Skat-Strategien: Strategien am Echtgeldtisch (ZS)

Ex-Stubenhocker #63916, 30. Oktober 2011, um 18:07
zuletzt bearbeitet am 30. Oktober 2011, um 18:11

Das meiste, was hier gesagt wurde, ist richtig.
Aber jetzt würde mich schon interessieren, wo ihr die hellseherischen Fähigkeiten her habt, dass das Anspiel Lusche König in Kreuz keine 10 des Mitspielers gefährdet, wohl aber das Anspiel Pik mit dem König zu 3.
In genau deselben Situation, aber natürlich mit anderer Kartenlage, wird hier IMMER DAS ANSPIEL DER LÄNGEREN FARBE PROPAGIERT (zu Recht!).
Und weil man sieht, wie in diesem Spiel die Beifarben liegen, wird hier auf einmal das normalerweise unsäglich schlechte Anspiel Kreuz mit dem König zu 2. gefordert.
Leute, Leute........ :-(
Damit helft ihr torino echt nicht weiter.
Dass in diesem Fall das Katastrophen-Anspiel Kreuz die beste Lösung gewesen wäre, SIEHT ER DOCH SELBER, wenn er, wir ihr, die Kartenlage überprüft.
Wenigstens sehe ich mich bestätigt durch das Zuspiel von Pik Dame von Mittelhand im 2. Stich (und NICHT Pik 10!!), dass hier niemals erwartet werden sollte, dass ein Rumgewürge unter dem Ass das gewünschte Zuspiel der einfach besetzten 10 bewirkt, wie Ramare immer zu hoffen wagt.
Die Quote hierfür ist, wie torino richtig bemerkt, mit Sicherheit unter 10% - diese Spielweise sollte also tunlichst nur mit sehr starken Mitspielern praktiziert werden.
Ich mach's in der Zockerstube nur mit Sweetyyyy, wolf und h2o2, in den anderen Stuben habe ich noch keinen(!) Spieler erlebt, der die 10 zu 2. zuspielt.
Sollte dies wider Erwarten irgendwann in ferner Zukunft doch einmal passieren, und dieser Spieler am Tisch bleiben, werde ich natürlich geradezu sehnsüchtig auf die Gelegenheit warten, unter dem Ass anspielen zu dürfen :-)

Bettek, 30. Oktober 2011, um 18:12

ich glaube der falke braucht fielmann:;)))

Ex-Stubenhocker #63916, 30. Oktober 2011, um 18:16

Hab mich korrigiert, schon vor deinem Beitrag, Bettek.
Sorry!
Ich hab's jetzt allgemein formuliert, und nicht auf dich bezogen.
Sorry - ich war zu schnell!
Ein blinder Falke, wie du sagst.
Da kann auch Fielmann nicht mehr helfen :-)

Bettek, 30. Oktober 2011, um 18:26

ok falke - bischen zeit zum lesen brauch ich natürlich - diese hast du genutzt das zu ändern - denn ich habe nie geschrieben - mit kreuz könig spiel ich meinem mh-ms die 10 nicht kaput- sondern nur, das es meiner ansicht nach die etwas ungefährlichere möglichkeit ist.

torino, 30. Oktober 2011, um 19:10

Nur wie soll ich es in Zukunft weitermachen soll ich wenn ich von meinem Partner in Vh und ich in mh mit z.B. 10,d oder 10,Lusche die 10 legen oder sie schonen ? Und wie ist es bei euch wenn ihr in vh sitzt startet ihr dann auch mal ein unter Ass Anspiel bei einen schlechten Partner, denn ich weiß nicht man möchte ja wenn man der Spieler ist der die wenigsten Trumpf hat oftmals eher seine Vollen schonen und ein immer Konsequentes Ass Anzug ist da irgendwie nicht so schön. Also wie umgeht ihr das ?
Also grade auf Falke oder vvv bezogen da die mich anscheinend besser verstehen :-)

Ramare, 30. Oktober 2011, um 22:01

falke:
schade, dass du - unter ass anspielen - weiterhin als "rumgwürge" darstellst, nur weil es deine meinung ist!
ich hatte mal geschrieben, dass ich diese spielweise von bundesligaspielern gelernt und übernommen habe! und damit auch sehr gute erfahrung gemacht habe!
würgen diese spieler also alle rum? und sollten sie künftig nicht mehr in der bundesliga spielen? oder sich diese spielweise einfach nur abgewöhnen!

Ex-Stubenhocker #89957, 30. Oktober 2011, um 22:13

Ramare, ich denke mal, du und Falke, ihr redet grade ein wenig aneinander vorbei.
Ich denke nicht, dass Falke etwas gegen diese Spielweise hat, im Gegenteil. Was er hier sagt, ist, dass die meisten seiner Gegenspieler hier in der Skatstube einfach nicht die nötige Klasse besitzen, die 10 zu legen, wenn er unter Ass anspielt. Aus diesem Grunde verkommt dann ein eigentlich guter Spielzug zu dem sogenannten "Rumgewürge", bei dem sich nur der AS freut, der seine Luschen loswerden kann.
Denn, wie er schreibt, praktiziert Falke mit guten Mitspielern diese Spielweise ebenfalls, und da ist sie ganz sicher auch stark.
In der Bundesliga sollte das Niveau entsprechend sein, dass diese Spielweise da auch praktiziert werden kann, insofern ist es da auf höherem Niveau sicher auch richtig, und kein Rumgewürge, so zu spielen. Nur eben nicht hier in der Stube, wo eben FAST KEINER der Mitspieler denn auch die 10 legen würde. Ich persönlich lege sie auch nur dann, wenn ich mit Falke, dir, Ramare, sweetyyyy, Fly, Veni, oder traeumerin spiele, denn sonst kann ich leider sicher sein, dass sich der AS mit dem Ass bedient....

Ex-Stubenhocker #83250, 30. Oktober 2011, um 22:16

ramre das siehst du doch falsch und stellst es auch falsch da
es giebt nur oft viel besser Züge wie unterm Ass aufzuspielen !
Das unterm ass aufspiel sollte immer bestimmte vorraussetzungen erfüllen
A ) dein Partner soll an den Stich kommen da du eine Farbe frei bist
B ) du bist offensichtlich der Trumpf schwache Spieler und kannst bzw darfst keine Vollen riskieren
C ) deine weitere Beikarte lässt kein Anspiel zu das nicht in irgendeiner Art und weise gefährlich für das Blatt deines MS ist
D ) du sitzt vor dem AS als Trumpfstarker Spieler und versuchst günstigst den AS schwach zu spielen

Es giebt allerdings Spieler die Grundsätzlich unterm Ass ausspielen was schon vom Gedanke her falsch ist

Ein starker Bundesligaspieler spielt nur unterm Ass aus wenn er sonst keine anderen Gewinnweg sieht , ich sehe BL spieler öfters im ersten eine Blanke abziehen um dann mit einer anderen Karten den AS einzuspielen als das sie unterm Ass eröffnen

nichts für ungut Ramare

Zu dir Torino

Halte es wie gesagt immer deiner kartenlage entsprechend auch ich lege nicht immer die 10 selbst wenn ich mir zu 90% sicher bin mein MS hält das Ass , oftmals ist es weil Fall A eintrifft und so läuft der AS oftmals in eine lusche lusche Falle woraufhin die Gewünschte Farbe des unter Ass aufspielers gespielt wird ....blabla xD es giebt hier keine Patentrezept was ich dir schon sicher eindutzend mal erklärt habe !

Entscheide immer Fallbezogen von deiner Karte entsprechend , aber im Grunde ist die 10 immer stärker wie eine Luche bei 10 Dame kann man die Dame legen da hier der schnitt eh nur mit dem König möglich ist und daher ist es egal ob der AS erst die 10 und dann die Dame bekommt oder andersrum

marco1707, 30. Oktober 2011, um 22:37

hi torino
irgendwie versteh ich den thread titel nicht er besagt "strategien am echtgeldtisch"wenn die strategien am echtgeldtisch richtig sind,sind sie es doch wohl auch in der stube oder beim realskat!
ich könnt jedesmal an die decke gehen wenn es heisst ja um echtgeld hät ich anders gespielt,warum hat mir noch niemand plausibel erklärt!

Ramare, 31. Oktober 2011, um 00:00

super marco, das sehe ich genauso wie du!
vvv:
sorry, vielleicht mal eins ganz kurz.
derzeit bist du mit deinen aussagen so dominant, dass du andere nicht mehr akzeptierst!
ist nicht ganz so gut.
ich hab auch nie behauptet, dass ich immer unter ass anspiele, sondern situationsbezogen!

LieberTeufel40, 31. Oktober 2011, um 00:07
Dieser Eintrag wurde entfernt.

Ramare, 31. Oktober 2011, um 00:44

nachsatz vvv:
trotzdem halte ich dich hier mit von einem der stärksten spieler!

Ex-Stubenhocker #89957, 31. Oktober 2011, um 01:00

Naja, marco, ein paar Spiele reizt man in der Stube schon, die man in der Zockerstube nicht reizt, weils da eben um echtes Geld geht, und die Spiele gefährlich sind. Oder man spielt das sichere Farbspiel.

Ex-Stubenhocker #83250, 31. Oktober 2011, um 02:17

warum ramare ich hab nichts gegen unterm Ass anspiel (frag Fly mach ich auch öfters ) ,genausowenig hab ich was gegen Blank anspiel ( in manchen situationen ) nur müssen diese halt auch überlegt sein und nicht zum Standart erklärt werden ( und bei manchen Leuten scheint es mir einfach so als würden sie nur Schablonen Muster suchen und das verdamme ich halt xD) das is alles was ich sagen möchte. Auch Falke spielt sicher gern mal unterm Ass ,aber halt nur in bestimmten Situationen :) ich denke einfach oft als MS wenn ich merke es wurde unterm Ass auf mich losgespielt so ne sch.... :-)

Ramare, 31. Oktober 2011, um 02:39

sehe ich so wie du. kommt nur häufig anders rüber. auch von falke.

Ex-Stubenhocker #63916, 31. Oktober 2011, um 10:30

Aus einem zunächst "undurchsichtigen" Thread wurde eine richtig "dolle" Auseinandersetzung.
Ich unterschreibe fast alles, was hier gesagt wurde - so macht's wieder richtig Spass...
Ich möchte nur noch einmal energisch betonen (wie ja auch zuvor von euch schon vielfach erwähnt wurde), dass die Qualität eines nicht ganz einfach zu interpretierenden Spielzuges ENTSCHEIDEND VON MEINER (hoffentlich richtigen!) BEURTEILUNG MEINES MITSPIELERS ABHÄNGT.
Das ist meines Erachtens sicher - in dieser Beziehung werde ich nicht von meiner Meinung abweichen.
Sprich:
Wenn ich meinen Mitspieler mit meiner Spielweise NICHT überfordere, ist mein Spielzug klasse, wenn ich ihn überfordere, und er kennt womöglich meine Spielweise gar nicht, ist er natürlich scheisse (6 minus).
Ist aber ganz klar und unbestritten, dass hierbei unterschiedliche Erfahrungen gemacht werden können, und dass derjenige, der mit seiner Spielweise "querbeet" gute Erfahrungen gemacht hat, niemals von seiner Spielweise abrücken sollte.
Was ich halt sehr oft schon erlebt habe, und was ich ganz übel finde, ist:
Dem Mitspieler Vorwürfe machen, weil er meine Spielweise nicht interpretieren konnte, weil er kein Bundesliganiveau hat, und ihn dann verantwortlich dafür machen, dass halt wieder mal alles schief gelaufen ist.
NEIN !!!!! Verantwortlich bin dann nur ICH, weil ich wieder mal perfektes Spielverständnis meines Mitspielers voraussetzen wollte!....
Ganz schlecht.

marco1707, 31. Oktober 2011, um 10:52

angel
mir ist durchaus bewusst das man um gummitaler mehr risiko reizt als wenns um echtgeld siehe auch z.b. coole spiele.was ich meine ist doch das bei ausspiel.anspiel etc.kein unterschied sein sollte um was es geht!

Ex-Stubenhocker #63916, 31. Oktober 2011, um 11:34

Völlig richtig, marco.
Ich bin voll deiner Meinung.
Zumal es (das könnt ihr mir wirklich glauben) keine Garantie ist, dass das Niveau des Spielers in der ZS grundsätzlich höher ist, als das Niveau des Spielers in den anderen Stuben.
Natürlich ist sicher, dass das DURCHSCHNTTLICHE NIVEAU in den anderen Stuben deutlich niedriger ist.
Dies hat aber vor allem damit zu tun, dass hier sehr viele Neulinge unterwegs sind, die das Spiel ja erst noch richtig lernen wollen.
So Spieler wie mich, die meinen, sie hätten Ahnung (haben aber gar keine), gibt's in allen Stuben zuhauf. :-(

Was ich zudem, wie marco, ganz übel finde, ist, wenn einer folgendes zum Ausdruck bringt:
er hat ein Spiel nur deswegen gespielt, weil es "ja nur um Gummitaler geht" -
"Um echtes Geld hätte ich dieses Schrottspiel doch niemals gespielt, du Idiot!"
Übelste Sorte, unterste Schublade - jede Diskussion ist da überflüssig - WEG, nur schnell weg, für immer, das ist die einzig richtige Antwort.

marco1707, 31. Oktober 2011, um 11:49

ja falke da bin ich bei dir,hatte mal nen mitspieler am tisch,wir waren im gegenspiel beim grand er hat einfach unsäglich gespielt (was im grunde noch nicht schlimm ist) das spiel war ohne grosse mühe für uns zu gewinnen gewesen,als ich ihn höflich drauf ansprach kam der satz "ja um echtes geld hät ich anders gespielt" ich hät ihn wohl treten können,nicht fürs verlorene spiel das kann passieren,aber für den satz hät er es verdient gehabt!!!

Ex-Stubenhocker #63916, 31. Oktober 2011, um 12:06

Ja
Das ist gewissermaßen eine Entwürdigung der anderen Spieler, die mit ihm am Tisch sitzen.
Und dies hat nichts mit Überempfindlichkeit zu tun.
In so einem Falle ärgere ich mich maßlos über jede Minute, die ich mit so einem A.... am Tisch gesessen habe.
Wie angenehm sind da im Vergleich Neulinge oder "Lernwillige" die zwar auch viele Schwächen im Spiel haben. Aber fast jeder Mitspieler verzeiht das ja selbstverständlich.

LieberTeufel40, 31. Oktober 2011, um 15:26

Sorry, wenn ich das jetzt mal so einfach dazwischen schreibe!

Ist es nicht möglich, diese vergleiche "Bundesliga", "Bundesliganiveau" u.s.w. raus zu lassen.
Wenn ich das lese, klappen bei mir immer die Fußnägel hoch.

Was heißt denn Bundesliga? Wenn ich nicht irre gibts die ISPA Bundesliga und die DSKV Bundesliga.
Wenn ich weiterhin nicht irre, kann in der ISPA Bundesliga jeder mitspielen. Auch wenn er noch so Grottenschlecht spielt. Weils halt in manchen Regionen nur die eine Klasse (Bundesliga) gibt.

Wenn ich jetzt noch immer nicht irre, ist das beim DSKV anders geregelt. Da gibts mehrere Regionalklassen und man muß schon wirklich gut sein (oder nicht schlecht) um in der DSKV Bundesliga zu spielen.

Ex-Stubenhocker #186, 04. November 2011, um 11:41

Also, Falke, deiner Interpretation von dem Unterschied in der Spielweise in ZS und SS kann ich so nicht ganz zustimmen. Natürlich soll man in der SS ordentlich und nicht nur just for fun spielen, aber auch gute Skatspieler können diese Stube doch in irgendeiner Weise mal als Experimentierfeld benützen, um die eigene Spielweise zu optimieren, oder nicht?

Es ist doch ein Unterschied, ob ich mit einem vertretbaren Grand einige Gummipunkte verliere oder einige Euro. Mit übelster Sorte und unterster Schublade hat das wohl nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Deinen Beitrag vom 31.10. um 10.30 find ich dagegen schlichtweg genial und perfekt durchdacht. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und stelle in Zweifel, ob es wirklich das A und O eines perfekten Gegenspiels (von dem ich zugegeben sehr weit weg bin) ist, mit Spekulationen, wie mein Partner, über dessen Spielstärke ich vorher schon spekuliert habe, auf einen Spielzug reagieren könnte, den ich aufgrund meiner Spekulationen über das Blatt des AS, nun für richtig halte, einen durchdachten Gewinnplan eines gut durchschnittlichen AS aushebeln zu wollen.

Ich als AS spiele jedenfalls gegen spekulierende, lesende GS erfolgreicher als gegen scheinbar durchschnittliche, "einfach spielende" Gegenspieler.

Ex-Stubenhocker #63916, 04. November 2011, um 12:18

Ich meine die Spiele, wo einer - sagen wir- die üblichen 39 Punkte macht, und mir dann eröffnet, dass er dieses völlig unsinnige Spiel nur gespielt hat, weil es um nix geht.
Ich bleibe dabei: das ist für mich super übel, weil er mir deutlich zeigt, dass ich meine Zeit mit ihm verschwendet habe, nimmt er doch offensichtlich das Spiel mit mir gar nicht Ernst.
Weg, sofort, und nie wieder.
Ich meine natürlich nicht die Spiele, die wegen ungünstigem Kartensitz knapp verloren werden, ist doch klar. :-)

Ex-Stubenhocker #186, 04. November 2011, um 12:44

na ja, die Beurteilung, was ein "unsinniges" Spiel ist und wann ein Kartensitz als "ungünstig" bezeichnet werden kann, hängt doch wohl von der persönlichen Auffassung und generellen Reizstrategieentscheidung des AS ab.

Es gibt eben Spieler - und zwar durchaus erfolgreiche - die in einer Serie im Schnitt 15 Spiele machen, andere dagegen 9. Dass sich deren Reizverhalten unterscheidet, ist doch ebenso selbstverständlich wie die unterschiedliche Sichtweise, die man bei einem Spiel, das in die Binsen geht, anlegen sollte.

Zu dem Satz "nimmt das Spiel mit mir nicht Ernst" habe ich auch eine eigene Meinung.
Skatspielen bedeutet für mich, 11 (bzw. als Alleinspieler 13) Faktoren möglichst optimal in den Griff zu kriegen. Die Zahlen meine ich dabei genau so und nicht anders.

torino, 04. November 2011, um 18:47

Was sollen das für Faktoren sein das ist doch bestimmt dann nur als Oberbegriff jeweils eingeordnet, denn so gibt es doch noch viel mehr Faktoren beim Spiel ?!

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