz-Sieben und knock out:

die Herz-Zehn deines Mittspielers in Hinterhand ist hochgespielt mit -50 Zwischenstand.

Auch der andere denkbare sinnvolle Zug

Stich 4: Kreuz-König

führt hier (auf Umwegen) mindestens zu 60, wenn dein Mitspieler den Zwischenstand -50 kennt, und nach Einstich in 4 danach "keinen Scheiß baut", und auch wirklich mit Herz-Zehn auf 60 zumacht.

@ Liebelei

deine Darstellung ist nachvollziehbar und das Spiel " done". Aber: Wie wahrscheinlich ist es, dass Kreuz As auf den Pikstich gelegt wird?
Da Kreuz As nur einmal besetzt, Herz 10 aber zu dritt ansteht, ist doch die Wahrscheinlichkeit der Herz -zehn- Schmierung eher gegeben. Oder sehe ich hier was falsch?

stimmt das mit dem buben vorspielen, kann man nicht oft genug erklären.
für die überwiegende mehrheit, die da immer noch ein volles schmiert.

na dann hab ich mal auf nerse gehört.
und kein bube vorgespielt.
Spiel#95.811.877,

@macwing
#95.702.143

Die Frage ist berechtigt.

Aber zu diesem Zeitpunkt, wo der 3.Mann die Karte zuspielen muss, die über Sieg oder Niederlage entscheidet, weiß er schon sehr viel:

Der verwegene Alleinspieler hat zu seinen Kreuz-Bube Pik-Bube Herz-Bube Karo-Bube

Pik-Acht Pik-Neun Pik-Dame (!!)

Nur 3 Karten des Alleinspielers sind also ungeklärt.

Er selbst führt u.A.

Karo-Ass (lange Farbe)

Kreuz-Ass (2-er Farbe)

Herz-Neun Herz-Dame Herz-Zehn

Nachdem der Alleinspieler bereits die 3 "gruseligen" kleinen Pik (ohne Ass!!) führt, und 2 weitere Asse ja beim 3.Mann selbst sind, hat der Grand ja nur eine "Berechtigung", wenn der Alleinspieler wenigstens Herz-Ass führt.

Und er MUSS JA FAST 2-farbig sein, sonst bestünde ja so gut wie gar keine Aussicht für den Alleinspieler, seinen "Gruselgrand" zu gewinnen.

Ich entscheide mich natürlich auch manchmal falsch beim Schmieren, aber hier hätte ich die richtige Entscheidung getroffen, ohne zu zögern oder zu grübeln.

Selbst EIN kleines Herz im Blatt des Alleinspielers führt ja nach diesem Start zu unserem Sieg nach Schmierung Kreuz-Ass.

Und die ohnehin sehr fragwürdige These "ein ungeklärtes Ass darf nicht geschmiert werden" ist hier ja völlig außer Kraft.
Hier jetzt beispielsweise Karo-Dame zu spielen auf -42
bedeutet quasi Aufgabe.
Die Entscheidungsarmut eines Spielers, der hier KEINE Volle zuspielen würde, führt sehr oft zu einem ganz knappen, "unnötigen" Sieg eines Alleinspielers.

Da "krieg ich die Krise" - ich mag diese Alibispielweise einfach nicht, die meistens zwischen 45 und 59 endet.

P.S.: natürlich ist es theoretisch möglich, dass der AS noch 3 mittlere Kreuz führt.
Aber wer spielt im Spiel um Geld einen Grand ohne Ass, wenn er in einer der 2 Farben 8-9-Dame hat?

Zum Thema "Grand mit 4" gäbe es noch sooooo
viel zu sagen -aber das wäre wohl für 95% der Forumsteilnehmer ermüdend......

Aber eines ist GANZ WICHTIG:

man muss komplett umdenken:

wenn es eine Siegchance überhaupt gibt (Voraussetzung ist meist asymmetrische Verteilung mindestens zweier Farben), dürfen die vollen Karten nicht "verdonnert" werden.

Meistens ist jeder einzelne Punkt von Bedeutung:

wenn es irgend möglich ist, gilt es, die Schwachstelle(n) des AS zu finden ODER ZU AHNEN, ohne ihn gleichzeitig in seinen Fehlfarben fett einstechen zu lassen.

Man muss ihn in seinen schwachen Farben schnellstmöglich "stellen", und nicht die sonst manchmal übliche Spielweise verfolgen: "jetzt lasse ich ihn halt erst mal fett einstechen!".

Oft ist dies natürlich ein schwieriges Unterfangen - nicht immer kann dies natürlich gelingen.

Patentrezepte hierfür gibt es nicht - aber für den WIRKLICH AMBITIONIERTEN Skatspieler muss es das Ziel sein, irgendwann so weit zu kommen, dass DIE STRUKTUR EINES GEGNERISCHEN SPIELS schnellstmöglich erkannt wird. Dann, und nur dann, kann man seine Vollen gewinnbringend einsetzen.

Wenn man so weit ist, dass man relativ häufig schon ab Stich 3 oder 4 (manchmal noch früher?) die Schwachstellen des Alleinspielers kennt oder wenigstens ahnt, ist man schon sehr weit.

Um präventiv die schlimmsten Beleidigungen, die wohl von bekannter Seite jetzt aus mir unerfindlichen Gründen wieder kommen werden, zu vermeiden, eins noch:

ich möchte mit diesem Beitrag nicht den Eindruck erwecken, ich sei ein Oberlehrer oder gar ein glänzender Gegenspieler:

das mit weitem Abstand beste Gegenspiel auf dieser Skatseite spielt sweetyyyy01.
Diesem Mädchen liegt das Gegenspiel im Blut - mit ihr am Tisch lerne ICH in einer halben Stunde mehr (im Gegenspiel wohlgemerkt), als wenn ich mir 3 drittklassige Skatbücher reinziehe.
Da "fließt" das Spiel, dass es eine wahre Wonne ist - wir haben oft Spiele, wo wir BEIDE schon in Stich 3-5 den gesamten restlichen Spielverlauf kennen.
Das eigene "Skatselbstbewusstsein" leidet allerdings ggf. ......

hier mal so ein ganz klassisches Beispielt der Alibi Karten ....
https://www.skatstube.de/spiele/95667473-gran...

ohne einen fähigen ms kann ich im gs auch nix reißen ;-) aber wir ergänzen uns da sehr gut liebelei ;-)))

Ja, GenomX - es ist unfassbar - klasse Beispiel.

Selbst wenn dein Mitspieler leider ja vermutlich NICHT WUSSTE, dass ihr 40 habt (ist so - nicht überheblich gemeint - die zählen ja fast alle nicht mit), so muss er einfach wissen, dass der Alleinspieler die 4. Farbe (Kreuz) nicht auch noch führt.

Völlig richtig: da MUSS Kreuz Ass rein zum Sieg, ohne wenn und aber, und ohne hätte und wäre....

eine lehrreiche Diskussion. Dank an alle, die konstruktiv geantwortet haben und bereit sind, ihr Wissen und Erfahrung weiter zu geben.

Wie in jedem anderen Forum gibt es auch Dummschwaetzer, die glauben die Materie zu beherrschen.