Skat für Freunde

Skat-Forum

Skat-Strategien: Prinzipienreiter

Also ich muß da mal was los werden.
Normal bin ich ja ein umgänglicher Mensch und spiele Skat
um Spass zu haben.
Aber da gibts so eine Spezis Mensch, die einfach nur nervt.
war heute zweimal an das Opfer solcher gernegrössen.
Die machten ein trara drum, nicht weil der Spielende gewonnen hat,
sondern weil wir , die Gegenseite statt
Spiel1: 37 mögliche nur 34
Spiel2: 43 mögliche nur 33 bekommen haben.
bisher war ich der meinung 31 ist raus ausm Schneider.
was nützen mir dann 43 oder 37 Augen.
Gibts da eventuelle neue regeln beim Skat, die ich nicht kenne.
Und dann noch die beschimpfungen, wegen so einem kinderkram,
naja die erspar ich mir.
Wegen solchen Sandkastenförmchenklauern,werd ich auf jeden
fall meine spielart nicht ändern.
heinrich

du hast Recht, es geht nicht ums Prinzip, möglichst viele Augen zu bekommen, sondern darum, 31 oder 61 zu erreichen. Wer das nicht versteht, und verlorene, völlig unbedeutende Augen beweint, sollte das möglichst leise tun.

Hallo alle zusammen, bin erst seit kurzem hier aber solche Typen wie der Wuschel05 ansprach sind mir hier auch schon begegnet. Ich bin kein Skatprofi aber spiele auch nicht schlecht denke ich mal. Meine Meinung ist, der Sinn eines SPIELES, und vor allem beim Skat ist das miteinander spielen um Spaß zu haben und vielleicht noch dazuzulernen. Bin hier aber auch schon einigen netten, lustigen und vor allem lockeren Leuten begegnet und denk mal das sind die meisten hier

dass dieser von dir genannte Sinn letztlich noch wichtiger ist als das Erreichen der relevanten Augenzahlen, habe ich als selbstverständlich vorausgesetzt!

;-)

Wobei mich das Bild von Mr. Bratfuss ein scheinbar nicht lösbares Rätsel offenbart:

Steht er hinter Gitter und grüßt uns, oder steht er vor dem Gitter und verabschiedet sich grad von uns. :-)) Geniales Bild auf jedenfall.

Na zumindest iss es Egon Olsen... und soweit ich weiß, war der meist HINTER den Gittern statt davor *gg*

wer noch nie hinter gittern war,
weis nicht wie schön es da ist.
den ganzen tag skat ohne terminstress.
ich hab in meiner jugend da skat gelernt.
heinrich

meine Jugend war leider nich so schön,ich musste immer die Milch im Drahtkorb holen!! und da war es egal ob Sonne scheint ,oder der Nebel sich so langsam zuzog!!

War Dein Vater Eisenflechter Diplomat?

wenn de n pfiffiges Kerlchen gewesen wärst ... hättest n Tütchen oder sowas reingelegt... oder bissi gewartet... wenn de Milch dicker is, gehts auch mitn Drahtkorb *zwinkert*

Tütchen....alder sowas gabs damals noch nich,dies olle Plastik-zeug,. nen ,Jutesack,ja,,das wäre gegangen!! Die hatten Mama u. Papa ja auch immer schön unterm Nachtisch liegen;-))

alder? *gg* Hm Deiner Beschreibung nach, bist Du dann der Alde *lacht*
Weisst... mich wundert ja schon eins... Mich ham meine Ellis mitn EIMER in Keller Kohlen holen geschickt. wo doch der Korb gereicht hätt *zwinkert*
Naja wir warn Städter und in der wohlhabenden DDR und konntn uns solche Luxusartikel wie Eimerchen leisten... Allerdings sin wir dann immer mitn Netz shoppen gegangen... das hat dann wiederum fürn Einkauf gereicht

hach ... das warn noch Zeiten... *träum*

Ich merk schon, ich steh da recht allein mit meiner Meinung, ich probiers trotzdem mal.
Natürlich ist es nervig, wenn einer dauernd auf irgendwelchen Augen rumreitet, die im Nachhinein bedeutungslos waren, man muss es ja nicht übertreiben.
Aber sehts mal so: Ihr habt einen Fehler gemacht und daś nicht gemerkt. KEINER macht euch darauf aufmerksam -> ihr werdet den Fehler in einem folgenden Spiel vermutlich wiederholen, und da kommts dann auf die 4, 10 oder wieviel auch immer Augen an.

Ich erwähne es deshalb IMMER. wenn mir ein Spielfehler aufgefallen ist, und ich bin froh, wenn ich im Gegenzug selbst auf Fehler aufmerksam gemacht werde, auch wenn sie in diesem Spiel (!) nichts verändert haben.

Aber ich akzeptiere auch, wenn der andere das nicht hören will und lass es bei diesem Spieler - verstehen kann ich das nicht, weil derjenige keine Chance hat, sein Spiel zu verbessern, aber das ist seine Sache.

Nur am Rande: Beleidigungen gehen natürlich gar nicht.

Hallo Metzgers Tochter, natürlich kann man die Sache so sehen und - genau jetzt zeigt es sich, dass Skat eben quasi das Leben widerspiegelt - diese Ansicht ist unter gewissen Voraussetzungen absolut richtig. Die Voraussetzungen sind, dass klar ist, was ein Fehler ist. Einfaches Beispiel: Nehmen wir mal an, wir beide spielen etwa auf gleichem Niveau (was immer das heißen mag). Wir sind Partner im Gegenspiel: Du merkst dir alle gefallenen Karten genau, zählst nicht mit, ich zähle mit, weiß aber eine bestimmte Karte 2 Stiche vor Schluss nicht mehr.Wir haben 45 Augen, das weiß ich, du nicht. Ich habe bei einem Kreuzspiel noch Pik Dame und Herz 10 in der Hand. Du Herz ASS und Karo König in HH. Du weisst, dass der AS Herz gestochen hat, ich hab das vergessen. Nun spielt der AS den letzten Trumpf aus. Was werfe ich weg, was wirfst du weg?

Wer macht nun hier einen "Fehler", wer kann einen machen?

Ich hoffe mal, dass ich mein Prinzip rübergebracht habe. Ich selbst bin genau dann ein Prinzipienreiter, wenn es um die Relativität sogenannter Spielfehler geht. Wobei die Diskussion am Tisch ja gar kein Problem wäre, wenn man vernünfitg reden würde, von Beleidigungen mal ganz abgesehen. Aber sind Äußerungen wie "Du musst doch Karo aufheben, ich kann dann die ASS schmieren, hast du denn vergessen, dass er Herz gestochen hat?" in entsprechendem Ton gesagt, wirklich eine Hilfe, den vermeintlichen "Fehler" im nächsten Spiel nicht zu wiederholen?

Hm... also Auch wenn ich es nicht soo tragisch sehe und nur selten drauf hinweise (weil ich ja doch selber genug Fehler mache) sehe ich es doch genauso wie MetzgersTochter! Es geht NICHT um den Fehler in diesem Spiel an sich, sondern darum, das er in einer Anderen Situation nicht nochmal vorkommt!
Aber auch John hat Recht... es kommt ja immer drauf an, WARUM dieser Fehler gemacht wurde! :-)
in mancher Situation wars ein Fehler in mancher nicht...

Aber leider weiß man das Vorher nie obs falsch sein wird, was man macht *zwinkert*
Das wichtigste ist und bleibt ,... Konzentration und mitzählen *lächelt* Und sich auch bewusst sein und eingestehen, wann man falsch lag...

hast du schön gesagt und auch absolut Recht; nur: der Frage, was denn nun wirklich ein FEHLER ist, der auch verdient, als solcher bezeichnet zu werden, bist du elegant ausgewichen :-))

Oder gehörst du zu denen, die es schon als Fehler bezeichnen, wenn sie irgendwas an einem Spiel nicht wissen? Denk ich mal nicht. Und selbst dann gibt es die Situation, dass man weiß, das Spiel "so" nicht mehr gewinnen zu können. Wenn man dann noch weiß, dass es anders auch nicht geht, ist es vielleicht dann sogar ein Fehler, die Karten nicht wegzuwerfen???? :-))

Bevor wir uns hier aber zu sehr in die "Fehlerphilosophie" hineinsteigern: Unter Spielern mit normal kommunikativem Spielverhalten ist das kein Problem, aber das Wort "Fehler" aus dem Munde (oder der Feder) von "Stinkstiefeln" (und eben deren scheinbar hilfreiche Kritik) kann schon die Atmosphäre sehr verschlechtern, oder etwa nicht?

Skatspielen ist übrigens ganz leicht, wenn man beherzigt:

Das Richtige ist immer dann richtig, wenn es richtig ist. Ist es aber nicht richtig, ist es falsch!

Ein Fehler ist ganz kurz und knapp... Etwas, was man zu einem bestimmten Zeitpunkt FALSCH gemacht hat!!!

Aus welchen Gründen auch immer... mit der Unterteilung von großem bis kleinem Fehler...

Und JA man muß IMMER darauf achten, wann und in welchem Zusammenhang man (vermeintliche) Fehler anspricht! Denn wie Du schon sagst... die Atmosphäre sollte ja nicht unharmonisch werden...

Oh, jetzt wird es aber genau. Was bedeutet FALSCH gemacht?
1 + 1 = 3; das ist wohl falsch, wenn ich mich nicht irre und auch ein eindeutiger Fehler. Aber: "Er hat seinen Stiel gefunden"
Ist in diesem Satz ein Fehler drin? Ohne eine Zielvorstellung zu definieren, bzw. hier einen Kontext zu kennen, ist diese Frage nicht zu beantworten. Also zurück zum Skat: Ist das Schmieren einer blanken Ass ein Fehler? In der gezielten Beantwortung dieses oder eines anderen beliebigen, aber passenden Beispiels liegt der Schlüssel, egal wie ausführlich man auf die Frage eingeht. Oder: Ist es falsch, mit einer winzigen Chance auf einen Sieg im Gegenspiel (oder auch nur dem Glauben daran), sich nicht schneiderfrei zu spielen, um diese Chance zu nützen? Wer setzt den Maßstab?

Den Maßstab im Skat John... setzt ganz allein das jeweilige SPIEL!
Und der Fehler definiert sich dann dementsprechend auch aus dem Spielverhalten... Er "KANN" (wohlgemerkt kann)... darin bestehen, das ein Spieler etwas bestimmtes im Sinn hat, was aber gar nicht mit der Spielweise seinen Partners übereinstimmt...
Ich will das auch gar nich weiter mit Beispielen ausufern lassen...
Du bist selber ein Skatspieler und hast bestimmt auch einige Spielzüge als Fehler deklariert...
Und jetzt willst Du alles In Frage stellen, das man NIX wirklich als Fehler bezeichnen kann???
Sollte in Deinen Augen ein Skatspiel tatsächlich praktisch Fehlerlos sein... , weil es Theoretisch einen richtigen Grund hatte??? WEIL Sooo stellst Du es in meinen Augen gerade dar!

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wir kreisen das Problem exakt ein, motzi. Nun sollten wir nur noch versuchen, nicht darüber zu reden, was ich oder du oder wir eigentlich nicht tun sollen oder wollen, sondern die Frage konkret angehen, was denn nun ein Fehler ist. Zuerst mal folgendes klare Statement:

1. Es gibt Fehler beim Skatspiel.
2. Das Problem sind dabei nicht die x Fehler, die ich selbst in meiner Laufbahn gemacht habe, auch nicht die y Fehler, die meine Partner im Gegenspiel gemacht haben (angenehm waren die z-Fehler, die meine Gegenspieler gemacht haben), sondern die atmosphärestörenden Diskussion über angebliche Fehler
3. Ich will nun nichts mit Beispielen ausufern lassen, für eine Kategorisierung reicht aber hier der Platz nicht aus, also doch zwei Beispiele, was ich als Fehler definiere und was nicht:

a) Fehler: GS haben 45 Augen, Partner spielt Jungen, AS gibt Jungen zu, du hast eine ASS und schmierst sie nicht; später sticht sie auch nicht, mit deiner geschmierten 10 sind es 59. Klarer Fehler! Begründung: Die Entscheidung, die der Spieler getroffen hat, hat zum Spielverlust geführt. Er hätte die falsche Entscheidung dann vermieden, wenn er seine spielerische Kompetenz darauf abgestellt hätte, die eigenen Augen mitzuzählen. Bei Einmaligkeit, Ablenkung etc. ein situativer Fehler, ansonsten ein grundlegender Fehler der Spielauffassung.

b). kein Fehler: GS haben 44 Augen ....Rest wie gehabt. Begründung: Spieler hat mitgezählt, Spiel wäre nicht gewonnen worden, Spieler hat die Entscheidung getroffen, keine 59 Augen erreichen zu wollen! Diese Entscheidung steht dem Spielziel beim Skat nicht entgegen, außerdem kann daraus eben nicht abgeleitet werden, dass er die Ass nicht dann schmieren würde, wenn das Spielziel (60 Augen) damit erreicht werden würde.

Auch hier, kann ich Dir nur zustimmen John!

der ja - sager