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Unterhaltung: Danke Günter Grass

...für viele kritische Momente zum Nachdenken. In meinem Leben warst/bist du eine Bereicherung. DANKE!!!

...hier ein paar Werke von ihm:
https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&rlz=1C1AKJH_enDE601DE601&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=g%C3%BCnter%20grass%20werke

Günter Grass, ein ganz Großer ist von uns gegangen. Ich durfte ihn vor ein paar Jahren persönlich kennenlernen,unvergesslich. Danke und möge er in einer anderen Welt weiterhin die Menschen mit seinem künstlerischen Schaffen erfreuen und zum Nachdenken anregen. R.i.P.

Dem kann ich mir nur anschließen!

Gerade ist der Tod von Siegfried Lenz ein halbes Jahr her, stirbt ein weiterer unter den streitbaren großen deutschen Schriftstellern der Nachkriegszeit.
Beide setzten sich kritisch mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander und unterstützten zusammen die SPD.
Waren es bei Lenz "Das Feuerschiff" und "Zeit der Schuldlosen", so bleiben mir bei Günter Grass die "Blechtrommel" und "Die Rättin" in Erinnerung.

In liebevoller Erinnerung bleibt auch die mitverfasste tolle Anzeige 2004 in allen Zeitungen "Auch wir sind das Volk".
Ein Mann des Volkes halt.

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Deshalb sagte ich ja "liebevoll"...

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Ich denke mal das sollte man besser in einem gesonderten Thread erörtern.
Natural hat ja hier einen Nachruf gemacht.
Den kleinen Seitenhieb konnte ich mir, so sehr ich es auch versucht habe, nicht verkneifen.
Also, auch von mir ganz aufrichtig den Trauernden mein Beileid.

ganz schön linke Nummer, die Herren dagwood und riesling.

was soll das hier ..., lauter entfernte Einträge, watt ist das für eine "Feigheit vorm Feind " ?

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Hi Kätzchen ... kannst wieder lesen, was ich schreib ?

Willkommen im Club ^^ !

johnny,

dagwood hatte die Unterstützung von Grass für die Hartz 4 Reformen kritisiert und riesling bezog sich auf die SS Vergangenheit von Grass.
Warum die das gelöscht haben sollten sie selbst beantworten...

tja ... ok, passt nicht grad zu einem Nachruf !

wenn man über tote nichts gutes zu sagen hat,sollte man schweigen...

naja, gibt schlimmeres

...icke schon, denn denn 2 Wälzer hab ich nicht gelesen welche mich immer Interessierten:
Der Butt und die Rättin, Danke Günter, kieke mal mir das rein zu lesen.

hallo Hagenstein, ich hatte meinen Beitrag rausgenommen, weil er nicht ganz stimmte in Bezug auf das Eingestehen zu seiner SS-Mitgliedschaft. Er hat sich erst 2006 mehr oder weniger auf Druck dazu geäussert.
Es hat zwar nichts mit seinem Ableben zu tun........ im übrigen war er wirklich ein herausragender Autor. Aber leider versuchte er halt, seiner unrühmlichen Vergangenheit so lange wie möglich aus dem Weg zu gehen.
Ich achte absolut sein hinterlassenes litarariches Erbe, trotzdem lässt sich solch eine Vergangenheit nicht abstreifen wie ein schmutziges Hemd.

....und der ohne Sünde ist,der werfe den ersten Stein.....

@ Dina, Recht hast DU

Grasss konnte auch das erklären, warum er sich erst spät dazu bekannte und hut ab, sich dem zu stellen.
Gut sind die welche Gutes tun.

Kehre, jede/r vor der eigenen Tür.

LG Opal

Riesling, er hat sich ohne Druck geäußert. Woher sollte der Druck denn gekommen sein ?

Nach Jahrzehnten war Günter Grass der Meinung, es spiele keine Rolle mehr, ob man mit 17 als Richtkanonier in einem Panzer der Waffen-SS oder der Wehrmacht saß.
Das war ein Fehler. Er, ausgerechnet er, als bekennender Alt-Linker, hätte es zumindestens ahnen müssen, was ihm blümt.
Er selbst hatte es immer als Qual begriffen, sich über seine Soldatenzeit überhaupt zu äußern.
Mit 15 hat er sich, bedingt durch ärmliche und engbegrenzte Häuslichkeit zur Wehrmacht gemeldet.
Ideologie spielte da wohl keine Rolle.
Heinrich Böll, von 1939 - 1945 Wehrmachtssoldat, hatte nie Probleme deswegen. Er wäre lieber daheim geblieben. Hatte wohl aber auch nicht diese Armseligkeiten eines Günter Grass als Kind zu ertragen.

"vor der eigenen tür kehren."

eine gute und sinnvolle aufgabe.
auch fallen die blüten.
man denkt immer: so leicht.

Dem toten Grass nachzutreten in Sachen Vergangenheit ist mies.
Aber auch eine Frage der (Un)Verhältnismäßigkeit:
Seine Vergangenheit liegt 80 Jahre zurück.

Die der roten Faschisten, wo den 17-Millionen-Gulag "DDR" betrieben, noch nicht mal die Hälfte dieser Zeit.
Die haben doch alle Dreck und Blut an den Händen und erdreisten sich heute, in dem Staatswesen, das sie einst "des Teufels" wähnten, Führungspositionen einzunehmen.
Ohne jede Scham, unverfroren, unverurteilt oder mit nur symbolischen Bewährungsstrafen gehätschelt.
Geht auf die los, nicht auf Grass ! Die leben (leider) noch.