Skat-Strategien: Vorlegen

Kartenvernichter, 17. Januar 2026, um 20:02

Skatregel

Alleinspieler spielt Grand

Viertletzter Stich

Alleinspieler legt in VH Karo Bauer. HH legt Pik Bauer bevor MH eine Karte legt und beansprucht kommentarlos die letzten Stiche für sich, die er auch machen würde. Alleinspieler hat zu dem Zeit nur 56.
Ist durch das Vorziehen von HH das Spiel für die Gegenspieler verloren?

Ernst1960, 17. Januar 2026, um 20:10
Dieser Eintrag wurde entfernt.

Ernst1960, 17. Januar 2026, um 20:27

Klar. Er hat falsch ausgespielt. Spiel verloren.
Und Mittelhand hätte dann ja schmieren können.

Kartenvernichter, 17. Januar 2026, um 20:31

Es ist völlig egal was MH legt…

Ernst1960, 17. Januar 2026, um 20:39

Richtig. Ging es ja nicht drum, Bemerkung von mir.

Trojanerin, 17. Januar 2026, um 20:49
zuletzt bearbeitet am 17. Januar 2026, um 20:50

Nein, allein durch das Vorziehen von HH ist das Spiel für die Gegenspieler nicht automatisch verloren. Entscheidend ist der Beanspruchungs-Vorgang von MH und ob korrekt weitergespielt wird.
Das Spiel ist nur automatisch verloren, wenn einer der beiden Gegenspieler das weiterspielen verweigert.

Ernst1960, 17. Januar 2026, um 20:52

Falsch. Er hat unberechtigt ausgespielt - Spiel verloren

Trojanerin, 17. Januar 2026, um 21:04
zuletzt bearbeitet am 17. Januar 2026, um 21:06

Maßgebliche Regeln der Skatordnung

1.Vorzeitiges Legen einer KarteISkO § 30 Abs. 1

(sinngemäß)Eine vorzeitig gespielte Karte ist zurückzunehmen. Ein Spielverlust tritt dadurch nicht ein.:
Folge:Das Vorziehen von HH (Pik-Bube) ist regelwidrig, aber heilbar.
Kein Spielverlust, keine Strafwertung.

2. Beanspruchen der restlichen SticheISkO § 4 Abs. 7

Beansprucht ein Spieler die restlichen Stiche, so hat er die Karten offen vorzulegen und die beabsichtigte Spielführung zu erklären, falls ein Gegenspieler widerspricht.Erfolgt dies nicht, ist das Spiel verloren.

Ernst1960, 17. Januar 2026, um 21:11

Gut. Nicht akzeptiert, aber nehme ich mal so hin. Ich akzeptiere das nicht, da er vorsätzlich gehandelt hat. Sein Anspruchsdenken indiziert den Vorsatz.

VETTELmitmTURBO, 17. Januar 2026, um 21:24

ist es komplett unerheblich welche seiner karten MH dazu legt, würde ich das im sinne der spielabkürzung auch als ok bewerten...

allerdings sollte das dann schon eindeutig sein, denn es kann ja schon auch mal vorkommen dass ein hohles ass der gegenspieler verballert wird und der mitspieler ihn nochmal dran bringen muss - hat der AS dann die entspr. 10 auf der hand wäre das ja durchaus relevant...

frage also: macht der HH spieler unabhängig aller sonstigen karten u entscheidungen alle restlichen stiche?

ja - dann sieg GGS, wäre ansonsten etwas fadenscheinig...
nein - dann sieg AS
#
LG

Ramare, 17. Januar 2026, um 21:26
zuletzt bearbeitet am 17. Januar 2026, um 21:28

Ernst:
oder er hat ganz einfach nach den Regeln gespielt, da er diese möglicher Weise kennt.
Ich hätte es allerdings auch nicht gewusst.

Ramare, 17. Januar 2026, um 21:31

Andy:
genau das sagt ja die Regel aus. Der Spieler muss den Spielverlauf ja erläutern. Kann er es nicht, ist das Spiel für diese Partei verloren.

Ernst1960, 17. Januar 2026, um 21:33

Gut, ich akzeptiere das ja. Sebastian der Turbo hat Recht.

Ernst1960, 17. Januar 2026, um 21:35

Man hätte den Pik Buben zurück nehmen müssen. Wenn MH dann Karte gelegt hat, dann Spiel nach Prüfung ggf für Gegenpartei gewonnen.

Kartenvernichter, 17. Januar 2026, um 22:01

Spielablauf war so, das zwei Bauern schon draußen waren zu dem Zeitpunkt. Nach dem Aufspiel von Karo Bauer von VH beansprucht HH durch das hinzu werfen von Pik Bauer bevor MH eine Karte hinzu legen kann und dem kommentarlosen aufdecken von Ass, 10 und Ass die restlichen Stiche für sich. VH bemängelt, das HH vorgeworfen hat und kommentarlos die restlichen Karten hingelegt hat. Das Vorwerfen der Karte wäre regelwidrig.

Ramare, 17. Januar 2026, um 22:19

Ernst:
nu schau doch mal.
Das was du jetzt wünscht, das wäre doch nun gegen die Regeln. HH hat doch wirklich absolut nach den Regeln richtig gespielt.

biertulpe, 17. Januar 2026, um 23:07

Dass kommt von immer immer schneller. Das Spiel ist damit gelaufen, ein netter Versuch von VH noch ein wenig Unruhe zu stiften. Hätte auch klappen können. In diesem Fall hätte ich mich geschämt überhaubt am Tisch darüber zu reden.

VETTELmitmTURBO, 17. Januar 2026, um 23:09

ok,das meinte ich.. der HH spieler kann keinen stich mehr abgeben EGAL was die anderen machen - somit sinnvolle spielabkürzung .
@Ralf: schon klar, wollte nur wissen ob das auch hier in KVs fall vorlag..
PS: mancheiner erläutert vll auch irgendwas, wovon er einfach ausgeht, weil er das spiel so gelesen hat... schwuppdiwupp kam es dann sicher auch schon vor, dass bspw abwürfe von 10ern zum problem wurden..
nehmen wir an ein GS hat pik10 dame 8 auf der hand (beifarbe), wovon er die 8 bereits abwarf, sein MS mit 2 alten trumpft irgendwann aus und hat noch pik ass kö 9 auf der hand - nun denkt er supi, ich werde rest machen u zeig hin...
klassischer fall von nixxx da oder? denn hier müsste sein MS nun noch eine entscheidung treffen - zu sehen dass er die 10 zum ass legen sollte - sonst käm er vor und muss ggf den AS nochmal anspielen.... tr raus... dumm gelaufen dann...
daher fragte ich lieber nochmal nach den restkarten von HH hier..
allzeit gh

Kartenvernichter, 17. Januar 2026, um 23:24

In meinem Falle war es so, das Kreuz und Herz Bauer schon im ersten Stich fielen. Im viertletzten Stich kommt dann vom AS Karo Bauer in VH. HH legt dann kommentarlos, bevor MH eine Karte zugibt Pik Bauer und beansprucht durch aufdecken von Ass, 10 und Ass die restlichen Stiche für sich.

VH behauptet dass durch das vorziehen des Pik Bauern und das kommentarlose aufdecken ein Spielfehler vorliegt. Für mich ist das Suchen nach fadenscheinigem Recht. Er kann, unabhängig davon was MH legt, nicht mehr gewinnen.

biertulpe, 17. Januar 2026, um 23:45

Genau, Skat kann so einfach sein aber man kann es ja mal probieren, netter Versuch also.

Ramare, 17. Januar 2026, um 23:58

Andy:
ja, so hatte ich dich auch verstanden. Die Regel besagt ja, (so habe ich es verstanden) dass derjenige, der behauptet alle Stiche zu machen, dieses erklären muss. Und seine Erklärung zum Spielablauf könnte sogar dazu führen, dass er (und auch nur er) wirklich alle Stiche macht.
Und nun hat der Gegenspieler (im Falle von Kartenvernichter ist es ja der Alleinspieler) das Recht, einen theoretischen Spielablauf aufzuzeigen, wo die Gegenspieler zwar alle Stiche machen, nicht aber alle derjenige, der behauptet hat, dass er alle Stiche macht.

Kann er so einen Ablauf erklären, hat der Alleinspieler gewonnen. Kann er so einen Ablauf nicht erklären, haben die Gegenspieler gewonnen!

Leyermarker, 18. Januar 2026, um 07:22

Ich habe schon Alleinspieler ermahnt, auf solch fadenscheinige Art, einen Spielgewinn durch Übertölpeln seiner Mitspieler zu beanspruchen. Im Wiederholungsfall Ausschluss!

Vicious_Hank, 18. Januar 2026, um 08:27

Ist das denn beim Nulouvert anders?
Da hatte ich vor gefühlten 1000 Jahren bei einem Skatturnier ein ähnliches Problem (was entscheidend dazu beigetragen hat reale Vereine zu meiden).
Ich in VH liess meinen Mitspieler abwerfen, so dass er die Farbe nicht mehr hatte. Ich selbst hatte noch 8 und 9, der AS 7 und 10. Da hab ich dann aufgedeckt und 8 und 9 gezeigt.
Zu meiner vollsten Entrüstung reklamierte der AS das Spiel als gewonnen und bekam auch recht.

Trojanerin, 18. Januar 2026, um 08:52

Bei Null und Null Ouvert ist das anders. Du darfst als GS nie deine Karten zeigen, bevor der Zwangsstich ausgespielt ist.
Hört sich blöd an, aber durch die Übernahme deiner Lusche mit der 10 , beansprucht er das Spiel für sich. Total idiotisch eigentlich, aber so sind die Turnierregeln.
Alles etwas verstaubt und eingerostet.

Leyermarker, 18. Januar 2026, um 09:46

Hä? Wenn er die Lusche mit der 10 übernimmt, hätte er den Null bereits verloren.
Die korrekte Entscheidung ist: Spielverlust des Alleinspielers!

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