Skat für Freunde

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Unterhaltung: SCHÖNE VORWEIHNACHTS ZEIT EUCH

HALLO, ihr alle in der skatstube und hinter den kulissen!!!!

ich wünsche euch von ganzem herzen eine schöne und besinnliche vorweihnachtszeit!
möchte euch ne persönliche freude von mir mitgeben, die hoffnung und demut zugleich ist.

mein sohn - 22jahre - hatte vor ein paar wochen nen sportunfall - sprunggelenk - bänderdehnung.
zufallsbefund beim röntgen: tumor im hakenknochen.
am donnerstag war op - tumor gutartig,
wahnsinns-nebeneffekt: jetzt hat er endlich den lebenswille und kampfgeist, für sein leben verantwortung zu übernehmen.

bitte - freut euch mit uns.
die großen und kleinen dinge, die das leben so wertvoll machen, verstecken sich manchmal vor sorgen und nöten. aber es gibt sie!!!
alles liebe und viele dicke sonnenkrümel für euch.

Danke das wünsche ich Dir auch und gute Besserung für deinen sohn.

maus ich kenne dich nicht persönlich, aber ich kann sehr gut nachempfinden, wie glücklich ihr sein müsst, und ich freue mich auch für euch.
Gerade in der Adventszeit, denkt man öfters über diese Dinge nach, auch wenn sie nicht immer, wie bei euch, glücklich ausgehen,
Wünsche auch allen hier eine besinnliche Adventszeit, egal ob Freund oder Feind

Ich wollte es kommentarlos stehen lassen da dem nichts hinzuzufügen ist.
Es ist so wahr und ich habe nicht nur Gänsehaut bekommen!
Mal drüber nachdenken, alle hier..... und die Welt geht doch nicht unter^^

http://sphotos-e.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/487098_309142012525259_194543679_n.jpg

da weiß man doch das manche dinge die passieren auch was gutes bewirken können ....haben auch so ein tumor nach dem beinbruch meines sohnes gefunden und es hat ihn echt stark und selbstbewusster gemacht ...gute besserung ....allen eine schöne zeit ............

Gedicht zur Weihnachtszeit

Wer gammelt so spät noch durch Sträucher und Tann?
Ich mag es nicht glauben, der Weihnachtsmann.
Sein Mantel ist rot und sein Bart nicht verschneit,
und für einen Schwatz hat er wohl eh keine Zeit.
Die Hände voll mit Tüten von Aldi und Netto,
und bestimmt hat der Alte auch noch andere Marken in petto.

Jetzt wird mir's auch klar und ich wundre mich nich,
das ich jedes Jahr von Aldi nen Schlafanzug krich.
Er schleppt sich kraftlos dahin durch Fichten und Tann
und es ist nicht mehr aus der Kindheit der Weihnachtsmann.

Denn der kam mit einen Schlitten und Rentier davor,
darauf einem *** voll Spielzeug und Süßen und dazu sang ein Engelchor.
Der Weihnachtsmann aus der Kindheit war ein lustiger Mann,
doch der hier ist traurig man sieht es ihm an.

Er schleppt keinen *** mehr mit kleinen Geschenken.
Nein, er hält duzende Plastetüten in seinen knorrigen Händen.
"He Alter", so sag ich ganz still vor mich hin,
"was ist nur aus Dir geworden, was ist des Weihnachtsfest Sinn?"

Da plötzlich dreht er sich zu mir um,
er macht einen Schritt auf mich zu und ich werde stumm.
Dann spricht er zu mir der alte Weihnachtsmann,
und es fällt ihm wohl schwer, man sieht es ihm an.

"Das Fest der Liebe ist es lange nicht mehr,
alle wollen viel Fressen und der Geschenke noch mehr.
Nur die teuersten Geschenke müssen es sein,
aber es gibt auch welche, für die kauf bei Aldi ich ein.

Die Menschen wurden undankbar, geldgeil und gierig
und sagt überhaupt einer Danke, dann klingt das schon schmierig.
Dabei gibt es anderswo viel Kummer und Leid.
Doch daran zu denken hat wohl keiner mehr Zeit.

Auch der Sinn des Christfest von einst ging verloren
wurde einst doch laut Bibel der Heiland geboren.
Doch besinnliche Weihnacht, das kannst Du heute vergessen,
erst Geschenke aufreissen dann kräftig fressen,
welch Kind singt heut noch ein Lied, wer kennt noch ein Gedicht
und nach dem Ursprung der Weihnacht frag ich lieber nicht.

Das heilige Fest wie wir einst es gedacht,
wurde lange schon durch Euch zum Konsumrauschfest gemacht.
Ich schleppe mich ab jedes Jahr mit den teuersten Geschenken
aber an den Ursprung der Weihnacht tut heut keiner mehr denken."

Und als seine Worte zu Ende er bringt,
eine Träne mehr über seine Wangen rinnt.
"Mach's besser, mein Freund" so ruft er mir noch zu,
dann verschwindet er zwischen den Bäumen im Nu.

Noch lange steh ich zwischen Fichten und Tann,
dann mehme ich meine Gedanken zusamm,
ich gehe nach Hause und für mich steht es fest
ich feiere dieses Jahr das alte Weihnachtsfest.

Wir werden zusammen sitzen unterm Tannenbaum
und ich erzähle meinen Kindern von einem Traum.
Von einem Traum eines alternden Mann
den dennoch jeder der will auch erfüllen kann.

Und wir werden der wahren Weihnacht gedenken
und uns nicht sinnlos mit Werten beschenken,
und singen die alten Lieder im Kerzenschein,
ja, und wer weiß, vielleicht kehrt der alte Weihnachtsmann dann bei uns ein.

Ich wünsche es mir und Euch allen von Herzen
eine frohe gesunde Weihnacht ohne Ärger und Schmerzen,
ohne viel Stress mit viel mehr besinnlicher Zeit,
die Ohren macht auf, die Herzen macht weit.
Ich hoffe es wird ein Fest der Liebe und Freude denn dann,
und das sage ich Euch schon heute, gibt es irgendwo zwischen Sträuchern und Tann,
einen alten, aber glücklichen Weihnachtsmann.

Ich freue mich für Dich und Deine Familie, leider haben nicht alle Menschen einen so positiven Befund. Da lernt man das Leben erst zu schätzen.

Liebe ♥Grüße
Deine Skatfreundin
Petra

Maus, ich freue mich für Dich u. Deinem Sohn u. wünsche ihm u. allen anderen Leidenden gute Besserung. Wünsche allen eine besinnliche u. fröhliche Vorweihnachtszeit.
LG Joe

klasse Zeilen Bärbel !
Freu mich mit für Deinen Sohn und Dich, da Du stets ein Rückhalt bist.
Eine besinnliche Adventszeit Allen hier.
Drück Dich mal *mausedoll* :-)

wie jetzt mause??^^^^

Dich auch ! piep **

neinnnnnnnnnnnnnnnn
i brauch gerade nen doppelpiiiiiiiiiiep..., schneidezahn verloren bei de weihnachtsfeier.....hiiiiiiiiiilfeeeeeeee....-(

allen eine schöne vorweihnachtszeit! ^^

oweh ! du sollst aber den korken nett abbeissen :-(
doppelpiep **
hilfe nur von der zahnfee

Liebe Bärbel
Ich bin glücklich mit Euch und wünsche Euch eine gesegnete Adventszeit. Elfriede die Freude

in abwandlung:wer gutes saet,wird schönes ernten.
maus,deine worte berühren
möge der sinn der weihnachtszeit einzug halten

danke für eure lieben worte.
ich hoffe sehr, dass diese begebenheit ein hoffnungsschimmer für euch beinhaltet!!!! es gibt sie noch, die kleinen wunder...

aber nur noch bis zum 21.12

Dieser Eintrag wurde entfernt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut, sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
SIE WÜSSTEN ES; WÜRDEN WIR ES IHNEN SAGEN.

Petrus Ceelen

http://www.youtube.com/watch?v=59g82jK1f1g

und es kam schlimmer....

http://www.youtube.com/watch?v=jS-TpUH2IZM

ach ja, hier der text für
http://www.youtube.com/watch?v=59g82jK1f1g

Kind: Mama? Was war denn des grad da draußen vorm Fenster?

Mama: Des? Des war´s Christkindl. Hast as gseng, mit seine goldenen Locken?

Kind: Jaa. Es war wunderschee. Wann is denn endlich Weihnachten?

Mama: Bald Kloane, es dauert nimmer lang. Und bis dahin dea ma...

Schlittenfahrn, im weichen Pulverschnee
Am Christkindlmarkt mit 'ner Tasse Glühwein steh
Und aus Mamas Küche kommt da Plätzla-Duft
Weihnachtszeit liegt in der Luft.

Weihnachtszeit in Bayern
Weihnachtszeit daheim
Weihnachtszeit in Bayern
So gmiatlich soll es sein

Weihnachtszeit in Bayern
Und die Glocken kling´n
Weihnachtszeit in Bayern
Und die Engal sing´n
Weihnachtszeit in Bayern

Wenn da Kerzenschein aufm Adventskranz leicht
Auf der Couch is warm und draußen koid und feicht
Und wir alle im ANTENNE BAYERN Land
Wissen scho, jetzt dauerts nimmer lang

Weihnachtszeit in Bayern
Weihnachtszeit daheim
Weihnachtszeit in Bayern
So gmiatlich soll es sein

Weihnachtszeit in Bayern
Und die Glocken kling´n
Weihnachtszeit in Bayern
Und die Engal sing´n
Auf ANTENNE BAYERN

»Kräuterbäb«
Eine Weihnachtsgeschichte aus der Eifel
Johannes Friedrich Luxem
Wintertag
Seit Tagen fiel der Schnee auf das kleine
Eifeldorf, auf kahle Felder und die dunklen, großen Wälder. Alles,
Häuser, Hecken, Bäume, Straßen waren bald eingehüllt vom dichtgewebten
weißen Tuch einer glitzernden Schneedecke. Von schweren grauen Wolken
war der Himmel bedeckt; nur westwärts über der Hügelkette blieb ein
türkisfarbener Streif sichtbar, der gegen Abend überging in ein
verwaschenes Rot, das den Saum der Wälder für Augenblicke in
fremdartigem Licht erglühen ließ. „Et Christkendche ös am Plätzje
backe“, riefen die Kinder und sie freuten sich auf das kommende
Christfest. „Es wird eine weiße Eifelweihnacht sein“, sagte der
Dorfpfarrer im warmen Pastorat und setzte sich mit seinem Glas Punsch an
den Kachelofen. „Der hundertjährige Kalender hat einen langen, eisigen
Winter prophezeit“, meinte seine Schwester, die ihm in der
Abgeschiedenheit und Weltferne des Dorfes den Haushalt führte und die
sich heimlich zurücksehnte in die schöne alte Stadt mit den vier Toren,
der Stadtmauer, den Fachwerkhäusern, der gotischen Hallenkirche und den
schmalen Gassen. „Mein Gott, wie dunkel es doch hier oben ist“, seufzte
sie; „da draußen kann man nicht die Hand vor den Augen sehen!“ „Ja“,
meinte der Bruder, „im Winter sind wir hier oben in der Vulkaneifel wie
Verbannte, eingeschneit, abgeschnitten von Leben und Trubel der Stadt.“-
Und er nahm sein Ideenbüchlein, in das er treffende Gedanken und
Stichworte für seine Sonntagspredigt eintrug. Diesmal - so nahm er sich
vor - wollte er in seiner Weihnachtspredigt über Gegebenheiten sprechen,
die das Geschehen der Heiligen Nacht wie eine Klammer umgaben: dass nur
aus tiefer Stille heraus ein Wohlklang von Schalmeien und Engelschören
beim Gloria in Exelsis zu vernehmen sei. Und ferner, dass nur aus
lastender Dunkelheit und Finsternis das Aufleuchten des großen Sternes,
Lichterströme aus Himmelshöhen zu erfassen seien. Und weiter notierte
er, wie sich Einsamkeit und Stille wandelten in Bewegtheit und
überirdische Klänge, in wundersame Melodien wie sie kein menschliches
Ohr je vernommen.
Einsamkeit und Stille
Doch, um Dunkelheit, Stille und
Einsamkeit zu empfinden brauchte man nicht erst zu den ach so weit
entfernten Fluren Bethlehems zu pilgern.
Im Eifeldörfchen gab es eine Stelle, wo
diese drei Gefährten zuhause waren: im windschiefen Fachwerkhäuschen der
alten Kräutersammlerin Barbara Leyendecker, im Dorf und der ganzen
Gegend nur „dat Kräuterbäb“ genannt. Hier, abseits vom Dorf, am Beginn
eines Hohlweges lagen Häuschen, Stall, Scheune und Kräutergarten der
alten Frau. Ein Schäferhund bewachte das Anwesen; im Stall zerrten drei
Ziegen - knochiges, eigenwilliges Viehzeug - an der Kette. Daneben, im
Hühnerstall, hauste das Federvieh in steter Furcht vor Murr, dem alten
Kater, den Bäb manchmal in einen Käfig sperrte. Jeden Tag redete sie mit
ihrem Vieh, nannte alle beim Namen und stets gab es darauf ein
Gegacker, Ziegenmeckern, Hundegebell und Hahnenschrei. Da hätte bei
solcher Zwiesprache zwischen Kräuterbäb und ihren Kreaturen sogar der
Heilige Franziskus seine stille Freude gehabt, der, wie man weiß, sogar
stumme Fische zum Reden brachte. Immer, wenn die Bäb der Stille
überdrüssig wurde, wenn Lautlosigkeit in ihren Ohren zu rauschen begann,
vollzog sie ein kleines Ritual. Sie deckte den großen Holzkäfig, der in
einer Ecke ihrer niedrigen Stube stand, auf; es war das Gittergehege,
in dem Jakob, der sprechende Rabe hauste. Dann redete Bäb mit dem
Schwarzrock, der gegen die Käfigstäbe pickte und mit gutturalen Lauten
unermüdlich Wörter und Sprüchlein hersagte, die seine Herrin ihm
beigebracht hatte. „Guten Tag, guten Abend, willkommen!“, rief er immer
wieder und als Höhepunkt seines Wortschatzes krächzte er „Frohe
Weihnacht!“ „Still jetzt, Schluss!“, rief die Bäb ihm zu „Et öß noch zo
früh für et Chrestfest“, und sie drohte dem Schreihals mit dem Finger
und siehe da - der Rabe schwieg!

Schätze
Im Stübchen hinter der Küche aber lagen,
standen und hingen die Schätze und die Geheimnisse der alten Kräuterbäb:
all die mühsam im Sommer und im Herbst gesammelten Heilkräuter, die
Blüten, Blätter und Wurzeln von Blumen und Sträuchern. Alles war hier
beisammen, gestapelt, von kundiger Hand geordnet, das Heilkräfte besaß,
alles, das bei Krankheiten und langwierigen Leiden helfen und heilen
konnte. Auf Regalen standen die Gläser mit giftigen Substanzen,
sorgfältig verwahrt, mit Zettelchen versehen und mit exakter
Sütterlinschrift bezeichnet. Sogar der alte Apotheker aus dem Städtchen
im Tal besuchte die Bäb hin und wieder, kaufte ihr besonders seltene,
wirksame Heilkräuter ab. Dass die Bäb in den Jahren ihrer Einsamkeit ein
wenig menschenscheu und ängstlich geworden war - wen sollte dies
verwundern. Und so schloss sie auch an diesem eisigkalten dunklen
Wintertag ihre Doppeltür ab, schob noch zwei schwere Eisenriegel vor.
Aber, wer sollte wohl in dieser Nacht bei Kälte, Stürmen und Dunkelheit
den Weg finden zum einsamen Gehöft der Kräuterfrau, jetzt, wo der
Hohlweg bereits von mächtigen Schneewehen bedeckt war? Bäb schloss die
Fensterläden, legte Buchenscheite nach in den Kaiser-Wilhelm-Ofen,
gusseisernes Prachtstück, dessen Haube von einem Adler verziert war. Der
spreizte seine Eisenflügel, als wollte er davonfliegen, fort aus der
Enge der Stube. Bäb schlürfte ihren Haustee, dessen Ingredienzien ihr
Geheimnis blieben, putzte den Lampendocht und schlug ihr uraltes, dickes
Kräuterbuch auf. Da war nun alles verzeichnet, in Farbe abgebildet und
umständlich beschrieben, das in der Hierarchie der heilenden Kräuter und
Gewächse Bedeutung aufwies: Rosskastanienrinde gegen Krampfadern und
das Gliederreißen, Holundersäfte gegen Grippe und Heiserkeit, Hagebutten
bei Nierenweh und Magenkrämpfen, Brennesseln zur Blutreinigung,
Borretsch gegen Herzrasen, gegen den Husten Salbei, Thymian
gegen Krämpfe, Paeonienrosen, Gichtwurz, Benedicterosen, Venedischrosen,
Pfingstrosen viele Namen für eine Heilpflanze, die Bäb besonders
schätzte. Und sie las im alten Folianten: „Galenus schreibet, dass als
lang ein Kind der Fallendtsucht erlediget ward, wann die Wurtzel von
Pfingstrosen nit an ihm hienge, ward es bald wieder kranck.“ - So viele
Heilkräuter,
Tinkturen, Tee, Salben, Ingredienzien - doch- sich selber konnte die Bäb
nicht helfen. Gegen ihr Leiden war kein Kräutlein gewachsen, gegen den
Seelenschmerz an dem sie litt, seitdem die einzige Tochter nach langem,
heftigem Streit das Haus verließ und in die ferne Stadt gezogen war.
Drei Jahre war das schon her und Bäb wartete vergebens auf ein
Lebenszeichen. Sie selbst verschloss sich immer mehr der mahnenden
inneren Stimme, konnte ihn nicht tun, den ersten Schritt zu Versöhnung
und Friedenstiften.
Seltsamer Gast
Und während sie nachgrübelte und spürte,
dass sich die Verhärtung ihres Herzens nicht lösen wollte, vernahm sie
da draußen ein eigenartiges Geräusch. Es hörte sich an, als kratze
jemand an den Fensterläden; dann, nach einer Weile, an der Tür. Seltsam,
dass der Hund nicht einmal bellte, ihr Wächter, auf den sie sich immer
verlassen konnte. Da! Wieder dieses Geräusch; jetzt ein zaghaftes
Klopfen. Bäb erschrak. Wer sollte wohl in dieser Winternacht den Weg
finden hierher zu ihr? Ob jemand im Dorf erkrankt war, ein Kind
vielleicht, das Hilfe brauchte? Bäb ging zur Tür, löste die Riegel, ließ
nur einen schmalen Spalt offen und staunte. Im Schein der Lampe sah sie
da draußen einen alten Mann zitternd stehen. Die Gestalt war in ein
bräunliches,
zerschlissenes Leinentuch gehüllt, so, wie die Menschen in längst
vergangenen Zeiten gekleidet waren. Gebückt stand der Fremdling da auf
der Treppe, mit eigentümlich gewölbtem Rücken. „Mein Gott“, dachte Bäb,
„der Arme, er ist sicher krank.“ Und in einer Aufwallung plötzlichen
Mitleids öffnete sie die die Türe und ließ den Bettelmann ins Haus. Der
freilich war vor Kälte wie erstarrt, dankte leise für die freundliche
Aufnahme, ging zögernd zum warmen Ofen und rieb seine starren Hände.
„Seltsam“, dachte die Bäb, „es ist doch ein alter, gebeugter Mann, was
der nur für schöne Hände hat, langfingerig, zart, mit einer fast
durchsichtigen Haut. Und erst sein Antlitz! Keine Falten, dunkle Locken
fallen ihm ins Gesicht, aus dem die Augen geradezu leuchten.“ Bäb bekam
es mit der Angst zu tun. Wen hatte sie da mitten in der Nacht vor dem
Christfest in ihr Haus gelassen! Doch sie zügelte Ängstlichkeit und
Neugierde, setzte dem Halberfrorenen erst einmal eine große Tasse heißen
Kräutertees vor. Als der fremde Gast getrunken und sich gewärmt hatte,
zog er aus den Falten seines Gewandes eine kleine blaue Kerze, stelle
sie in die Mitte des Tisches und entzündete sie. Bäb kam aus dem Staunen
nicht mehr heraus. Der unscheinbare Kerzenstumpf gab einen wunderbaren
Lichtschein von sich, der die ärmliche Stube erfüllte und den Dingen
einen sonderbaren fremden Glanz verlieh. Die Alte wusste nicht wie ihr
geschah! Mit offenem Mund saß sie da, konnte sich nicht sattsehen am
warmen, goldenen Lichtschein, der die karge Stube verwandelte. Endlich
fasste sich die Kräuterfrau ein Herz und fragte ihren nächtlichen
Gast:“Wer bist du - und wo kommst du her?“ „Von weit komme ich her, bin
einen langen Weg gegangen; durch Nacht und Kälte bin ich gelaufen, bis
ich dein Haus endlich gefunden habe“, entgegnete der Fremde. „Aber, wo
bist du zuhause?“, wollte die Bäb wissen, „deine Sprache hört sich fast
so an wie die unsrige, so, als ob du von hier wärest.“ „Wo ich
herkomme“, entgegnete der Fremde, „da spricht man alle Sprachen dieser
Welt, auch euer Eifler Platt.'“ Und lächelnd, wie zur Bekräftigung fügte
er hinzu:“Un ech mohs soohn, dat et en besunners schöne Sprooch ös; me
föhlt sech ömmer doheem, wenn me datt schwätzt onn hüet!“ Bäb kam aus
dem Staunen nicht mehr heraus. Der Fremde aß vom Weihnachtshefezopf,
trank Tee, hob seinen schönen Kopf, so dass der Lichtschein ihn voll
erfasste. Seine Augen begannen zu leuchten und er sprach - als ob dies
die verständlichste Sache der Welt sei: „Erschrick nicht, ich komme
geradewegs her von den Fluren Bethlehems, von Hirten, Engeln, Stall und
Krippe und ich bringe dir Licht in deine Dunkelheit, schenke dir
Erleuchtung, Freude und Hoffnung.“ „Aber“, rief die Bäb, die als echte
Eiflerin allem Fremden gegenüber vorerst recht misstrauisch blieb,
„aber“, wagte sie den Einwand, „das, wovon du sprichst ist doch schon
zweitausend Jahre her!“ „Zeit spielt für uns keine Rolle; wir sind ihr
nicht unterworfen“, sagte der Gast. „Weißt du denn nicht, dass sich das
Wunder von Bethlehem jedes Jahr auf wunderbare Weise wiederholt?“ Ob das
ein Engel ist, dachte Bäb. „Aber“, rief sie, „du siehst ja gar nicht
aus wie ein Engel. Unsere Engel in der Dorfkirche sehen ganz anders aus
mit ihren großen goldenen Flügeln.“ Doch während sie das sagte geschah
etwas Sonderbares: der gewölbte, gekrümmte Rücken des alten Mannes
begann sich unter dem linnenen Armeleutegewand zu dehnen und es wurden
die Spitzen zweier Flügel sichtbar, die im Kerzenlicht schimmerten wie
Gold. Und während Kräuterbäb noch wie erstarrt auf das Unerklärliche
blickte, ihre Augen nicht lösen konnte von Glanz und Erscheinung, erhob
sich der Fremde, wandte sich an der Türe noch einmal um und sprach mit
leiser Stimme: „Vergiss nicht, dass Christnacht ein Fest des Friedens
und der Versöhnung ist, Barbara, denk
daran!« Dann war er mit einer segnenden Geste in der Dunkelheit der
Winternacht verschwunden.

Epilog
Am Weihnachtsmorgen betrachtete Bäb den
blauen Kerzenstumpf, drehte und wendete ihn nach allen Seiten, ohne
etwas Besonderes entdecken zu können. Der Stumpf sah aus wie alle
Kerzen; nur der schwarze Docht wurde von einer gläsernen Schicht
umschlossen, die sich nicht lösen ließ. Draußen vor der Tür fand Bäb
Fußstapfen im harschen Schnee. Seltsamerweise waren sie klein, so, als
stammten sie von einem Kinderfüßchen. Auf der Treppe lagen verstreute
Federn und zu ihrer Enttäuschung sah Bäb, dass nicht die Spur von Gold
daran zu entdecken war. Nein! Es waren ganz gewöhnliche Vogelfedern. Sie
ähnelten den Schwungfedern großer Waldtauben, doch über ihnen lag ein
Glanz von Seide und Brokat. Bäb sprach mit niemandem über ihr
geheimnisvolles nächtliches Erlebnis, diese unerklärliche Begebenheit in
der Nacht vor dem Christfest. Sie trug ihre Erinnerung an die
wunderbare Begegnung in ihrem Inneren wie einen kostbaren Schatz, den
man hüten muss, der nur ihr allein gehörte, wenngleich das Bild der
Erscheinung im Laufe der Jahre mehr und mehr verblasste. Doch die
Friedensmahnung des Mannes mit den Goldflügeln im Armeleutegewand zeigte
Wirkung. Bäb versöhnte sich mit ihrer Tochter, holte sie mit ihrem Kind
zurück in ihr Haus. Und je älter sie wurde in ihrem windschiefen
Kräuterhaus, desto mehr glaubte sie, dass alles nur ein wunderschöner
Traum gewesen sei, eine Botschaft freilich von strahlendem,
unvergänglichem Licht. Ein Leuchten, das Tröstungen brachte in ihre
Dunkelheit und das fortan ihr Dasein mit einer tiefen, stillen Freude
erfüllte.

Ja, so war es früher in meiner alten Heimat....... karg, rauh, hart.............. aber sehr herzlich

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen

und wecken Freude in allen Herzen.

Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,

was sollen wir singen, was sollen wir sagen?

Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste

vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!

Wir wollen euch danken für alle Gaben

und wollen euch immer noch lieber haben.