Unterhaltung: Armutszuwanderung aus Bulgarien und Rumänien und so weiter.

Ex-Stubenhocker #119940, 05. Januar 2014, um 14:25

trefft euch und singt:
"3 chinesen mit 'nem kontrabass".

k_Uno, 05. Januar 2014, um 14:26

Da hat die Hundegewerkschaft was dagegen.

wolfsschnauze, 05. Januar 2014, um 14:28

Davor habe ich echt Angst! Verarmte Chinesen aus Bulgarien wandern bei uns ein und belästigen mich mit ihrem Kontrabass als Straßenmusiker und Bettler! Gibt es eine Therapie für eine solche Phobie?

k_Uno, 05. Januar 2014, um 14:31
zuletzt bearbeitet am 05. Januar 2014, um 14:32

Wer mit dem Wolf tanzt braucht keine Therapie.
Der ist gestört genug.

Spielerin1962, 05. Januar 2014, um 16:16

Super Beitrag ! John
Ich habe vor Jahren mit einem Volkswirt in Nachbarschaft gewohnt und fand es hoch spanend als er mir erzählte, dass er Statistiken über die Kriminalitätsrate der gesamten Bundesrepublik erhebt.
Dabei kam raus das die durchschnittlichen Straftaten bei ausländischen Mitbürgern höher liegt, als bei der übrigen Bevölkerung.
Genauso wertete er dir Straftaten bei der übrigen Bevölkerung aus und es kam raus, dass in den sozialen Brennpunkten von deutschen Mitbürgern die Krinminalitätsrate geringfügig höher als bei Ausländern ist.
Die Schlussfolgerung dieser Auswertung war: Menschen die ausgegrenzt werden, haben ein höhere Bereitschaft sich gegen die allgemeingültigen Vorgaben zu stellen.
Ein Großteil dieses Dilemmas ist die Ausgrenzung die Menschen tendenziell aggressiver macht.
Daher wäre die Lösung ja einfach. Lasst uns alle integrieren in den Seelen und uns gegenseitig vertraut machen.
Wenn da nicht die lästigen Urinstinkte wären^^ Es scheint bei einigen die uralte Angst deutlich zu sein, dass Fremde eine Bedrohung für die übrige Sippe darstellt. Wie in der Steinzeit, brauchte man sein Essen für sich und seine Familiensippe und Fremde waren erstmal gefährlich.
Dieser Urinstikt ist mittlerweile zwar überholt und es ist enorm wie sehr einige doch noch in dieser Primatenentwicklung verweilen.

wolfsschnauze, 05. Januar 2014, um 16:40

:-)
Da kann ich nur noch Methusalix aus "Das Geschenk Cäsars" zitieren:
"Du kennst mich doch, ich hab' nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!"
und später:
"Nein! Mich stören Fremde nicht, solange sie bleiben wo sie hingehören. Wenn sie aber zu uns kommen, hab´ ich keine Lust zu ihnen zu gehen!"

Ich wünsche allen im Ausland lebenden Deutschen "angenehme Fremde"...

Ex-Stubenhocker #46729, 05. Januar 2014, um 18:33
zuletzt bearbeitet am 05. Januar 2014, um 18:36

@john2,
Ich finde deinen Beitrag nicht schlecht. von dieser Seite aus betrachtet , sogar gut.Jetzt kommt mein aber.Der Sozialismus war in der Theorie auch nicht schlecht.
Ein vereintes Europa ,wo jeder Bürger gleich ist , wird genauso scheitern wie der Kommunismus gescheitert ist. Jede Volksgruppe pocht darauf mit seinen Eigenheiten anerkannt zu werden! Das klingt gut ist es aber nicht.1. Beispiel: Kindergeld in jeden Land unterschiedlich.Cz 40€, Bulgarien ,Rum. 10€ Deutschland 180€Also ein einheitliches Kindergeld Fehlanzeige!Nun hat jeder Eu Bürger das Recht seinen Aufenhaltsort in der Eu selbst zu bestimmen.Den Behörden zu erklären " ich will in der BRD leben". Somit ist er berechtigt ,diese Leistung zu beziehen. Er muß keine Arbeit haben, auch nicht nachweisen!!!!Er muß nur hier wohnen!(bis jetzt haben zb. 31000 Bulgaren von dieser Regelung Gebrauch gemacht)Da bin ich ja mal gespannt wie man da in 10 Jahren die Fachkräfte daraus rekrutieren will. 2.Beispiel:In jeden anderen Land der Eu haben arbeitende EU Bürger erst nach 5 Jahren Anspruch auf Sozialleistungen .Günstigere Urteile basieren laut Eu nur auf deutschem Recht!Wenn das mal kein Argument für Deutschland ist.3. Beispiel:seit dem Wegfall der Grenzkontrollen sind im grenznahen Raum zu Polen und Tschechien die Wohnungseinbrüche , der Autoklau usw. sprunghaft angestiegen.
Mir fällt es sehr schwer ein glühender Europäer zu sein oder zu werden.Ach so ,ich will nicht alles schwarz sehen. Die Gurken sind etwas gerader geworden , welch ein Glück!
Entscheidend ist doch was hinten rauskommt , nämlich nur Sch.....

mmaker, 05. Januar 2014, um 19:25

Statistiken können selbst wenn man verantwortlich damit umgeht immer nur gewisse Askpekte der Realität wiederspiegeln. Wenn man sie aber verwendet, indem man einzelne Zahlen herauspickt und mit Dingen verbindet, die in den Zahlen garnicht reflektiert werden, wirds böse.

Beispiel:
Die Aussage "31000 Bulgaren beziehen Transferleistungen" ist nachweisbar (hab ich nun nicht gemacht, ich glaube das aber mal).

aber

"31000 Bulgaren machen sich die Regel zunutze, dass sie nur in D wohnen müssen um dann Sozialleistungen zu bekommen"

ist tendentiös, unbelegt und wird uns hier einfach untergeschoben.

Wo ist die Statistik über die Beweggründe, die diese Bulgaren nach Deutschland brachten? Wieviele von denen hatten "ganz normal" Pech? Wurden welche unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach D gelockt und stehen nun dumm da? Gibt es möglicherweise auch unter Bulgaren andere Gründe als Faulheit, die zu Sozialhilfe führen können?

Genauso kann man aus

"Über 4 Millionen Menschen in D beziehen Harzt IV"

machen

"Über 4 Millionen Menschen in D ruhen sich in der sozialen Hängematte aus".

Wäre das fair? Nein? Warum ist das dann in bezug auf Bulgaren korrekt?

Weitere interessante und auch beantwortbare Fragen sind zum Beispiel:
31000 ist viel im Vergleich zu WAS? Wie hoch ist der Anteil Sozialhilfeempfänger bei Bulgaren im Vergleich zu Menschen anderer Herkunft? Wieviele Bulgaren gibt es in D, die arbeiten, Sozialleistungen abführen? Sind das womöglich so viele, dass das "Problem" dadurch noch kleiner wird?

Fragen über Fragen; trotzdem scheint es erfahrungsgemäß immer attraktiver zu sein, einfache Antworten herauszuposaunen, ganz egal wie falsch sie sind :-(

MM

ps: Das wäre alles nicht so schlimm, wenn es hier nicht um Menschen gehen würde. Lustigen Umgang mit Wahrheit, Statistik und Folgerungen daraus stelle ich jeden Tag fest und das meiste davon kann man unter Mythenbildung und Aberglauben subsummieren. An dieser Stelle macht mir das alles aber ganz ehrlich Angst :-(

wolfsschnauze, 05. Januar 2014, um 19:35

Das in der europäischen Bürokratie endlos Fehler gemacht werden, wer will das bestreiten. Aber ist das in Deutschland besser? Da kann ich nur lachen...

Zusammenwachsen dauert immer, es ist ein Prozess.

Und zum Thema Kindergeld:
Würdest Du für 30 % mehr Einkommen nach Genf ziehen? Sollte jemand jetzt ja sagen, wünsche ich ihm viel Spaß. Er soll sich allein mal das Mietpreisniveau dort ansehen...

Wenn man sich mal die Lebenshaltungskosten in Rumänien und Bulgarien bzw. in Deutschland anschaut, dann bleibt von der üppigen Differenz so viel nicht übrig. Und Kindergeld bekommt man in Deutschland nur, wenn man hier auch lebt. Ist also alles relativ.

giulietta, 05. Januar 2014, um 19:36

mmaker, danke für die mühe.

Ex-Stubenhocker #128106, 05. Januar 2014, um 19:39

Alle Menschen sind von der gleichen Farbe wenn das licht der Kerze erloschen ist .
Jetzt amoi ehrlich - wichtig ist es doch vor Ort , also da wo es einen direkt betrifft mit den leuten auszukommen. Das ist die einzigste politik die für mich zählt.

Ex-Stubenhocker #128106, 05. Januar 2014, um 19:42

ehrlich und fair - und du bekommst es in so einem fall gedankt da bin ich mir sicher, andernfalls geht ma besser wo anders hin.

mmaker, 05. Januar 2014, um 19:43

giulietta,

da nicht für ... ich kanns eh nicht lassen - auch wenn ich mir des Öfteren die Sinnfrage stelle.

never give up, never surrender ;)

MM

Ex-Stubenhocker #128106, 05. Januar 2014, um 19:48

alfa - überleg amoi -
wohnwagen - a paar blinklichter - na hättst des gor nix mehr so schlimm funden , glaubst ned auch ^^

Ex-Stubenhocker #46729, 05. Januar 2014, um 20:59
zuletzt bearbeitet am 06. Januar 2014, um 09:55

@mm,
ich kann dir auch die ganzen Zahlen aus der Zeitung abschreiben. Zuzug im ersten Halbjahr 2013.( entnommen aus der "Freien Presse" Chemnitz vom 03 .01.2014) .Geh mal davon aus das die stimmen! Den Beitrag bitte richtig lesen . 31000 beziehen Kindergeld!
Unter den 6 Mil.Beziehern von Hartz 4 sind 18000 aus Rumänien, 20000 aus Bulgarien. Das waren zum großen Teil "Selbständige"Also ,haben immerhin 11000 hier eine Arbeit!Die normale Bevölkerung hat aber nun erst ab 2014 das recht hier her zu kommen!
Wir werden uns mal in einen Jahr erneut darüber unterhalten, welche Fachkräfte uns diese Lösung beschert hat. Ich habe mit Hartz 4 Empfängern absolut kein Problem.In dieser Sackgasse kann jeder Normalo landen.

Ex-Stubenhocker #186, 05. Januar 2014, um 23:45

@Bergfreund (zu deinem Aber).

Falls mein Beitrag so geklungen hat, als wäre ich ein glühender Verfechter eines vereinten Europas, war das ein Missverständnis. Gerade der Vergleich mit den USA zeigt doch, dass dort wesentlich mehr Gemeinsamkeiten, besonders in historischer Hinsicht, sind, als in Europa. Ich wollte ja eben gerade darauf hinaus, dass die Idee alleine nichts bringt. Außer Problemen (wie beim Computer, der welche löst, die man ohne ihn nicht hätte). Abzuwägen, ob eine wie auch immer geartete europäische Gemeinschaft mehr Vor- als Nachteile bringt, dürfte sehr schwer sein. Mich hat jedenfalls der Geldwechsel beispielsweise nie gestört und wenn ich daran denke, dass Verkehrsregeln internationalisiert werden, dann bestimmt in Richtung der jeweiligen Höchststrafe. Dass Allerschlimmste ist aber, dass jeder Europazweifler schon in Richtung Nationaldenkens gedrängt wird.

mmaker, 06. Januar 2014, um 00:03
zuletzt bearbeitet am 06. Januar 2014, um 00:13

bergfreund,

mit dem Lesen klappts bei mir ganz gut, obwohl Deine Interpunktion ab und zu das Verständnis schon erschwert (einfache Regel: Leerzeichen NIE vor Satzzeichen; Leerzeichen IMMER nach Satzzeichen). Gelegentlich mal ein neuer Absatz erfreut den erschöpften Leser auch. Bitte nicht böse sein, meine Schreibe ist auch alles andere als perfekt :)

Das Missverständnis Sozialhilfe versus Kindergeld ist unbedeutend. Es ändert nichts daran, dass die Zahlen kein Beleg für die Absicht sind. Es geht nach wie vor um die Unterstellung unredlicher Absichten.

Ich fürchte, wir werden uns in einem Jahr nicht wieder über das Thema unterhalten - zu diesem Zeitpunkt wirst Du Dich bereits geschätzte 5 bis 6 Zyklen weiter im Hamsterrad der durch die Medien induzierten falschen und nutzlosen Empörung befinden.

Welche Sau dann gerade durchs Dorf getrieben wird, mag ich noch nicht einmal mutmassen. Sei Dir aber sicher, es wird auch ein Thema sein, das

1. Das übersteigerte Interesse ob seiner realen Wichtigkeit nicht verdient

2. Bei näherem Nachforschen keine Lösung besitzt oder nur mögliche Lösungen hat, die mehr Probleme auslösen würden als das empörende "Problem"

3. Einen Nerv trifft und Selbstdarstellern eine Bühne gibt und Provokation erlaubt

4. Am Ende ergebnislos durch ein neues ersetzt wird. (Wenns gut läuft; manchmal entstehen als Seiteneffekt politische Schnellschüsse, die oft jahrelanger Korrekturen bedürfen).

5. Von den Dingen ablenkt, die wirklich Empörung verdienen und an deren Änderung zu arbeiten möglich wäre; vor allem wenn die so verschwendete Energie zur Verfügung stände.

6. Also letztendlich garantiert, dass sich nichts zum Positiven ändert.

Falls ich mich irren sollte, stehe ich für ein gemeinsames Fazit im Januar 2015 gern zur Verfügung.

MM

ps: Bevor man nun denkt, ich glaube an die große Verschwörung oder an Manipulation der Medien. Nein. Das Ergebis ist einfach nur durch die menschliche Natur bedingt. Auf allen Ebenen wird mitgespielt, weil es der einfachste und gefahrloseste Weg ist. Mit den Freizeit-Revolutionären stimme ich nur in dem Punkt überein, wer die sind, die davon profitieren ;)

ps2: Und nochmal: das wäre alles halb so schlimm, wenn es nicht um Menschen ginge, die diskreditiert werden - ob das nun Rumänen, Bulgaren, Sozialhilfeempfänger oder faule Griechen sind.

edit: Wieder einmal die allerschlimmsten Rechtschreibfehler durch weniger auffällige ersetzt.

macwing, 06. Januar 2014, um 00:24

jeder europazweifler wird in deutschland nicht nur in richtung nationaldenken gedraengt, sondern ist automatisch braun, nazi und rassist.
allein aufgrund der sprachenvielfalt sowie der unterschiedlichen kulturen ist europa mit usa nicht zu vergleichen.

mir selbst ist es wurscht, ob mein nachbar aus bulgarien oder rumaenien stammt. kann er fuer sich und seine familie selbst sorgen und lebt besondere eigenheiten in seinen 4 waenden aus, ist er mir willkommen. in canada musste ich mich den sitten und gebraeuchen anpassen, sonst waere ich mit sicherheit gescheitert.
meine deutschen gepflogenheiten sind in meinem haus ok, in der oeffentlichkeit aber nicht.

mmaker, 06. Januar 2014, um 01:13
zuletzt bearbeitet am 06. Januar 2014, um 01:15

watcher,

Deine Befürchtungen teile ich zu einem gewissen Teil; nicht aber Deine Sicherheit, dass das alles unbedingt vollständig böse enden muss.

Du stellst aber den für mich entscheidenden Punkt heraus: Angst vor Veränderung - ganz egal ab begründet oder unbegründet.

Wir leben in Zeiten, in denen die Welt sich dramatisch und unglaublich rasch ändert. Womöglich mit einer Geschwindigkeit, bei der wir sowohl gesellschaftlich als auch persönlich nicht oder nur schwer hinterherkommen.

Gleichzeitig sind wir (ich meine bereits evolutionär) so geprägt, dass Neues und Fremdes für uns zunächst als Bedrohung bewertet wird.

Wenn das alles klar ist, können wir dann nicht einfach damit aufhören, unsere Ängste auf zufällig gerade zur Verfügung stehende Rumänen oder Bulgaren zu projizieren, die dafür rein gar nichts können?

Du hast Recht, gewisse Veränderungen durch die Globalisierung wird man nicht aufhalten können, aber wer, wenn nicht wir, die Privilegierten auf diesem Planeten, hat denn zumindest die Chance, irgendetwas zu beeinflussen?

Wir haben uns gerade wieder eine Regierung gewünscht und erhalten, die uns wider besseren Wissens erzählt, es würde alles so bleiben wie es ist und nur halb so schlimm werden.

watcher, wenn doch eh alles den Bach runter geht, wie Du glaubst... könnten wir uns es dann nicht locker leisten, etwas mutiger und fantasievoller zu werden?

MM

wolfsschnauze, 06. Januar 2014, um 02:57

Das ist nun wirklich schlimm! Wenn "die" jetzt hier auch noch arbeiten, zerstören sie am Schluß noch unser Klischee vom faulen und kriminellen Pack!

Aber mal ehrlich, wie soll die CSU denn sonst von dem abzusehenden Maut-Desaster ablenken? Hat da einer eine bessere Idee?

Ex-Stubenhocker #186, 06. Januar 2014, um 12:13

mm bringt die Sache schon auf den Punkt, den ich vielleicht noch etwas präzisieren möchte. Globalisierung und Veränderung an sich sind nicht schlecht, solange wir sie beherrschen und nicht sie uns. Das Problem in unserer Zeit ist doch, dass es immer heisst: Das ist einfach so, das sind natürliche Entwicklungen, die Zeit kann man nicht aufhalten. Nicht die Zeit, die Regeln, wirtschaftliche Entwicklungen und was auch immer darf uns beherrschen, wir Menschen sind für all das verantwortlich.

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