Unterhaltung: Outing - Hitzelsberger

k_Uno, 15. Januar 2014, um 17:39

"...bist die Ärzte mich heilten."

ich habe fast den Eindruck, die Ärzte haben da am falschen Hebel angesetzt gehabt.

eggii, 15. Januar 2014, um 17:58

Das "gehabt" kann noch wegoperiert werden.
Ärztepfusch ?
:-)

Ex-Stubenhocker #34661, 15. Januar 2014, um 18:09

Gibt ohnehin keine Gesunde. Ein vermeintlich Gesunder ist lediglich falsch behandelt.

Ex-Stubenhocker #141810, 15. Januar 2014, um 18:10

Lol eggii,Ich dachte das ist sächsisch............nicht???grins

k_Uno, 15. Januar 2014, um 18:18

eggii, wenn ich etwas schreibe, dann meine ich das auch so.
Also vollständig lesen und versuchen zu verstehen.

eggii, 15. Januar 2014, um 18:28

Ja Papst Kuno.
Aber den ganzen Zermon zuvor hab ich mir nett mehr antun wollen.
Ich halt es da wie Agnes und Hannes...
Letzte Nachricht klicken.
Nun warst Du der Ultimo.
Stelle Dir als Trostträne einen Uozo ab :-)

Ex-Stubenhocker #186, 19. Januar 2014, um 01:08
zuletzt bearbeitet am 19. Januar 2014, um 01:10

hab nach einer Woche Abwesenheit mal überlesen und hoffentlich nicht zu viel überlesen. Wie soll man kurz zusammenfassen? Nur ein Versuch:

1. Abgesehen davon, dass - für mich nicht ganz verständlich - hier von brauner Soße gesprochen wird, wenn man die Begeisterung über die absolute Normalität von gleichgeschlechtlicher Liebe nicht so ganz voll teilen kann, keine persönlichen Anfeindungen, Super!

2. Die Folgen dieser angesprochenen Begeisterung nicht ziehen zu wollen (absolute Gleichstellung der Homo-Ehe, ja, am besten Abschaffung des ganzen Begriffes, bzw. der Begriffe homo und hetero - Änderung der Denkweisen durch Änderung der Sprache) bedeutet durchaus noch nicht Intoleranz. Das sollte man nicht vergessen. Man bedenke bitte, dass eben gerade wegen der Verfolgung der Homosexuellen (und auch schon vor der Nazizeit) nun das passiert, was leider unvermeidlich ist: Übermäßiger Ausschlag des Pendels in die andere Richtung. Sollte man nicht einfach mal sich um Versachlichung bemühen?

Und noch etwas: 3. Ich selbst würde mich durchaus nicht als intoleranten Menschen bezeichnen (wobei ja schon das Wort "Toleranz" in diesem Zusammenhang einen verpönten Geruch hat, ist mir klar). Ich kann und will aber nicht auf einer Linie schwimmen, die irgendwann dazu führt (na ja, überspitzt, aber vielleicht doch führen könnte), dass man sagen muss: "ich bin hetero und weiß, dass es schlecht ist. Aber lasst mich halt ein Wesen des anderen Geschlechtes lieben!" Nun wird diese homoskeptische Einstellung ja von Gruppen geteilt, die - interessanterweise - teilweise deswegen angegriffen werden, teilweise aber nicht. Ich vereinfache: Neonazis, christliche Parteien, Christen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich keiner dieser Gruppe nahestehe. Doch darum geht es weniger:Ich frage mich nur, warum man (also die nicht homoskeptische Mehrheit hier) die christliche Religionsgemeinschaft so ganz in Ruhe lässt, statt sie wegen Intoleranz und falscher Sichtweise des ganzen Themas anzugreifen!

macwing, 19. Januar 2014, um 02:05

tja, so ist das eben in deutschland. alles wird in die extreme getrieben. sei es die ns-zeit, dann die 68ziger, der ungebremste zuzug, der umzug der regierung nach berlin und nun die schwulen.
die volksmeinung wird eh' nie eingeholt.
ein abgehalfterter fussballspieler outet sich und die medien sowie die gutmenschen stehen kopf.
kaputte strassen, der mangel an kindergaerten oder altenheimplaetzen ist weniger interessant, ein fullballer hat sich geoutet. welche glanzleistung, nachdem er sein schaefchen im trockenen hatte.

k_Uno, 19. Januar 2014, um 02:33
zuletzt bearbeitet am 19. Januar 2014, um 02:38

"Doch darum geht es weniger:Ich frage mich nur, warum man (also die nicht homoskeptische Mehrheit hier) die christliche Religionsgemeinschaft so ganz in Ruhe lässt, statt sie wegen Intoleranz und falscher Sichtweise des ganzen Themas anzugreifen!"

Ich würde jedem raten, der aus der Kirche ausgetreten ist, ob nun Atheist oder sich zu einer Glaubensgemeinschaft bekennend, nicht jedes Thema in einen Antikreuzzug enden zu lassen.

Ich find's weniger lustig, sich selber als nicht intolerant bezeichnen zu wollen, Andersdenkende oder gar Angehörige einer oder mehrerer Religionsgemeinschaften angreifen, vielleicht gar vernichten zu wollen, aus dem einzigen Grund heraus, weil man nicht derer Ansicht ist.

Ich kenne viele, sogar mehr als nur viele, die einen christlichen Glauben haben und nicht traditionelle Partnerschaften pflegen.

Ex-Stubenhocker #34661, 19. Januar 2014, um 11:26
zuletzt bearbeitet am 19. Januar 2014, um 11:30

@ macwing,

1. Nun werden wieder fleißig Klischees bemüht. Alles wird in das Extreme getrieben? Wenn das Ziel ist, dass von einer Extremposition in Richtung Mitte gerückt wird, ist es unerlässlich, dass man zugespitzt formuliert, um dann wenigstens etwas zu erreichen. Wenn man zu zaghaft an die Dinge herangeht, wird man kaum etwas grundlegend im Hinblick auf eine Änderung von althergebrachten Anschauungen bewegen können. Dies Methodik ist selbstverständlich nicht auf Deutschland bezogen.

2. Natürlich gibt es auch eine Vielzahl anderer Probleme, die noch zu lösen sind. Jeder hat da ja so seine eigenen Vorstellungen. Über die von dir genannten Fälle hinaus gibt es sicherlich noch viel mehr Beispiele zu benennen. Das schließt doch aber nicht aus, dass man bestimmte Problemlagen völlig undifferenziert unberücksichtigt lässt.

3. Die Behauptung, er habe sich erst geoutet, nachdem er seine Schäfchen im Trockenen hatte, regt mich echt auf.
Vielleicht bist du nicht auf der Höhe der Diskussion. H. wollte sehr wohl in seiner aktiven Zeit mit dem Thema an die Öffentlichkeit gehen. Das hat auch der Bundestrainer bestätigt. Ihm wurde dann von dritter Seite wegen der nicht absehbaren Folgen davon abgeraten. Es bleibt aber, dass sich schon mal ein Fussballer, wenn auch nicht mehr aktiv, geoutet hat. Der nächste wird dann wahrscheinlich ein aktiver Spieler sein, dem es im Hinblick auf die derzeit geführte Diskussion erheblich leichter gemacht wird.

Im Übrigen hält sich H. im Hinblick auf die Diskussion angenehm zurück. Er befördert das Thema gerade nicht, was sich daran zeigt, dass es sämtliche Einladungen zu talkshows abgelehnt hat.

Was mich aufregt? Deine Worte deuten darauf hin, dass du es besser gefunden hättest, wenn H. sich gleich geoutet hätte. Klar, dann wäre er ja ein richtiger Kerl gewesen. Ach so, er ist ja schwul. Na dann erklärt sich ja alles.
Ein Schelm (Schuft) wer Böses denkt.

riesling15, 19. Januar 2014, um 12:37
zuletzt bearbeitet am 19. Januar 2014, um 12:39

es ist doch immer so: Wenn sich ein "Promi" zu irgend etwas outet, gibt es einen orkanartigen, medialen Rummel.
Sei`s drum. In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, die fast tagtäglich voller neuer "Überraschungen" steckt, hat man gelernt Dinge hinzunehmen so wie sie sind, für sich zu akzeptieren oder sie halt für sich auch abzulehnen.
Im Fall Th.H. bin ich mir sicher, dass sein Umfeld während seiner aktiven Laufbahn davon Kenntnis hatte und damit auseinandergesetzt bzw. arrangiert hat.
Wenn ich meine Spaghettis mit Stäbchen esse, kräht heute auch kein Hahn mehr nach.

macwing, 19. Januar 2014, um 22:19

haette er sich gleich geoutet, ja dann waere er ein richtiger kerl gewesen. naemlich ein kerl, der zu seiner ueberzeugung steht. egal ob schwul oder nicht. er haette jedoch damit rechnen muessen, aus dem fussballgeschaeft zu fliegen. ach ja, waere da doch nicht der schnoede mammon. der waescht in vielen bereichen des lebens ueberzeugungen und skrupel weg.

mmaker, 20. Januar 2014, um 20:42

macwing,

ersetze mal testweise in Deinem Beitrag "der schnoede mammon" durch "sein Job".

Es gibt an vielen Stellen leider noch gute Gründe sich nicht zu outen. Genau das zeigt ja, dass da noch nicht alles gut ist.

Heldentum kann man sich wünschen aber nicht von einem anderen Menschen verlangen.

Dass er offenbar (ich habe keine Ahnung davon, in welcher Phase seine Karriere ist) bis zu einem Zeitpunkt gewartet hat, wo die persönlichen Folgen für ihn etwas überschaubarer waren, kann ich gut nachvollziehen.

Es wäre auch völlig ok gewesen, es nie zu sagen wie wahrscheinlich dutzende seiner Kollegen. Dass er es trotzdem getan hat, ist grossartig.

MM

Ex-Stubenhocker #119940, 21. Januar 2014, um 01:03

der held!

er hält sehr gern was gut gefällt.
der held ist gern allein.

Gallieratze, 21. Januar 2014, um 11:10

@ Ramare - Dein Zitat:
=Es wäre auch völlig ok gewesen, es nie zu sagen wie wahrscheinlich
dutzende seiner Kollegen. Dass er es trotzdem getan hat, ist grossartig.=

Wenn es großartig ist, Belastendes einzugestehen, dann oute ich mich jetzt auch.
Als kleiner Bub hab ich eingepinkelt und im Kindergarten mit der Nachbarstochter
"zeig mir mal deines, dann zeig ich dir meins" gespielt.

Bin ich jetzt auch ein Held ?

Gallieratze, 21. Januar 2014, um 11:26

Sorry, das Zitat war von mmaker

mmaker, 22. Januar 2014, um 00:49

Gallieratze,

ob solche Eingeständnisse Dir so schwer fallen, dass man von Heldentum sprechen kann, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du genau wie ein sich outender Schwuler keine Nachteile dadurch erleiden musst, weil Du etwas völlig alltägliches und menschliches eingestehst.

Allerdings hält sich die Brisanz des Themas bei Dir in Grenzen, da Du (wenn ich richtig verstehe) Deine Bettnässerphase inzwischen hinter Dir hast und dies auch deutlich weniger einzigartig ist als ein offen schwuler Bundesligaspieler.

MM

k_Uno, 22. Januar 2014, um 01:15

Gibts auch geschlossene?

Ex-Stubenhocker #128106, 22. Januar 2014, um 01:29

blutgrätsche

mmaker, 22. Januar 2014, um 01:38

k_uno,

leider bist Du nicht nachlässig genug, um zu behaupten, dass das Gegenteil von "offen" "zu" ist. Da wär mir bestimmt ne schlaue Antwort eingefallen :)

MM

mmaker, 22. Januar 2014, um 01:44

steffek,

Anspielungen aus der Fussballwelt sind für mich noch schwerer zu verstehen als Bairische Dialekte in Lautschrift :)

Ich versuchs morgen früh noch mal, verspreche aber nichts ;)

MM

Bine60, 22. Januar 2014, um 02:41

jungs,männer... ob schwul oder nicht.

ich als mädchen lehn mich mal ganz weit aus dem fenster.
aus meinem bauch heraus.
das anders sein macht den männern doch keine probleme, wenn es sie nicht persönlich in ihrem umfeld betrifft.

fußball ist eine männerdomäne..
glauben die männer?
dabei beherrschen die deutschen frauen schon lange die weltspitze. ist das so?
dann seid stolz auf die deutschen frauen
ich bin schwimmerin, nicht lesbisch und lege einzig wert auf erbrachte leistungen.
warum zum geier ereifert ihr euch um dieses thema?
immer noch ersaufen jeden tag menschen, die einfach nur ein menschenwürdiges leben möchten. neuerdings ist es wieder hipp, pelz zu tragen...
wie werden diese erzeugt?
in der ukraine fordern menschen ihr recht auf demokratie...
wen kümmerts?
die muslimbrüderschaft hat sich ein ziel gesetzt: wir erobern die welt.
bei denen gibt es keine demokratie...
macht euch darum sorgen!
ich möchte nicht eines tages gesteinigt werden, nur weil ich meine beste freundin auf den mund geküsst habe...
ich mag menschen..
und ich mag die freiheit...
in diesem sinne
lg
mel

eggii, 22. Januar 2014, um 10:04

Klasse Beitrag mel.
Ganz stark !

natural, 22. Januar 2014, um 10:59

...ja klasse Beitrag und stimme dem geschriebenen zu. Mit einer Einschränkung.
Ich empfinde es auch als wichtig über dieses Thema offen zu diskutieren, denn nur dadurch wird sich (hoffe iche zumindest) in unserer Gesellschaft auch in diesem bereich etwas verändern können.
...das heisst ja noch lange nicht, dass sich Menschen mit den angesprochenen Themen von @melissa nicht auseinander setzen und mit ihren Möglichkeiten versuchen etwas zu verändern.

Ex-Stubenhocker #34661, 22. Januar 2014, um 11:18
zuletzt bearbeitet am 22. Januar 2014, um 11:18

@ mel,

alles gesagt. Zusätzlich möchte ich natürlich auch, dass du weiterhin unbehelligt Auto fahren darfst :).

Gruß
gb

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