Unterhaltung: Hat das Wort Omaspiel ausgedient?

Ex-Stubenhocker #125520, 29. Januar 2014, um 00:53

Sascha,

da bin ich ganz bei Dir!

Mir ist es schon lange peinlich ein Deutscher zu sein.

Nicht wegen der Schuld. die unsere Altvorderen auf sich/uns geladen haben, sondern wegen der Art und Weise wie versucht wird, damit umzugehen.

"Verbalakrobatik" ist angesagt, Formen werden angemahnt, Inhalte allerdings nicht.

Das scheint immer noch die deutsche Art der Vergangenheitsbewältigung zu sein oder genau gesagt der Nichtbewältigung!

Kann mir gar nicht vorstellen, dass die USA heute noch unter der "ethnischen Säuberung" bezüglich der Indianer leidet, ebenso wenig wie die Türkei bezüglich der Armenier.

Sollte keine Entlastung sein, nur ein kleiner Hinweis... .

Hab einen Wunsch: Sollte einmal ein hungriger Sinti oder Roma vor Eurer Tür stehen so bittet ihn zu einem "Zigeunerschnitzel" herein.

Kann mir so gar nicht vorstellen, dass er etwas dagegen hätte...

Nachdenkliche Grüße!

macwing, 29. Januar 2014, um 01:02

@ sascha777
endlich hast du das kind mal beim namen genannt. klar bist du in der braunen ecke.
einfach lachhaft,lol.
es wird hoechste zeit, dass dieses staendigen schuldzuweisungen ein ende finden. das sage ich als canadier.

wird die deutsche wirtschaft im ausland beneidet, erzeugen solche diskussionen heiterkeit. originalton eines canadischen geschaeftsfreundes die deutschen schuldzuweisungen betreffend " you germans are crazy, but I didn't know how crazy you really are."

Ex-Stubenhocker #107338, 29. Januar 2014, um 10:00
zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2014, um 10:02

Wenn eine Katze im Fischladen ihre Jungen wirft...
Sind das dann FISCHE ?
Wenn ich mich schämen muss zu sagen:
ICH BIN STOLZ EIN DEUTSCHER ZU SEIN !
???
Manche die hier so heuchlerisch daherreden, sind die, welche den ersten Stein beim Mob werfen.
Eine Aussage und Bekenntnis zu seinem Heimatland sollte nicht gleich in eine Schublade gesteckt werden.
Denn wenn ich mich stolz als Deutscher benenne, so rede ich auch , wenn nicht immer bewusst, auch im Namen gut 80 Millionen Deutscher.
Die Heimatliebe sollte doch bitte von der politischen Gesinnung getrennt betrachtet werden.
Viele Ein und Zuwander, als Beispiel unsere türkischen Gastarbeiter, deren Kinder und auch Eltern sind nach Einbürgerung und Geburt nun auch mittlerweise "stolze Deutsche" !
In der Türkei gibt es auch nationalistische Fanatiker und ebenso gab es dort auch menschliche Verfolgung, Verbrechen und Mord bei Minderheiten.
In anderen Ländern und ich lehne mich mal sehr weit aus dem Fenster :
In fast jedem Land der Erde gibt es und wird es immer geben : Rassismus aber auch Versöhnung !

In diesem Sinne :

Alles Gute den Katzenjungen !!!

Walking_Dead, 29. Januar 2014, um 10:05

facebook :-)

Ex-Stubenhocker #107338, 29. Januar 2014, um 15:17

Hat mit facebook rein gar nichts am Hut.
Facebook ist vieles und auch Nichts.
Jedenfalls ist es global.
Als global sollten wir Deutschen denken und handeln.
Ich entschuldige mich nicht für die Verbrechen aus NS Zeiten.
Und ich heisse das auch nicht gut .
Im Gegenteil !
Mit Scham blicke ich auf diese Zeit zurück und hoffe , das solche NIE WIEDER KOMMEN wird !!!

Ex-Stubenhocker #34661, 29. Januar 2014, um 21:15
zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2014, um 21:16

ICH BIN STOLZ EIN DEUTSCHER ZU SEIN!

Wie kann man einen solchen Satz nur sagen bzw. diesen gutheißen, wenn man für sich in Anspruch nehmen will, noch alle Latten am Zaun zu haben.

Stolz ist zunächst ein Gefühl, das aufkommt, weil eine Leistung erbracht wurde, etwa durch einen selbst oder einen Dritten. Wie kann man dann bitte sehr, Stolz empfinden, Deutscher zu sein? Hier steht doch überhaupt keine Leistung in Rede, sondern der simple Tatbestand, dass ich zufälligerweise deutsche Eltern habe. Das kann es ja wohl nicht sein, da muss doch mehr dahinterstecken.

Man ist hier auch trotz des dritten Reichs stolz, ein Deutscher zu sein. Eigentlich blöd das mit dem dritten Reich, aber nicht wegzudiskutieren. Man ist ja schließlich auch kein Holocaust-Leugner. Auf der anderen Seite war natürlich auch unter dem gröfaz nicht alles schlecht. Man denke an den Autobahnbau und ... . Aber lassen wir das. Jedenfalls genießt man selbst die Gnade der späten Geburt und haftet doch nicht für Vorkommnisse aus der fernen Vergangenheit. Dass das damals dumm gelaufen ist, das muss mich nicht jucken.
Ergo: Ich bin stolz ein Deutscher zu sein und finde es geil, die Flagge der Deutschen zu hissen.

Was ich nur nicht verstehe: Worauf gründet sich das Gefühl, stolz zu sein, Deutscher zu sein. Ich habe hierzu bisher nichts Konkretes gelesen, sondern nur dumpfes Gebell. Wer sich dann in die rechte Ecke gestellt sieht, sollte sich nicht beklagen.

Ich persönlich freue mich über Leistungen Dritter losgelöst von irgendwelchen Fragen der Nationalität. Wenn Deutschland etwa als Land der Dichter und Denker (manche sagen aber auch Dichter und Henker) gesehen wird, gibt es einen konkreten Bezug zu der Aussage. Wenn der Satz richtig ist, dann mag ich
allerdings die Dichter und Denker wegen ihrer Leistung und nicht etwa weil sie zufälligerweise auch aus Deutschland kommen.

Ex-Stubenhocker #107338, 29. Januar 2014, um 21:30

Stolz hin oder her @georgbest.
Ich identifiziere mich mit Deutschland.
Ich wurde in diesem Land geboren...groß...und trage minimalistisch als kleinste Zelle des Landes als Person hier meinen Teil dazu.
Fühle ich mich geknebelt ungeliebt oder werde sogar vom Staat verfolgt ...was auch immer ...
Ich habe diese Entscheidungsgewalt.
Missfällt mir Deutschland habe ich die Wahl ;
Ertrag ich das Land oder kehre ich es dem Rücken.
Jeder einzelne Mensch ist Geschichte.
Ich habe die Entscheidungen meiner Vorfahren mitzu tragen.
Die aus der NS Zeit ebenso.
Dennoch möchte ich gern sagen, das ich stolz bin ein Deutscher zu sein ohne mich zigmal dafür entschuldigen zu müssen.
Lasst doch mal bitte die Kirche im Dorf !

Ex-Stubenhocker #107338, 29. Januar 2014, um 21:33

...kannst ja gern im Ausland wie Udo Lindenberg anfangen...
Entschuldigen Sie...ich komme aus Deutschland und schäme mich meiner Nationalität ; (

Ex-Stubenhocker #34661, 29. Januar 2014, um 21:43

Vielleicht solltest du einfach mal darüber nachdenken, was du für einen Schwachsinn hier zum besten gibst.

marco1707, 29. Januar 2014, um 21:49
zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2014, um 21:50

kleines beispiel!
schüleraustausch in frankreich,war 1991!
es wurde dort auch über den 2.weltkrieg geredet,der großvater meiner gastfamilie sagte sinngemäß,"ihr deutschen solltet aufhören drüber nachzudenken was im 2. weltkrieg war,nicht vergessen und auch nicht schönreden,ihr und wir sollten dafür kämpfen das solche dinge nie wieder passieren mögen!""

Ex-Stubenhocker #107338, 29. Januar 2014, um 21:55

Schwachsinn schreibt der Richtige.
Ich nenn das Bevormunden @georgbest.
Ich schreibe meine Meinung.
Du zensierst.
Mit welchem Recht ?

@marco...daumenhoch !

marco1707, 29. Januar 2014, um 22:02

hab ich nicht gesagt,war der französische großvater!

Ex-Stubenhocker #107338, 29. Januar 2014, um 22:13

Jo.
Find es dennoch daumenhoch !

Ex-Stubenhocker #34661, 29. Januar 2014, um 22:14

Hoch interessant: "Kannst ja gern im Ausland wie Udo Lindenberg anfangen ... ", soll eine Meinungsbildung beinhalten? Das ist plumpe Polemik, die du da ins Spiel gebracht hast! Dann noch meine Entgegnung als Zensur zu werten, ist völlig aberwitzig.
Natürlich kann du immer wieder gern den Satz sagen, ich bin stolz ein Deutscher zu sein. Ich weiß nicht, in welchen Kreisen du so verkehrst. Mir gegenüber wurde jedenfalls Gott sei Dank so ein platter Satz noch nicht kund getan. Und das ist auch gut so!

Ex-Stubenhocker #125520, 29. Januar 2014, um 22:32

Gelernt haben wir wohl so viel nicht, gelernt haben wir lediglich darüber zu diskutieren, dass wir lernen müssten!

Ex-Stubenhocker #57392, 29. Januar 2014, um 23:10

Das Wort Nationalstolz oder die Formulierung "Ich bin stolz, Deutscher zu sein" halte ich aus denselben Gründen für unglücklich.
Aber in der Regel meint man damit ohnehin schlicht und einfach: 'Ich bin gerne Deutscher', oder 'Ich stehe dazu, Deutscher zu sein.' So was halt, ein Ausdruck von Freude am eigenen Sosein.
In seltenen Fällen verfolgt jemand damit den Zweck, sich künstlich gegenüber anderen Menschen selbst zu erhöhen oder diese zu erniedrigen.

Aber die humanistisch-aufgeklärten WeltbürgerInnen aus intellektuell besssergestelltem Hause (*lach*) fühlen sich moralisch verpflichtet, in diesem Zusammenhang sofort Schnappatmung zu kriegen und immer gleich etwas Dummes/Böses hinter einem Menschen zu vermuten, wenn er dieses Wort bzw. diese Formulierung benutzt.
Das finde ich immer noch lächerlicher als die Formulierung selbst.

Ein Satz wie "Ich bin stolz auf meine schönen Haare" würde niemals derartige Wellen schlagen.

Dumba, 29. Januar 2014, um 23:15

Ja, man sollte es umformulieren.
Ich bin gerne ein Deutscher.
Das trifft es besser.

Ex-Stubenhocker #186, 29. Januar 2014, um 23:37

Ich bin froh, über die Gnade der späten Geburt und bin gerne ein Deutscher. Besonders wichtig ist es mir - Zitat Helmut Kohl - meinen Beitrag dafür zu leisten, den Fluch des frühen Rückfalls vermeiden zu helfen. Gerade im Bereich der Erziehung Jugendlicher, die ja die Zukunft gestalten sollen. Z. B. durch entsprechende Vor- und Nachbereitung eines Besuches in einem KZ, durch die beiden Filme "Die Welle" oder durch durchdachten Unterricht. Dass dieser Beitrag Früchte zeigt, konnte ich schon mehrmals erleben. Wer meint, das gleiche Ziel durch Sprachspagate zu erreichen, bitte schön. Wer meint, jeden, der nicht bedingungslos eine Erbschuld für die nächsten Generation akzeptiert, in eine bestimmte Ecke stellen zu wollen (und vielleicht anzuspucken), bitte schön. Ich hoffe nur, dass das Pendel, das die radikalen Antibraunen in Gang setzen, nicht plötzlich in eine Richtung schlägt, die wohl niemand, kein einziger will, der sich hier im Forum äußert.

Ex-Stubenhocker #34661, 29. Januar 2014, um 23:38

Ich bin gerne ein Deutscher? Ich stehe dazu, Deutscher zu sein?

Was für inhaltsschwere Varianten! Wie muss es um einen eigentlich bestellt sein, wenn man dazu neigen sollte, so ein verquastes Zeug von sich zu geben. Das empfinde ich in der Tat als lächerlich!

LittleJoe, 29. Januar 2014, um 23:41

Daumen hoch Lichtgestalt.
Warum umformulieren.
In Dänemark flaggen sie alle u. nennen das Dänisch National.
Wenn ich hier flagge, nenne ich das Deutsch National, ohne jeden rechten oder braunen Hintergrund.
Jedes Land hat seine gute u. auch unschöne Geschichte!

Ex-Stubenhocker #34661, 29. Januar 2014, um 23:49

@ john,

ich bin froh, dass es die von dir so skizzierten "radikalen Antibraunen" gibt. Es macht mir Mut, dass es solche Menschen gibt, die sich radikal, heißt ja von der Wurzel her, gegen die Braunen wenden.

Ex-Stubenhocker #157894, 29. Januar 2014, um 23:50
zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2014, um 23:51

@LittleJoe

Dann war der Holocaust also nur eine unschöne Geschichte?
Eine wie sie jedes Land hat?
Na dann flagge mal schön weiter DEUTSCH NATIONAL !
Die anderen können ja dann solange weiter mit"ICH BIN STOLZ EIN DEUTSCHER ZU SEIN" ihrem Nationstolz frönen.

LittleJoe, 29. Januar 2014, um 23:57

Nein, das war er nicht, habe mich da etwas falsch ausgedrückt. Sorry.

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