VETTELmitmTURBO, 20. Februar 2026, um 00:26
Hey ho!
Heute Abend war bei mir das Thema wie oft es Sinn ergibt und wie erfolgsversprechend es ist unterm Ass auf -und anzuspielen...
Ich denke etwas, was jeder kennt, der länger Skat spielt und ein Punkt, der sehr umstritten ist! Meine persönliche Auffassung dazu ist, dass es schon gelegentlich die sinnvollste Variante ist (auch unabhängig vom Reizwert, also z.b. bei passe passe..), aber auch oft und gerne überstrapaziert wird! Und zwar in Lagen, wodurch genau dadurch auf tot stehende Gegenspiele ungewinnbar werden... schon auch ärgerlich dann..
wie sind da eure Erfahrungen?
Habt ihr vll ein paar stichhaltige Bsp, die anschaulich illustrieren wann in welchen Lagen sowas durchaus sinnvoll ist (insbesondere aus welchen Motiven heraus)?
Was wären no-go-Situationen, in denen man sowas (unbedingt?) meiden sollte, es aber evtl verlockend sein könnte...?
vielen Dank im Voraus für alle Beiträge!
VETTELmitmTURBO, 20. Februar 2026, um 00:44
Vorab hier Mal ein paar Fälle dazu.. (wie gesagt, alle heut Abend... zog sich bissl durch wie ein roter Faden an meinem Tisch..daher kam ich drauf...)
#410.943.351 - Stich 3..?
#410.946.877 - Stich 2..? Welcher Plan..?
#410.946.739 - Grandgegenspiel bei pass pass - unterm Karo Ass wie hier oder doch direkt Ass..?
#410.946.689 - hier sogar auf die 20er Reizung! also eig ja höchstwahrschinlich Stechfarbe, aber wie sinnvoll ist das hier?
#410.945.695 - hier mal gelungen, auf den AS in MH pik kö...
und noch eins ausm "Kuriositäten"bereich#410.943.711 - Aufspiel?
Kartenvernichter, 20. Februar 2026, um 11:40
Aufspiel unterm Ass? Selten, kommt aber ab und zu mal vor. Trumpfschwach oder gar kein Trumpf und keine weiteren Vollen. König zu dritt, Dame zu dritt, Ass mit Dame und Doppellusche und kein Trumpf.
Allerdings spiele ich dann eine Lusche auf, gerade wenn mein MS in MH sitzt um zu signalisieren, das ich das Ass habe. Wenn der AS in MH sitzt, wird es wohl eher ein Aufspiel vom König zu dritt werden.
Mirle, 20. Februar 2026, um 14:54
zuletzt bearbeitet am 20. Februar 2026, um 14:55
Das sagt KI dazu:
Das Ausspielen „unter dem Ass“ (eine Lusche/kleine Karte unter dem Ass ausspielen) ist beim Skat eine fortgeschrittene Verteidigungstaktik, die nur in bestimmten Situationen angewendet werden sollte. Es handelt sich oft um eine Notlösung, wenn man wenig Trumpf und wenig volle Karten (10er) besitzt. Hier sind die wichtigsten Szenarien und Regeln:
Zweck: Es dient dazu, das eigene Ass zu schonen und gleichzeitig den Mitspieler (in Mittelhand) in eine Farbe zu bringen, in der der Alleinspieler (in Hinterhand) voraussichtlich stechen muss.
Situation: Es wird häufig angewendet, wenn man ein Ass von einer Farbe hat, die der Partner gereizt hat, man aber wenig Trumpf besitzt, um das Ass „sicher“ zu bringen.
(Wann nicht?) Wenn du Ass und 10 einer Farbe hast, solltest du diese Farbe laut Grundregeln eher nicht ausspielen, sondern wechseln.
Voraussetzung: Diese Taktik funktioniert am besten, wenn der Mitspieler versteht, dass eine „Lusche“ in diesem Kontext bedeutet: „Ich habe das Ass, übernimm du“.
Fazit: Man spielt unter dem Ass aus, um Vollen zu schonen und den Partner in einer schwachen Trumpf-Situation ins Spiel zu bringen. Es ist eine „Notlösung“, die taktisches Verständnis beider Verteidiger erfordert.
Gefragt habe ich aus Spaß und Neugier. Die Antwort überraschte ein wenig. Gestern habe ich mit KI Skat gespielt, es war auch interessant. Wir Menschen bringen es fertig und katapultieren uns aus unserem eigenen Leben.
Kartenvernichter, 20. Februar 2026, um 15:22
Mirle....wir sind dazu auf dem besten Wege....
Ernst1960, 20. Februar 2026, um 19:09
Immer das AS aufspielen, zur Klärung der Farbe oder nur dann schonen, wenn man Trumpf frei ist. Ansonsten Augenschonen schlecht.
Petor, 20. Februar 2026, um 20:22
zuletzt bearbeitet am 20. Februar 2026, um 20:22
Manch einer kommt im Stadium der Selbstüberschätzung der eigenen Skat-Fähigkeiten gerne auf diesen Trichter und macht es dann viel zu oft...so mein Eindruck.
Ich schätze meine Fähigkeiten als extrem mittelmässig ein (immerhin
) und lasse (meist) die Finger von diesem "Move". Es erscheint mir einfach relativ kompliziert, dafür den richtigen Zeitpunkt zu finden und man kann leicht sehr viel Schaden anrichten. Da bin ich im Zweifel eher konservativ.

Ramare, 21. Februar 2026, um 00:28
Ich spiele hier und da schon mal unterm Ass. Was ich mir vorher aber immer überlege ist folgendes:
bekomme ich mein Ass anderweitig geschmiert?
Hat mein Partner diese Farbe evtl. gereizt?
Kann ich mit dieser Farbe später weiter Druck ausüben?
Was ganz interessant ist, ist folgendes:
AS ist in HH. Nun Lusche unter Ass! Ob diese Lusche nun stark oder schwach ist, hat mit der Lusche nicht unbedingt was zu tun, sondern mit der Karte, die der Partner dazu legt.
LouisDega, 21. Februar 2026, um 08:41
Der natürliche Feind des „unter dem Ass aufspielen“ im Gegenspiel ist das Oben lassen der blanken 10 dieser Farbe beim AS.
Distel, 21. Februar 2026, um 11:27
Die von Vettel angeführten Beispiele zeigen, dass diese Taktik einen Mitspielenden braucht, der konsequent den Stich übernimmt und/oder Punkte anbietet. Ohne diesen ergibt sich für den AS eine günstige Gelegenheit, Fehlkarten abzuwerfen. Also Vollkatastrophe.
Mit einem solchen Mitspielenden empfinde ich diese Taktik großartig, um meinen Partner aus der Mittel- in die Vorderhand zu bringen, bzw. den AS zum Stechen zu zwingen.
LouisDega, 22. Februar 2026, um 09:24
Beim Aufspiel unter dem Ass von hinten droht, dass der MS in Mittelhand das Ganze missinterpretiert. Deshalb sollte man ein solches Aufspiel, wenn nicht bessere möglich sind, als ultima ratio wohl nur dann in Erwägung ziehen, wenn aus dem Reizverhalten für den MS in Mittelhand erkennbar ist, dass diese Farbe beim Partner stark ist. Dann kann und muss der MS auf dies Karte steigen. Auch wenn er etwa von der Farbe Zehn und Lusche hat, ist dann zwingend mit der Zehn zu steigen. Auch bei einem Bild und einer Zehn würde ich tendenziell mit der Zehn steigen, um billige Abwürfe zu vermeiden.
Aus diesem Motiv lässt sich herleiten, dass ein Aufspiel unter dem Ass von hinten mit vom Aufspielenden geführten Ass und Zehn nicht Ziel führend sein wird.
Traumprinz, 22. Februar 2026, um 12:42
zuletzt bearbeitet am 22. Februar 2026, um 12:43
Gucke in Vorhand in diese Karte und denke mir: "einpassen würde ich nicht!" Höre aber dann die 18 und beschließe: "naja, doch ne Prise zu dünn für mehr..."
Mittelhand sagt Herz an
spielnurgrands, 22. Februar 2026, um 13:22
LouisDega, 22. Februar 2026, um 18:45
zuletzt bearbeitet am 22. Februar 2026, um 18:54
Hier sah ich keine sinnvolle Alternative zum Anspiel unter dem Ass.
Ska2t, 01. April 2026, um 02:13
#412.767.883
Machte hier unter Sinn oder war das nur Glück?
VETTELmitmTURBO, 01. April 2026, um 08:03
Ja!! Bestenfalls sogar direkt im Aufspiel! Mit karo klärst ja auch nur dem Alleinspieler - das ist dann nachm ersten Stich auf Abwurf eig erst dran... Also von deinem Partner LG