Unterhaltung: Nach Streitfall ein Spiel durch den Schiri für ungültig also wiederholung erklären

Detta23, 14. Oktober 2019, um 16:47

Bin im Verein, ein Streitfall tritt auf mit Grand Spiel. Vor eintreffen des Schiri wurden die Karten zusammen geworfen. Kann der Schiri nach Schilderung das Spiel für ungültig erklären???

eggii, 14. Oktober 2019, um 18:18

Meiner Meinung nach müsste das angesagte Spiel für den Alleinspieler als gewonnen gewertet werden, da es im Nachhinein durch das Zusammenwerfen der Karten nicht mehr der Kartensitz nachvollziehbar ist.
Im Sinne...für den Angeklagten.

Kartenvernichter, 14. Oktober 2019, um 18:25

Sehe ich ähnlich. Würde mir aber erstmal den Grund des Streits anhören. Bin allerdings kein Schiri.

Kurdt, 14. Oktober 2019, um 19:23

Wenn ordentlich verteilt wurde, kann es kein ungültiges Spiel geben.
Wenn Grand angesagt war und sich der Verlauf nicht rekonstruieren lässt ist für den Alleinspieler zu entscheiden.

JohnJohn, 15. Oktober 2019, um 08:37

Das Spiel ist im Interesse der übrigen Wettkampfteilnehmer selbstverständlich als eingepasst zu werten.

Kurdt, 15. Oktober 2019, um 09:07

Sehe ich anders. Nach 3.2.16 muss ja ein gültiges Spiel zu Stande kommen, so weit sind wir uns noch einig.
Wenn dann gültig angesagt wurde ist das auch unabänderlich (3.4.7). Grand wurde ja anscheinend angesagt, also ist es auch ein Grand. Wenn jetzt die Gegenspieler irgendeinen Zirkus veranstalten und nichts mehr rekonstruierbar ist, ist im Zweifel für den Alleinspieler zu entscheiden. Der Gedanke dahinter ist ja, zu verhindern, dass die Gegenspieler durch irgendeinen Heckmeck ein fettes Spiel neutralisieren können.

Sollte klar sein, dass der Alleinspieler das Chaos verursacht hat, dann Spielverlust.

Aber ohne zu wissen, was genau vorgefallen ist, halte ich eine vollständige Beurteilung für schwierig.

JohnJohn, 15. Oktober 2019, um 09:15

Kurdt, im Prinzip hast du schon Recht. Jedoch gilt das eben nur, wenn die Karten nicht VON ALLEN, bzw. beiden Parteien, zusammengeworfen wurden. Erst dadurch entsteht ja das Chaos. Und von der Logik her kann der AS kein Chaos verursachen oder mitmachen, wenn er auf seine Handkarten und Stiche aufpasst. Ermöglicht aber das Verhalten der Gegenpartei kein ordnungsgemäßes Weiterspiel, liegt es am AS, zu zeigen, dass er am Weiterspiel interessiert wäre. Gelingt ihm dies nicht, hat er kein Anrecht auf den Sieg. Aber auch ein Verlust wäre unangemessen, da ja offensichtlich die GP das Chaos eingeleitet hat.
Aber wen es genauer interessiert, der kann ja den Fall beim ISkG einreichen.

picco, 15. Oktober 2019, um 10:04

hier müsste man mal wirklich den Sachverhalt hören ...und eingepasstes Spiel nur dann ...wenn alle gepasst haben, dieses scheint mir aber nicht der Fall Zusein ...also was man hier entscheiden soll ,muss uns Detta schon mal schildern

JohnJohn, 15. Oktober 2019, um 10:19

Vorausgesetzt, er/sie war selbst dabei. Das Problem ist doch immer, die Fakten herauszubekommen. Und - wenn dies, wie meist der Fall ist - nicht oder nicht ausreichend genau möglich ist, trotzdem eine Entscheidung zu treffen. Und häufig sind doch die Erklärung genauso vage wie die bei der Threaderöffnung hier. Nur reden dann alle dazwischen. Im Übrigen habe ich schon Beispiele gelesen, dass eingepasst schon als Urteil genommen werden kann, wenn weder Sieg noch Niederlage AS regeltechnisch möglich wäre. Nur: Neu Geben ist in jedem Falle auszuschließen, wenn korrekt ausgeteilt wurde.

Skat-Teufel, 15. Oktober 2019, um 10:43

Tja, was war den Streitfall?Hat vielleicht je ein Spieler 9, 10 und der AS 11 Karten oder ......Daher kann ja selbst bei diesem Streitfall ein neues geben passieren.Ohne mehr Fakten und nur einem "Streitfall" kann niemand von uns sich hier ein Urteil erlauben.Gleiches wäre, ihr werdet als SR an den Tisch gerufen und bekommt mitgeteilt "Wir streiten uns, mehr sagen wir aber nicht dazu". Wie wollt ihr denn dann entscheiden?

Also liebe(r) Detta,
Fakten, Fakten, Fakten bitte

Skat_to_go, 15. Oktober 2019, um 10:48

Nein ..., Detta hat es ganz klar beschrieben!
Zitat :"Kann der Schiri nach Schilderung das Spiel für ungültig erklären???"
Genau das war die Frage ..., kann er das mit den wenigen Fakten tun, oder nicht?

Kurdt, 15. Oktober 2019, um 10:59

BTW: Der Fall 9 und 11 Karten bei der Gegenpartei führt übrigens nach Spielansage zum Sieg AS.

Skat-Teufel, 15. Oktober 2019, um 11:11

@Kurdt und was habe ich geschrieben?

je ein Spieler 9, 10 und der AS 11 Karten
AS steht übrigens für AlleinSpieler
Es unterscheidet sich also von deinem Fall, aber ich hoffe wir zählen jetzt nicht alle möglichen Streitfälle auf die es gibt ;-)

Skat-Teufel, 15. Oktober 2019, um 11:12

@Skat to go
Ok, klare Antwort an Detta

NEIN

Kurdt, 15. Oktober 2019, um 11:22

Deswegen habe ich ja auch btw geschrieben, weil es nicht der selbe Fall ist.

Dein Fall müsste zu Verlust führen und würde auch erklären, warum sich der AS seiner Karten entledigt hat.

picco, 15. Oktober 2019, um 11:22
zuletzt bearbeitet am 15. Oktober 2019, um 11:26

Skat-to-go ..ich bin seit 1994 Schiri ...habe noch nie gehört, oder erlebt , dass ein Spiel für ungültig erklärt wird ...kenne nicht einmal einen Grund ein zustande gekommenes Spiel für ungültig zu erklären …
darum hätte ich gern gewußt von Detta ,
was passiert ist ...und ob der Schiri das Spiel für ungültig erklärt hat und warum ...

picco, 15. Oktober 2019, um 11:31

John ...ich versteh Dich nicht ganz ...Du warst doch selber Schiri ..wie bitte ist das zu verstehen ,dass in einem Spiel es nicht regeltechnisch einen Sieger gibt?
davon hab ich noch nie gehört...

Skat-Teufel, 15. Oktober 2019, um 12:08
zuletzt bearbeitet am 15. Oktober 2019, um 12:08

Die Frage ist ja auch,
was meint Detta genau mit "ungültig"?
a) Ungültig, es muss wiederholt werden
b) Ungültig, es wird als eingepasst gewertet.

JohnJohn, 15. Oktober 2019, um 12:15

Picco, ich habe leider die genaue Ausdrucksweise nicht mehr im Kopf. Es ging jedenfalls etwa darum, dass das gültig zusammengekommene Spiel eben nicht vom Schiri in eine Richtung Gewinn AS oder Verlust AS entschieden werden konnte und daher, quasi "ersatzweise" auf eingepasst entschieden werden musste. Ein Obmann sollte hier sicher genaueres dazu sagen können.

Den Begriff "ungültiges Spiel" gibt es nur in Zusammenhang mit vergeben oder falschem Geber. NUR solche Spiele dürfen wiederholt werden.

picco, 15. Oktober 2019, um 14:00

tja John ...ich werde am We Hans Braun treffen ...mal sehen was dabei heraus kommt ...ich habe dieses Wort ungültiges Spiel noch nie gehört

AiPi71, 15. Oktober 2019, um 16:13

omg
was ist an der frage so schwer
kurt hat die antwort doch am anfang gegeben

picco, 16. Oktober 2019, um 11:14

und die wäre?

JohnJohn, 16. Oktober 2019, um 11:33

Die Antwort war schon klar. Nur: Sie stammt von Kurth und nicht vom - für uns nun einmal maßgeblichen - ISkG.

picco, 16. Oktober 2019, um 11:36

sry ..aber mir ist die Antwort nicht klar ...wann ein Spiel eingepasst wird oder nochmal gegeben wird, weiß glaub ich jeder Spieler ..wann ein gespieltes Spiel ungültig ist bestimmt nicht ...Kurdt seine Antwort hat nur mit eingepassten spielen zu tun ..

Kartenvernichter, 16. Oktober 2019, um 11:51

Dettes Aussage ist absolut ohne aussagekräftige Informationen, mit denen man was anfangen kann. Ein ungültiges Spiel ist für mich Ramsch 😄

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