Unterhaltung: Volks -Erwachsen- und Weiterbildung

Spielerin1962, 08. Januar 2011, um 01:26

Zettel, du lässt dir auch kein X für ein U vormachen. Die Zusammenhänge habe ich noch gar nicht gesehen. Meinste echt, das das alles zur Kriegslist bzw. Produktion dient. Boh, wie hart.
Da wird es doch höchste Zeit, das wir Kriegsdienstverweigerer werden und uns was besseres überlegen.
Grundsätzlich finde ich ne Schule ja gut und wenn wir es schaffen ihr einen anderen Sinn zu geben, ist die Sternenflotte gerettet.:-))

duschlampe, 08. Januar 2011, um 01:35

Endlich mal ein sinnvoller und interessanter Thread hier... bevor ich mich zu dem Thema äussere eine Frage vorweg...
wann , wo sollte Erziehung beginnen ?
wie soll ein Pädagoge ein Kind / Jugendlichen bilden, wenn vorher keine Bildung / Erziehung / Zeit für ihn da war ?

duschlampe, 08. Januar 2011, um 01:38

Damit meine ich unsere gesamte Gesellschaftsform... die Eltern haben aufgrund von Arbeit / gesellschaftlichen oder privaten Problemen leider nicht mehr die Zeit oder Lust, sich frühzeitig um grundlegende Erziehung zu kümmern... diese kann kein Pädagoge aufholen... schon gar nicht, wenn er 25 oder 30 solcher vor sich hat ...

barolo49, 08. Januar 2011, um 03:37

Nein, Spielerin mir geht es nicht um Sex,
nicht immer.
Ich reflektiere und ich zitiere gern!

"Der Krieg ist aller Dinge Vater." - Heraklit
vor 2500 Jahren.

"Alle Leute haben eine Nähmaschine,
ein Radio, einen Eisschrank und ein Telefon. Was machen wir nun? fragte der Fabribesitzer. Bomben, sagte der Erfinder.
Krieg, sagte der General.
Wenn es nicht anders geht,
sagte der Fabrikbesitzer."
- Wolfgang Borchert
Dieser deutsche Schriftsteller wurde nur 26 Jahre alt. Er starb 1947 an den Folgen seiner Kriegsverletzungen.

"Als zum erstenmal das Wort »Friede« ausgesprochen wurde, entstand auf der Börse eine Panik. Sie schrien auf im Schmerz: Wir haben verdient! Lasst uns den Krieg! Wir haben den Krieg verdient!" - Karl Kraus

Der Meister der "geilen Sprüche" hatte ein bisschen mehr Glück. Für einen österreichischen Juden ist ihm viel erspart geblieben.
Er starb er im Geburtsjahr meiner Mutter.
Ein vom Schicksal gesandter Fahradfahrer gab ihm 1936 den "Gnadenstoß".

Ex-Stubenhocker #58149, 08. Januar 2011, um 11:08

ich glaube runkel in einer sache irrst du dich. chemie ist sicher nicht unwichtig. es kommt immer darauf an was du später arbeitest. mal ein ganz einfaches beispiel, wie viele menschen arbeiten im metalhandwerk. arbeiten mit metalischen werkstoffen. kleben, schweißen ist in der verbindungstechnik nicht mehr weg zu denken. diese prozesse sind ein komplexer chemischer ablauf. planer, konstrukteure, anwender und bediener müssen diese abläufe, die möglichen fehler, einfach die prozesssicherheit begreifen. ohne das periodensystem auch nur verstanden zu haben, wirst du daran dann verzweifeln.
unwichtig ist chemie sicher nicht bei der massse an menschen die nacher damit zu tun haben.

Andi0259, 08. Januar 2011, um 11:44

Die absoluten Grundlagen der Chemie wie Periodensystem, Säuren/Basen Oxydation/Reduktion sollen ja auch gelehrt werden, Solstice.
Die spezifischeren Dinge in den jeweiligen Fachgebieten zu vermitteln, sollte jedoch noch vielmehr die Aufgabe der Berufsausbildung (Lehre, Studium) sein.
Meiner Meinung nach müsste der Schulstoff viel mehr in die Breite und weniger in die Tiefe gehen.

Spielerin1962, 08. Januar 2011, um 17:16

Oh, Wolfgang Borchert ...gehört auch zu meinen Lieblingsautoren. Seine intensive Art die Kriegs- und Nachkriegswirren auszudrücken, hat auch mich berührt. Er macht wirklich deutlich, zu welchem Schwachsinn die Menschen in der Lage sind und welches Elend dabei mit jedem Einzelnen passiert. Da hat barolo und zettel Recht, sich dessen bewusst zu sein. Um so wichtiger ist es daher, seine Energie auf friedenstiftende Gedanken und Taten zu lenken. Jeder ist verantwortlich!

Spielerin1962, 08. Januar 2011, um 18:25

Runkel, ich weiß nicht ob das richtige Mass an Stoff in den einzelnen Fächern angeboten, ne besser aufgedrückt wird ( es gibt ja schließlich Noten), dass einen Gesamtüberblick an Allgemeinwissen braucht. Wenn ich an meine Schulzeit denke, blieb auch nicht viel hängen. :-(
Ich hatte einen Chemielehrer der gleich zu Beginn des Schuljahres sagte, "im Chemieunterricht muss es stinken", Soweit dies möglich war, durften wir die Theorie in die Praxis umsetzen und chemische Versuche durchführen. Ich weiß heute sogar noch wie Eiweiß gerinnt :-))
Ich geb dir auf jeden Fall Recht, dass das praktische Anwenden um Dinge zu begreifen, sehr wichtig ist.
Die meisten Menschen lernen visuell, also übers Sehen. Die auditive Methode übers Hören zu lernen, ist bei vielen die schlechter ausgebildete Form. Wenn dann noch die praktische Möglichkeit dazu kommt, also übers tun, ist für jeden was dabei. Na ja, das sind halt Wünsche die vielleicht der ein oder andere Lehre schon begriffen hat, mit den anderen müssen wir noch Geduld haben. Seufts....
Was du über deine Tochter schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Da fragt man sich als Elternteil, was man da machen soll? Ich weiß nicht wie deine Tochter tickt, ich kann dir ja mal erzählen, wie es bei meinem "Knallersohn" :-)) war.
Hab ja schon in einem anderen Beitrag erwähnt, dass Partys sein Lebensinhalt ausmachten. Natürlich mit morgens nicht aufstehen können, zur spät zur Schule oder erst gar nicht hin gehen. Er wusste auch, dass er von mir kein Entschuldigungsschreiben bekam, so war der Ärger für ihn vom Lehrer und Rektors Seite nicht weit. Es kam irgendwann soweit, dass er vor Schulbeginn zum Direktor musst um seine Anwesenheit absegnen zu lassen.
Zum Glück war es eine weiterführende Schule, so konnte ich ihm die Frage stelle, wie er seinen zukünftigen Weg weiter gehen will. Innerlich habe ich mich für alle Antworten geöffnet und wäre auch mit einem Abbruch der Schule einverstanden gewesen. So war es an ihm eine Entscheidung zu treffen. Meine gelöste Haltung, ließ ihm plötzlich eine Freiheit die ihn ins grübeln brachte. Ich glaub schon am nächsten Tag, sagte er mir, dass er die Schule weiter machen will. Spätestens ab diesem Tag wurde ihm klar, dass es sein Leben ist und er die Verantwortung dafür hat, mit allen Konsequenzen. Zumindest war ich ab diesem Zeitpunkt gelöst und braucht mich wegen irgendwelcher Partys bei denen er war, keinen Kopf mehr zu machen.
Das Ende erzähl ich auch noch. Er hat sein Abitur mit hängen und würgen geschafft. Ich bin mir sicher, wenn ich nicht noch zum richtigen Zeitpunkt los gelassen hätte, wäre es nicht sein Weg geworden. Und was für jeden Einzelnen wirklich der richtige Weg ist, weiß nur der Betreffende selbst. Wir Eltern haben nur den Job, unsere Kinder zu diesem Weg zu ermutigen und so wenig Steine wie möglich in den Weg zu stellen.

Andi0259, 08. Januar 2011, um 19:25

Spielerin, das war ein cleverer Schachzug von dir, deinem Sohn ganz schonend und sanft beizubringen, dass er ja SEIN Leben mit dieser Einstellung in eine falsche Richtung lenkt, indem du ganz einfach losgelassen und ihm damit die freie Wahl gelassen hast. Damit so eine Taktik greift, bedarf es aber auch eines Charaktertypus, der für derlei Überlegungen auch empfänglich ist. Du hast ihn ganz einfach bei seinem Ehrgeiz gepackt.

Meine Tochter ist da anders gestrickt, da sie Meisterin im Verdrängen ist und meint, ein Problem einfach aussitzen zu können, z.B. die Abschluss-Matheprüfung. Und da hilft leider nur die sehr viel aufwändigere Methode: sie wie einen störrischen Esel mit aller Kraft über die Ziellinie zu schieben.
Was die Schule betrifft, scheint sie völlig frei von Ehrgeiz zu sein. Und was die Steine angeht: manche Kinder scheinen sich die Steine, die ihnen ihre Eltern mühsam aus dem Weg geräumt haben, wieder mutwillig auf eben diesen Weg werfen zu wollen.

Spielerin1962, 08. Januar 2011, um 19:52
zuletzt bearbeitet am 08. Januar 2011, um 21:25

Runkel, da hast du dir wirklich zu eine aufwendigen Methode ausgesucht.
Bei deinem letzten Absatz empfinde ich eher, dass sie Steine in euren, für sie vorgesehenen Weg wirft, weil sie es nicht als ihren versteht.
Was sagt sie denn, wie sie sich ihre Schullaufbahn vorstellt und was sie dafür tun will?
Wenn du willst, können wir auch über privat Post weiter uns Gedanken machen. Andererseits gibt es hier bestimmt einige die ähnliche Erfahrungen haben und Anstöße geben können, die ausprobierenswert sind.
Traude

Andi0259, 08. Januar 2011, um 20:10

Traude, ich würde vorschlagen, wir warten jetzt mal noch ein paar Wortmeldungen ab. Sollten diese ausbleiben, ist es ein klares Zeichen dafür, dass an der Thematik kein Interesse mehr besteht und dann kann der Thread auch beendet werden. Wir können ja dann auf PN wechseln, ok?
LG Andy

wolfsschnauze, 08. Januar 2011, um 20:10

Kein Mensch ist von vornherein ein bestimmter Typus. Verschiedene Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Schwächen mögen ja vorgegeben sein, aber das meiste eignen sich die Menschen im Laufe des Lebens an, vieles davon sehr früh.

Deine Tochter meint alles aussitzen zu können? Wie ist sie da nur drauf gekommen? Das muss ja schon häufig geklappt haben!

Was in Kindertagen bei uns funktioniert, prägt sich besonders stark ein. Wir sind nur bereit diese unterbewussten "Strategien" zu ändern, wenn wir uns den Kopf heftig genug eingerannt haben, oder - was viel schwieriger ist - wenn wir einen bewussten Prozess zur Veränderung durchlaufen. Solange das alles halbwegs funktioniert, wurschteln wir immer so weiter und sehen zum Teil gar nicht, wie viele unserer Möglichkeiten wir verschenken (ist natürlich reine Theorie, wenn jemand meint, ich würde aus Erfahrung sprechen, sage ich nichts mehr ohne Anwalt :-)).

Auch wenn ich in der Kindererziehung Theoretiker bin, sehe ich immer wieder, wie hilfreich es für Kinder ist, in dosiertem Masse möglichst früh mal mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen. Ohne davon abgehalten zu werden. Aber wie schwer muss das für die Eltern sein dabei bewusst zuzusehen! Und wie schwierig muss es für Eltern sein, dem süssen Geschöpf durch hartnäckige Konsequenz klar zu machen, daß in der bösen Welt da draussen das Aussitzen schnell an Grenzen stösst! Ich habe Respekt vor allen Eltern, die sich zumindestens Mühe geben, im Rahmen ihrer Möglichhkeiten den Kindern liebevoll etwas für das Leben mit auf den Weg zu geben! Auch wenn man immer alles besser machen könnte...

Aber leider lernen wir alle halt am besten aus Fehlern und negativen Erfahrungen...

Andi0259, 09. Januar 2011, um 00:07
Dieser Eintrag wurde entfernt.

Andi0259, 09. Januar 2011, um 00:08

@traude
Ich denke, dass meine Tochter ein ganz normales Kind ist. Wir hatten ja im Laufe dieses Threads (und auch im Vorgängerthread) schon Wortmeldungen, dass die heutige Jugend sehr häufig keine Lust auf Schule hat. Und wir haben versucht herauszuarbeiten, was die Ursachen dafür sein könnten und wie die Schulbildung zu verbessern sei. Dies ist ja auch die Hauptintention dieses Threads, zumindest für mein Verständnis.
Ich bin kein Fachmann der Pädogogik, sondern kann nur von meinen Erfahrungen berichten und mir darüber Gedanken machen, was eventuell in der Schulausbildung schief läuft, um darüber mit Gleichgesinnten diskutieren zu können.
Und den kleinen störrischen Esel werden wir schon irgendwie ins Ziel schieben ;-)

@Wolf
Der Mensch ist ein bequemes Wesen, um nicht zu sagen, von Hause aus faul. Solange man mit einer bestimmten Masche durchkommt, besteht kein Grund, daran etwas zu ändern. Und diese Einstellung haben wahrlich nicht nur Kinder. Erst durch einen harten Aufschlag in bestimmten Situationen (wobei der Aufschlag symbolisch gemeint sein soll), werden wir gezwungen umzudenken und dazu zu lernen. Das war wohl auch in etwa die Kernaussage deines Beitrages. Dass dabei immer wieder der Beschützerinstinkt der Eltern anspringt, wenn Gefahr in irgendeiner Weise droht, ist auch völlig normal, in manchen Situationen sogar extrem wichtig.

Und dass man in der Erziehung Fehler macht - Zitat von dir: "Auch wenn man immer alles besser machen könnte..." -
ist auch völlig unbestritten. Die perfekte Erziehung gibt es meiner Meinung nach denn auch nicht.

Ex-Stubenhocker #186, 09. Januar 2011, um 10:24

@Solstice: war gestern nicht da, komme daher etwas später mit meiner Antwort. Nun, der Lehrplan hat 5 Themen für das ganze Jahr, ich hatte die Klasse zuerst 2 Wochen, dann wurde die Zeit wegen Krankheit der Lehrerin (bzw. Fortsetzung) auf 6 Wochen verlängert. Das Thema musste natürlich mit einer Probe abgeschlossen werden. Ich hätte auch eine entworfen gehabt, die der speziellen Thematik angemessen geworden wäre, aber weder Schüler noch Schulleiter waren bereit, sich darauf einzulassen. Abfragbares Wissen ist gefragt, sonst nichts.

Spielerin1962, 09. Januar 2011, um 13:22
zuletzt bearbeitet am 09. Januar 2011, um 13:25

Wenn ein Thema natürlich mit einer Probe abgeschlossen werden muss, finde ich es natürlich, dass die Schüler wissen wollen, was abgefragt wird, wenn dies nicht klar ist.
John. -Wo ist das Problem, bzw. was willst du uns damit deutlich machen?

Dag, 09. Januar 2011, um 13:39

Ich bin jetzt ein Schulneuling, meine Tochter ist jetzt in der 1. Klasse, ich muß dazu sagen sie war ein Jahr vorher KannKind und ihr Frustrationstoleranz ließ noch zu wünschen übrig ( typisch Einzelkind?).
Sie ist in der Schule hoch motiviert, findet sie klasse und macht gerne in der Betreuung Hausaufgaben, worüber ich sehr glücklich bin, von mir nimmt sie ungern etwas an.
Ihr Klassenlehrer gleichzeitig der Direktor besteht darauf, dass die Kinder alleine Hausaufgaben machen und wir Eltern uns mit Verbesserungen zurück halten! Viel mehr sie ganz unterlassen, manchmal schwer aushaltbar für mich.
Lea fängt an Sätze zu schreiben und wehe ich kann sie nicht lesen, äh interpretieren, dann wird sie zornig.
Was ich damit sagen will, es fällt manchmal schwer sich nicht ein zu mischen, aber ich glaube dieser Weg ist der Richtige, sie ist voll motiviert und das ist ja die Hauptsache.
Das einzige was ich mit ihr machen darf, ist Lesen üben, Gott sei Dank, sonst würde ich mich bei der ganzen Schulgeschichte etwas überflüssig fühlen. ☺

Andi0259, 09. Januar 2011, um 14:48

Dag, ich möchte dir ja wirklich keine Angst machen, aber in der ersten Klasse sieht die Welt für die Kleinen noch rosig aus. Zum einen sind sie ja nun "erwachsen" den Kindergarten-Kindern gegenüber, die dann auch schon mal als Babys bezeichnet werden (hab ich schon gehört, ehrlich) und da ist auch noch Vieles so neu und aufregend. Endlich wird schreiben und lesen gelernt, auch ein wichtiger Schritt in die Welt der Großen, ABER: das hält nicht allzulange vor, bestenfalls noch bis zum Abschluss der Grundschule, dann trennt sich die Spreu ganz schnell vom Weizen. Denn es ist ja uncool, ein "Streber" zu sein, zumindest für die Meisten. Meine Tochter hat tatsächlich in dieser Zeit mit Absicht falsche Antworten gegeben, damit ja nicht die Gefahr bestand, man könne sie als Streberin bezeichnen. In einer angesagten Clique mitzumischen ist viel wichtiger, als gute Leistungen zu bringen. Das alles kann bei deiner Lea natürlich ganz anders sein, aber eine Garantie gibt es dafür leider nicht. Es hängt auch sehr viel davon ab, wie das Umfeld aussieht, und welchen Umgang sie hat.

PS: Was ist denn ein KannKind?

wolfsschnauze, 09. Januar 2011, um 15:03

Ein Kind, das in der zweiten Jahreshälfte 6 Jahre alt wird, es kann bereits mit 5 eingeschult werden.

Dag, 09. Januar 2011, um 15:45

Ich weiß Runkel der Weg ist erst beschritten, aber wir haben auch schon Erstklässler mit Schulangst erleben dürfen, schlimm sowas, sie wurden dann wieder in die Vorklassen geschickt, der totale Oberfrust.
Mal sehen was das Leben so bringt.

Ex-Stubenhocker #186, 09. Januar 2011, um 15:48

"Ich frag mal ganz naiv - Was für eine Probe?- Ich wüsste jetzt auf Anhieb überhaupt nicht, wenn es um die Auseinandersetzung mit der eigene Geschlechtsrolle geht, was da abgefragt werden soll?
Oder ging es um Statistiken? John, ich will damit sagen, dass manche Fächer nicht benotet werden sollen bzw. können. Alles andere ist irreführend. Damit sich die Kinder mit dem Thema gewinnbringend auseinandersetzen, kann ich mir andere Wege vorstellen, als ein Test. "

spielerin, das war dein Ursprungstext. Fakten waren:
1. das Thema
2. das "Muss" einer Probe darüber.

Die Schwierigkeiten, zu diesem Thema eine Probe zu halten, waren mir klar. Ich habe auch einen Weg gefunden (einfach gesagt mal: "offene" Fragen). Die Schüler waren aber gewohnt, Stoff nur zu lernen, abfragbares Wissen aufzunehmen und wiederzugeben. Sowas wie Statistiken-Intepretation, Wiedergabe eigener Internet-Recherchen oder so eben nicht; meine Versuche, zu erklären, worum es mir in der Probe gegangen wäre, haben sie sozusagen gar nicht erreichen können! Vielleicht ist dir jetzt klar, was ich damit ausdrücken wollte. Es liegt schon an den Schülern auch (obwohl natürlich letztlich vielleicht nur indirekt), dass in den Schulen für freieres, offeneres Arbeiten kaum ein Raum bleibt. Ein sogenanntes Arbeitsblatt, wie sie häufig verwendet werden, verdient eigentlich eher den Namen: Lernblatt.

Spielerin1962, 10. Januar 2011, um 05:19
zuletzt bearbeitet am 10. Januar 2011, um 05:21

John.
So ganz habe ich die Probe immer noch nicht verstanden. Da geht es mir genau wie deinen Schülern :-(
Ich habe aber verstanden, dass du einen anderen Unterricht gemacht hast als der übliche. Die offenen Fragen kamen zu Anfang gut an und ein Denken in den einzelnen Köpfe passierte, Deinen Ansatz finde ich wunderbar und ich finde es beachtenswert, dass du es geschafft hast, die Schüler in diese Richtung zu führen.
Eine Blockade entstand als die "natürliche" Probe noch geklärt werden sollte.
Da ist auch bei mir das ?
Üblich - mit abfragbaren Wissen oder konsequent deines Ansatzes ?
Üblich ist klar, da müssen Fakten auf den Tisch.
Wenn du deinen Ansatz meinst, wüsste ich jetzt auch nicht was dir schriftlich da wichtig ist. Ausdrucksform? Entwicklungsstand? oder so etwas.
Ich hab mal ne Frage. Muss so eine Probe denn immer schriftlich sein?
Ich stelle mir grade vor, wenn jeder Schüler (oder in Kleingruppen) z. B. ein Video aufnehmen würden, mit rollentypischen Verhalten in seiner Umwelt und dieses der Klasse präsentiert als Probe und ein weiterer Austausch dadurch möglich ist, wie das wäre?
Ist nur mal so eine Idee,
Bei mir kommt an, dass eigenes Denken der Schüler zum Glück noch möglich ist und ich finde es beeindruckend, dass du diesen Blick hast. Wenn die Rahmenbedingungen klar sind, sehe ich dich wirklich als echten Gewinn, für unser Schulsystem.

Spielerin1962, 10. Januar 2011, um 07:19

Dag, ich glaube auch, dass dies der richtige Weg ist. Hausaufgaben sind oft so ein Konfliktstoff, dass ich auch froh bin, davon verschont worden zu sein. Meine Kinder gingen in die dänische Schule und da ist es selbstverständlich, dass Schuldinge in die Schule gehören. Da ich in der Familienhilfe tätig bin, kenne ich das Szenario, die sich in der deutschen Schule bzw. Elternhaus abspielen.
Mir fällt dabei oft auf, dass die Eltern nicht wissen, was von ihnen erwartet wird. Mit Supereifer versuchen sie ihre Kinder zu unterstützen und möchten natürlich, dass ihr Kind ein perfektes Ergebnisse hat. Häufig sitzen schon 1. Klässer mehrere Stunden an ihren Aufgaben und den Quälkram kann man sich ja vorstellen, den alle Beteiligte dabei empfinden. Spätesten dann bespreche ich mit den Eltern einen Termin mit den Lehrern. Bei diesem Termin wurde bisher immer der zeitliche Rahmen in den Schule die Hausaufgaben erledigt haben will klar und wie mit nicht gemachten Arbeiten umgegangen wird. Das Wissen gibt immer erstmal eine spürbare Entlastung.
Auch fällt mir auf, dass häufige Gespräche die weiter mit den Lehrern geführt werden, sich positiv auf den Lernerfolg des Kindes auswirken. Es scheint fast so, wenn Eltern sich für den Schulablauf ihrer Kinder interessieren, interessiert es auch den Lehrer gute Arbeit zu leisten. Ich weiß, dass war jetzt etwas bösartig, aber was dabei für mich deutlich wird ist, Kommunikation ist wichtig.
Das Lea so gerne lernt, spricht für dich und den Lehrer. Du hat eine gutes Gespür, wo Unterstützung notwendig ist und wo nicht. Klar kann sich an der Lernfreude auch etwas ändern, muss es aber nicht. Der regelmäßige Kontakt zum Lehrer hat sich dabei, nach meiner Erfahrung, stets positiv ausgewirkt.

Spielerin1962, 10. Januar 2011, um 08:03

Ach mir fällt heute so viel ein.:-))

Runkel, es war kein cleverer Schachzug von mir, meinen Sohn die Entscheidung zurück zu geben. Viel mehr sah ich ein, dass ich eine Verantwortung übernommen habe, die mir nicht gehört.

Klar ist deine Tochter ein normales Mädchen, die mit deiner Hilfe den Schulabschluss wahrscheinlich sogar schafft wird. Vielleicht wird sie dir eines Tages sogar dankbar sein, vielleicht aber auch nicht.

Wolfsschnauze´s Beitrag macht so wunderbar deutlich, dass es Zusammenhänge von erlerntem Tun gibt, die für jeden überdenkenswert sind.
Mein Ziel ist Menschen zu ermutigen, die eigenen positiven Erfahrungen zu nutzen, um einen eigen Weg für sich zu finden.
Klingt jetzt ziemlich hochgestochen, hab ja auch gesagt dass es mein Ziel ist und ich somit noch nicht am Ende bin :-)).

Ex-Stubenhocker #46313, 10. Januar 2011, um 10:43

Spielerin1962 vor ungefähr 3 Stunden
Ach mir fällt heute so viel ein.:-))
es ist nicht zu übersehen mach mal weiter^^

zur Übersichtzum Anfang der Seite