Unterhaltung: Filme, die man gesehen haben muss

Ernst1960, 15. Mai 2026, um 19:29

Zwei glorreiche Halunken.
Muss man aber Fan des Genre Western sein

Petor, 15. Mai 2026, um 19:38
zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2026, um 19:40

Nein. Muss man nicht.

Ich bin kein Western-Fan und ich liebe den Film (aber nicht den bescheuerten deutschen Titel...).

Ähnlich, aber imposanter und meiner Meinung nach auch noch ein ganz bisschen besser: Spiel mir das Lied vom Tod.

Petor, 15. Mai 2026, um 19:53

Eigentlich (fast) alle von Stanley Kubrick.

1. 2001 (OK, natürlich sehr sperrig wenn man nicht Genre-Fan ist - und sonst eigentlich auch. Aber die Bilder...die Musik...und die Ideen...❤️❤️❤️).

2. Full Metal Jacket (für mich der beste Film über Krieg - trotz Apocalypse now).

3. Dr. Seltsam (auch der auf andere Art sperrig, aber: Peter Sellers!).

Barry Lyndon, the Shining.

Die anderen etwas schwächer. Nur Spartacus ist lahm, aber das ist auch kein "echter" Kubrick.

Ernst1960, 15. Mai 2026, um 21:08

Clan der Sizilianer

giu, 16. Mai 2026, um 00:19
zuletzt bearbeitet am 16. Mai 2026, um 00:53

Kubrick, der mal gesagt hat, er fühle sich auf dem Eiland freier, Filme zu machen.

1. Lolita (Humbert Humbert kommt bestimmt von "humble", Nabokov liebte die englische Sprache)
2. A Space Odyssey (Ich höre die Besatzung in den Raumanzügen atmen)
3. Full Metal Jacket (jepp, siehe Petor)

Clockwork Orange sollte auch erwähnt werden. Die gruseligste Szene find ich als er nach Hause kommt und die Eltern vor dem Fernseher sitzen. (edit: erinnert mich an die Hasen von David Lynchs Inland Empire)

Mit Eyes wide shut kann ich nichts anfangen, auch find ich den Hauptdarsteller prinzipiell farblos. Hab letzte Woche aber erst ein Hörspiel von der Traumnovelle gehört und das Buch quergelesen.

mmaker, 17. Mai 2026, um 00:58

Ach, giu,

dieser Hauptdarsteller ist eines der wenigen Dinge, bei dem wir uns nie einig werden. Ich finde den durchgehend grossartig und ausserdem sexy.

Bei Eyes Wide Shut hat sich inzwischen ein weiterer Unterschied in der Goutierung zwischen uns eingeschlichen: Früher hab ich gemeckert aber seit einigen Jahren find ich den richtig gut. Das mag aber an meinem inzwischen biblischen Alter liegen und ist mir wahlweise zu verzeihen oder zu belächeln.

Ansonsten stimme ich Dir und Petor uneingeschränkt zu. Bei Shining muss ich sogar meinem Idol Stephen King wiedersprechen: der Film nimmt sich Freiheiten von der Vorlage, hat aber so viel Richtiges und Eigenes, dass das so bleiben darf und muss :-)

Petor, 17. Mai 2026, um 09:36
zuletzt bearbeitet am 17. Mai 2026, um 09:54

Ich fand Eyes wide shut auch beeindruckend und gut - aber eben nicht so gut wie andere...genauso Tom, den finde ich jetzt auch nicht schlimm, aber im Vgl. zu Jack Nickolson oder Peter Sellers eben auch nicht so interessant.

Shining ist doch wirklich (imho) die beste King-Verfilmumg (nach Stand by me 😁). Und ich denke, das liegt gerade and den Freiheiten. Ich bin riesen King-Fan, aber ich finde, im Kino funktioniert das nur ganz selten.

P.S. Clockwork habe ich doch glatt in der Liste vergessen 🙉. Dabei war ich doch so oft auf Kostümparties der Alex.

Ex-Stubenhocker #21935, 17. Mai 2026, um 10:03
Dieser Eintrag wurde entfernt.

mmaker, 17. Mai 2026, um 12:59

Ja, Bulldog. Und da ist der Film ganz nah an der (langen) Kurzgeschichte.

Petor, 17. Mai 2026, um 15:17

Der ist bei mir auf 3.

giu, 19. Mai 2026, um 23:27

huhu MM!
Hm ja, sexy... hab neulich die Weird Al Yankovic Story gesehen (unterhaltsames semi biopic). Da ist im Publikum auf der Party John Deacon von Queen, _den_ fand ich früher sexy, also den echten. Wie er einfach da steht und seine Sache so gut macht, Hammer.

Eyes Wide Shut werd ich am WE schauen. So schlimm ist der Tom ja auch nicht :)

giu, 01. Juni 2026, um 23:29

Kann eigentlich jemand einen guten Film empfehlen, den man landläufig nicht unbedingt kennt?

Gestern kam bei uns • 'Is this thing on?' mit Laura Dern (joah, nicht langweilig, bleibt aber an der Oberfläche)
und • 'Death of a Salesman' mit Dustin Hoffman u. dem jungen John Malkovich (das Ende ist von Schlöndorff interessanterweise verändert, ist nachhaltig bedrückend)
und • 'A Serious Man' von den Coens. Den find ich einfach sagenhaft gut, kann nicht sagen warum, sonst müsst ich referieren.

Any further ideas?

AlbrechtDerArme, 01. Juni 2026, um 23:39

Solaris

giu, 01. Juni 2026, um 23:52

huch, danke! Hört sich nach Raumfahrt an. Eigentlich nicht mein Genre, aber der letzte dieser Art war das Hail Mary Project mit Ryan Gosling und da haben mir sogar die Effekte (CGI) gefallen. Okay, egal. Merci! (p.s. Der neue von Soderbergh?)

Petor, 02. Juni 2026, um 06:47

Aber bitte die Version von Andrei Tarkowski!

AlbrechtDerArme, 02. Juni 2026, um 12:28

Die Verfilmung mit Tukur kenn ich nur vom wegschalten. Gemeint war die Variante von 1972.

(Dort wird CGI sehr zurückhaltend genutzt)

Ex-Stubenhocker #21935, 02. Juni 2026, um 12:52
Dieser Eintrag wurde entfernt.

Petor, 02. Juni 2026, um 20:02

Na ja, Solaris ist schon ziemlich "abgefahren" - wenn man es platt ausdrücken will. Ich find es trotzdem super. Noch besser (oder schlimmer - wie man's nimmt): Tarkowskis "Stalker".

Interessanterweise sind es
aus meiner Sicht gerade die Sci-Fi Literatur Adaptionen, die sich viele Freiheiten nehmen aber "im Geiste" der Vorlage bleiben, die ich super finde. Sozusagen "kongeniale" Pärchen:

Kubrick/Clarke: 2001
Tarkowski/Lem: Solaris
Tarkowski/Strugatzkis: Stalker
Scott/Dick: Blade Runner

Ein absolutes Traumpärchen, das dann leider enttäuscht hat (wenn auch nicht komplett):

Lynch/Herbert: Dune (1984)

Wobei dieser Film die Stimmung des Romans besser einfängt als die aktuelle Verfilmung. Nur, Lynch halt, ist die Handlung ohne Kenntnis der Vorlage kaum verständlich. Als Fan des Romans stossen auch 2 Motive ganz sauer auf: Schallwaffen & Pauls letzte Handlung im Film. Beides eben nicht "im Geiste" der Vorlage. Paul wird viel zu platt (und zu heldenhaft) dargestellt. Das ist wiederum besser in den neuen Filmen.

Sorry für das Science Fiction rumgenerde. Wollte ich immer schon mal loswerden..

Ex-Stubenhocker #21935, 02. Juni 2026, um 20:33
Dieser Eintrag wurde entfernt.

Petor, 03. Juni 2026, um 09:16

Mit abgefahren meinte ich auch nicht den Clooney-Streifen (der ist wirklich eher langweilig), sondern die erste Verfilmung.
Ja, EH ist eher ein klassischer Horror-Film und ich fand ihn als solchen ganz gut. Aber auch nicht überragend.

giu, 03. Juni 2026, um 23:39
zuletzt bearbeitet am 03. Juni 2026, um 23:52

Obwohl ich prognostiziere, dass mir beides zu abgefahren sein wird, habe ich mal • Solaris (1972!) und • Stalker (1979) in Auftrag gegeben. Bin gespannt.

Von Dune ist mir nur noch im Gedächtnis, dass die Gruppe in die Bredouille kam, weil sie im Gleichschritt durch die Wüste marschierte. Das hätte doch der Schlaue besser wissen müssen.
Das wollte ich auch mal los werden. Im echten Leben darf ich ja sowas nicht sagen, eigentlich darf ich nie was beim Filmekucken sagen. Naja. 🙂
(edit: ok, ok ich hab unrecht mit den Würmern. bitte aus dem Protokoll streichen. Das kommt aber nur davon, dass ich nie was sagen darf)

giu, 08. Juli 2026, um 21:59

noch ein paar kleine post hoc Eindrücke zu den Tarkowski-Filmen:

Ich fand sie regelrecht verstörend, vielleicht intellektuell zu anspruchsvoll. Es werden keine Sehgewohnheiten des gemeinen Mitteleuropäers bedient und fast hätte ich mir ein amerikanisches happy ending gewünscht, was absurd wäre.
Beides möchte ich ein zweites Mal anschauen und besser nicht alleine.

Aber was weiss ich schon. Ich konnte bisher keine Verbindung oder Empathie zu den Personen herstellen und mach mir schon Gedanken über das gehäkelte Blütenkleid der Frau (gewollter eyecatcher?) das nett aussieht aber bestimmt furchtbar kratzt und verstehe nicht, warum sie das anhat.

Fazit: Anschauen, nicht nebenher wichtige Dinge machen und mir dann feedback geben!

Ernst1960, 09. Juli 2026, um 07:12

Der Schrecken der Medusa

Petor, 09. Juli 2026, um 08:52
zuletzt bearbeitet am 09. Juli 2026, um 08:53

Nachtrag zu meiner Empfehlung "Stalker":
Ich habe es zuletzt vor einigen (oder auch vielen) Jahren gesehen mit Ende 20 zusammen mit 3 Freunden.

Es geht ja - sorry für den Spoiler ACHTUNG - darum, dass sie im Film einen Ort erreichen wollen.
Danach haben wir den ganzen Abend, teils sehr hitzig, darüber diskutiert, ob dieser Ort überhaupt erreicht wurde oder nicht....

Ich gebe zu, auf sowas muss man Bock haben. 🫠

giu, 12. Juli 2026, um 17:46
zuletzt bearbeitet am 12. Juli 2026, um 17:57

Über Ferdinand von Schirachs Minikurzgeschichtenbüchle Coffee and Cigarettes (mit dem Titel stellt er es wohl absichtlich in die Nähe zu Jim Jarmuschs gleichnamigen Episodenfilm) bin ich auf den deutschsprachigen Filmemacher _Michael Haneke_ (durch Heiraten ist er ein Bruder von Christoph Waltz) aufmerksam geworden.

Ich kenne von ihm die Verfilmungen von Elfriede Jelineks Klavierspielerin und Kafkas Schloss, ausserdem Caché (Tipp!) und Das weisse Band. Die fand ich alle gut und hab sie bisher nicht in einen Zusammenhang gebracht.
Liebe (2012) und Happy End (2017) sind seine jüngsten. Die und vielleicht auch Funny Games (1997) werd ich schauen

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