Unterhaltung: Corona

JohnJohn, 14. März 2020, um 17:37

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Kleinere Unterschiede in den Meinungen - und auch die entsprechenden diesbezüglichen Sticheleien - werden wohl immer zu uns gehören und dies wird hoffentlich auch nach dem Ende der Krise noch so zu sein.

Besser als die Vorstellung, dass 1 Milliarde oder gar nur 1 Million Restmenschen nichts anderes zu tun haben, als sich um ihr Überleben Sorgen zu machen.

Aber erstmal gilt es, uns Solidarität anzugewöhnen, die tiefer geht als der Streit darum, wer der bessere Mensch ist, was ein Gutmensch ist und so weiter.

Was die wirtschaftliche Seite und finanzielle Folgen betrifft, so sehe ich die Sache so: Der oder das Virus ist ein Feind von außen, der uns bedroht. Gegen ihn kämpfen wir - ich möchte betonen, WIR - als ganze Menschheit.

Alles, was mit Wirtschaft und Geld zusammenhängt und uns nicht passt, weil wir zum Beispiel lieber ein anderes System als den Kapitalismus hätten, ist aber menschengemacht. So, wie es ist, in globalisierter Form zum Beispiel. Es ist uns eben nicht von außen aufgezwungen. Wir hätten es auch anders machen können. Und können es vielleicht auch, wenn es alles vorbei ist.

Ob wir dies tun sollen? Um hier die richtige Entscheidung finden, wird nur ein von Sachlichkeit geprägter Meinungsaustausch den Weg weisen.

mmaker, 14. März 2020, um 18:10

Das wäre in meinem Sinne gewesen, ist aber nicht eingetreten.

Um 86 cent im Monat mehr geht es beim Rundfunkbeitrag. Den Rest des irrelevanten Zeugs hast Du nach meiner Antwort hinzueditiert.

Wenn Du irgendetwas verstanden hättest, würdest Du für Deine "Theorien" zumindest den Anstand haben, einen neuen passenden Thread aufzumachen.

Ex-Stubenhocker #214662, 14. März 2020, um 18:21
zuletzt bearbeitet am 14. März 2020, um 18:26

Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Klöckner sieht für Hamsterkäufe wegen der Corona-Krise keinen Anlass. Es gebe aktuell in Deutschland keine Versorgungsengpässe, so Klöckner. Die Ministerin rief alle Bürger auf, ihre Vorräte "mit Bedacht, Augenmaß und um- sichtig aufzustocken". Die Solidarität der Verbraucher sei nun gefragt. Gesundheitsminister Spahn warnte vor Meldungen, die massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigten. Diese seien "Fake News", also falsch.

Aber mache das mal Leuten klar,deren Hirn mitunter Aussetzer hat,mal drastisch formuliert.

Corona für mich beendet,wird bestimmt Wort des Jahres 2020.

Ex-Stubenhocker #236674, 14. März 2020, um 18:27
Dieser Eintrag wurde entfernt.

natural, 14. März 2020, um 18:29
zuletzt bearbeitet am 14. März 2020, um 18:39

...der, oder das Virus ist beides richtig.
Wir sind umgeben von Viren, Bakterien, Mikro- Organismen und diversen anderen, Wirt suchenden Zellen.
Durch eine immer steriler werdende Umgebung, schwächen wir unser Immunsystem, fast schon freiwillig.
Solidarität hört sich super an, endet an der Supermarktkasse, oder Landesgrenzen und Internet sehr schnell.
Wenn man sie richtig lebt und versteht erkennt man das notwendige um sich Gemeinsam zu unterstützen, denn Solidarität entsteht nun mal fast immer aus einer Not heraus.
Wir, momentan lebenden Menschen, hier in Deutschland, haben solch Krise wohl noch nie erlebt. Unsere Omas und Opas kennen das noch und wissen gut damit umzugehen.

Zusammenhalt ist wichtig und stärkt die Gemeinschaft.
Die Virologen und "Laborratten" werden sicher ihr bestes geben, um schnell eine Art "Imfstoff" zu schaffen.
Wenn ich richtig belesen bin, wird da auch schon an menschlichen Probanden getestet.
Nach so kurzer Zeit, eine Wahnsinnsleistung.
Trotzdem wird es noch Monate dauern um abschließende Ergebnisse zu bekommen und dann natürlich mit 1o Jahres Patent, eine Zulassung des Medis zu erhalten.
Keine leichte Zeit für alle Menschen.
Jeder hier spürt irgendwie die Folgen, von covid-19.
Ich hoffe ganz ganz ganz viele Menschen bleiben verschont, oder genesen wieder. 🍀 🍀 🍀 🍀

Ps.:
...den Bezug zur Wirtschaft und Krankenkassen habe ich mir erspart. Obwohl beides Gewinnmaximiert gesteuert ist.
Vielleicht später mal.

Alpha4ever, 14. März 2020, um 23:26

@murkel624
Du hast mich offensichtlich falsch verstanden. Es ging um "unnötige" Wege. Der Weg zur Arbeit kann nicht unnötig sein. Mir ging es größtenteils darum das viele nicht verstehen warum Skatturnier und andere öffentliche Veranstalltungen abgesagt werden und dann gleich mit der Panikkeule schwingen.
Es ist so das wir zu spät merken, das wir infiziert sind und dadurch unfreiwillig Leute ins Boot holen die nicht mal Wasser gesehen haben. Wenn du durch deine Arbeit viel mit Menschen zu tuen hast, dann wirst du auch sicher dankbar sein, wenn niemand darunter ist der von einer Party zur anderen springt, weil er sicher keinen harten Verlauf befürchten muss und vielleicht noch so arrogant ist dich als Angsthase zu bezeichnen nur, weil du auf einen Handschlag verzichtest ...
Diese Einstellung hab ich angeprangt, da auch diese Menschen nicht genug Empathie aufbringen um zu verstehen, das man keine Panik schürrt, wenn man sagt bleibt zu Hause und genießt die Tage in Ruhe und hoffentlich Gesund.Corona wurde leider in der Anfangsphase als grippeähnlich betitelt und das hat sich manifestiert in einigen Köpfen. Doch den flächendeckenden Schutz durch Impfungen gibt es bei Corona nicht und jeder Winter ohne Grippeimpfungen würde in einer Pandemie enden.
Corona ist ein neuartiger Virusstamm und Krankenhäuser,Einkaufsläden, Schulen etc profitieren davon, wenn man sich selber auf die nötigen Wege konzentriert und nicht jeder Klopapierrolle hinter her rennt. Anstatt täglich einzukaufen kann man auch mal einen Wocheneinkauf machen, anstatt zu Skatturnieren zu rennen kann man auch Online oder in der Familie Skat spielen. Wie schon erwähnt geht es in erster Linie um die Eindämmung. Es ist immernoch Grippe hochkonjunktur und jetzt muss jeder mit Grippesymtomen auch auf Corona geprüft werden. Wenn jemand hustet denkt man nicht mehr "gute Besserung", sondern oft "war ich weit genug weg".
Wenn man zu einer Party gehen möchte, dann sollte man es auch tuen, doch sich zu fragen ob es für einen zur Zeit zwingend wichtig ist, dafür kann man sich die Zeit nehmen. Bei öffentlichen Veranstalltung kommt jedoch der Druck noch dazu hingehen zu müssen, weil man sich schon angemeldet hat und man geht oft mit dem Gedanken hin : "wird bestimmt lustig" und nicht "da hab ich richtig Bock drauf". Das war der Grund für meinen ersten post der sich auf den Opener bezug nahm. Es war kein Appel, sondern nur die Anmerkung das feste Termin in solchen Zeiten auch zwingend erforderlich sein sollten und das sind Skatturniere nicht :)

natural, 15. März 2020, um 02:33
Dieser Eintrag wurde entfernt.

natural, 15. März 2020, um 05:36

...Weltuntergang ❓

JohnJohn, 15. März 2020, um 09:21
zuletzt bearbeitet am 15. März 2020, um 09:22

Auch wenn dein Beitrag, Alpha4ever, in weiten Teilen für mich zustimmungsfähig ist, so versuche ich doch, (noch) andere Schwerpunkte zu setzen. Vielleicht sogar mit einem ganz einfachen Schlagwort - oder, wenn man so will, einer Allerweltsfloskel.

Mehr Solidarität zeigen, weniger kritikbereit sein.

2 Beispiele: Bouvier - eine sehr gute Rede. Spahn "wir sind bestens vorbereitet" Eine Lüge? Nein, vielleicht eine persönliche Fehleinschätzung.

Lindner: "wir müssen Abstand halten" wird Stunden später in einem Restaurant gesehen. Na und?

Solche Beispiele gibt es viele. Im öffentlichen Leben, aber auch zu Hause im privaten Rahmen.

Für die den Virus überlebenden Milliarden bietet er eine Chance, ihre Werte neu zu überdenken (oder überhaupt einmal anfangen, sie zu denken).

Welche Werte? Siehe oben in diesem Beitrag. Das sind MEINE Werte. (sry!) Andere haben andere Prioritäten. Auch ok und alles andere als ein Weltuntergang, natural. Hoffentlich sind sie wenigstens wichtiger als Klopapier und Skatkarten.

JohnJohn, 15. März 2020, um 11:13
zuletzt bearbeitet am 15. März 2020, um 12:16

BEM abgesagt. Bayerische Einzelmeisterschaft

Kartenvernichter, 15. März 2020, um 11:26

Was ist BEM?

Mac_Kilroy, 15. März 2020, um 12:05
zuletzt bearbeitet am 15. März 2020, um 12:27

Der Beitrag von alpa dürfte und sollte doch Konsens fähig sein. Das kann man dann doch auch einmal einfach so stehen lassen, ohne gleich „weitere Schwerpunkte“ setzen zu wollen, die m.E. zudem auch wenig Ziel führend sind.
Es geht darum, sich in dieser Situation verantwortungsvoll zu verhalten. Auch wenn ich Kant nur sehr bedingt schätze, würde ich mich in diesem Zusammenhang durchaus von seinem „kategorischen Imperativ“ leiten lassen wollen.
Verantwortungsvolles Verhalten nicht nur
gegenüber sich selbst (diese Beschränkung wäre per se asozial), sondern selbstverständlich ebenso auf der Ebene von sozialen Kontakten zu seinen Mitmenschen!
Auch die Gefahr einer wirtschaftlichen Vernichtung der Existenz mag für den einen oder anderen derzeit abwägungsrelevant sein. Ich würde mir daher wünschen, wenn der Staat sehr rasch umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen in wirtschaftlicher Hinsicht zusagt, und zwar nicht nur in Form von direkten Subventionen an Unternehmen, sondern parallel auch an private Haushalte.

2. Handlungsempfehlungen, wie etwa das Runterfahren von Kritikbereitschaft, werden nicht gern gesehen und sind daher verfehlt.
Zum einen wird sich der ethische Kompass eines Menschen durch die Krise nicht ändern, sondern seine Bestätigung finden. Zum anderen: Wenn zu Recht gemeinschaftliche Solidarität angemahnt wird, sollten doch auch alle wachsam sein, dass möglichst so verfahren wird.

Mac_Kilroy, 15. März 2020, um 12:14

1. Können Tote eigentlich Auto fahren?

2. Die spanische Grippe hat etwa 25 Millionen Menschen das Leben gekostet. Und ein Hauptgrund dafür war, dass insbesondere auch das Deutsche Reich Angst vor einem wirtschaftlichen crash hatte und daher das Staatsvolk zunächst uninformiert ließ.

JohnJohn, 15. März 2020, um 12:23

"2. Handlungsempfehlungen, wie etwa das Runterfahren von Kritikbereitschaft, werden nicht gern gesehen und sind daher verfehlt."

Es gibt doch sehr viel, das nicht gerne gesehen wird. Wenn nun das alles verfehlt wäre, bliebe doch kaum noch was übrig, was zu tun ist.

Es sollte doch wohl schon einen Unterschied machen, ob ich einen Satz schreibe wie etwa "Dein Beitrag ist unverständliches Gelaber" oder "Die Logik in deinem Beitrag erschließt sich mir nicht ganz" . Durch diesen kleinen Unterschied in der Formulierung werden - konsequent durchgeführt - Maßstäbe im Umgang miteinander gesetzt.

biertulpe, 15. März 2020, um 12:47

Positiv denken.
So viel Klimaschutz und alle machen mit hätte es sonst nie gegeben.

JohnJohn, 15. März 2020, um 13:09

👍

Was mich stört, ist, dass die Gelbjacken oder wie sie sich nennen in Frankreich nicht begreifen, dass die richtige Zeit für ihre Bewegung einfach momentan nicht da ist.

Ramare, 15. März 2020, um 13:19

Hier werden sehr gute viele Aussagen getätigt. Gerne weiter so.
Nur das „Schießen“ sollte unterlassen werden.
(was einige leider nicht lassen können, wenn man deren Meinung nicht zustimmt)

Ab und zu wird hier von dem einen oder anderen vermittelt, dass, spricht man gegen diese vielen Aktionen (Schule schließen usw.), man Tote in Kauf nimmt. Ich habe absolut nicht den Eindruck, das dem so ist.
Nehmen wir die Autoindustrie. Jährlich sterben durch Autos tausende von Menschen auf den Straßen. Werden deswegen keine Autos mehr hergestellt? Nein!
Aber es werden Maßnahmen getroffen, wie man die Autos sicherer macht.
Und genau solche Maßnahmen werden doch aktuell auch bzgl. dem Virus getroffen. Und das finde ich gut und wichtig.

JohnJohn, 15. März 2020, um 13:39
zuletzt bearbeitet am 15. März 2020, um 13:46

Da sind wir genau auf dem Punkt, Ramare. Warum sollte das "Schießen" unterlassen werden? Warum diese Art Moralpredigten, wie ich sie reinsetze?

Die Antwort erscheint einfach: WIR ALLE sind hier mit einer Gefahr konfrontiert, bei der wir alle unsere Hilflosigkeit spüren. Manche geben es zu, andere reagieren anders, aber irgendwie schweißt diese Notsituation alle zusammen. Und wir entdecken dabei, wie klein und unbedeutend das ist, was wir in der gewöhnlichen Zeit aufführen. Ob dies nun ein Niedermachen anderer Meinung hier ist oder ein Durchsetzen politischer Vorstellungen mit allen Mitteln, von wem auch immer.

Wenn wir diese Erkenntnisse in die Nach-Corona-Zeit mitnehmen würden, wäre der Weg frei - vielleicht sogar für globalen Frieden. Zu optimistisch gedacht? Vielleicht. Vielleicht liegt es aber nicht an den anderen, vielleicht in diesem Fall an UNS selbst.

Wir können ohne Schulen, ohne Skat, ja ohne Autos leben, ohne Partys, ohne vieles, was wir gemeinhin unter Lebensqualität zusammenfassen, aber wir können nicht mit einer weltumspannenden Pandemie leben, jedenfalls nicht so lang.

Nützen wir die Umstände jetzt und die - hoffentlich - später wieder menschenfreundlicheren, um unsere Lebensqualität zu schätzen, zu schützen und unserer Verantwortung für die ganze Welt gerecht zu werden.

Das ist wichtiger, als z. B. in einer Frage Einigkeit zu erzielen, ob eine Greta Thunberg eine Heldin oder eine wichtigtuerische Göre ist.

Mac_Kilroy, 15. März 2020, um 13:45
zuletzt bearbeitet am 15. März 2020, um 13:47

Den Vergleich verstehe ich nicht.
Zum einen sterben zwar Menschen im Straßenverkehr, doch ist das bekanntermaßen in den allerwenigsten Fällen auf fehlende Verkehrssicherheit zurückzuführen, sondern auf Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer.
Zum anderen kann ich unter Umständen dem Straßenverkehr ausweichen. Bei der in Deutschland bestehenden Schulpflicht haben Eltern und Kinder diese Alternative hingegen nicht.

Ramare, 15. März 2020, um 13:48

John, deine Beiträge finde ich gerade sehr, sehr gut. Und auch viele andere. Aber deine sind wirklich richtig gut.
Vielleicht sollte man meinen Ausdruck „Schießen“ erstmal definieren. Zumindest wie ich es gemeint habe. Ich meinte damit, dass hier und da mal jemand „klein“ gemacht wird, wenn er eine andere Meinung hat. Nach dem Motto: was du da gerade schreibst ist blöd oder sonst was. Weiß nicht, wie ich das gerade besser erklären kann.
Aber egal:
was hier geschrieben wird, ist nachvollziehbar und gut,
da es fast immer gut argumentiert wird. Uninteressant, ob es auch meine Meinung ist.

JohnJohn, 15. März 2020, um 14:36

Danke! Ich wollte ja auch darauf hinaus, dass auch dieses Kleinmachen deutlich weniger geworden ist. Klar, es wäre schöner, wenn es dazu nicht einer globalen Katastrophe bedürfte. Aber es ist eben gerade dieser "Angriff von außen", der den Menschen zeigt, wie geringwertig, ja lächerlich ihre Problemchen sind.

Und da wir wegen der Kontaktprobleme nun auch mehr Zeit haben, könnten wir doch eben diese nutzen, um den Begriff "Mitmenschlichkeit" zu hinterfragen.

Dass die Politiker keine Zeit haben, auf Andersdenkende loszugehen, sondern ihre ganze Kraft nützen müssen, um die Folgen einer Katastrophe zu minimieren, ist eine Chance.

picco, 15. März 2020, um 15:29

JohnJohn, dass hast Du wunderbar geschrieben ...und ich hoffe nach Absage der BEM (was ich begrüße), dass wir uns bald gesund und munter sehen

JohnJohn, 15. März 2020, um 17:16

Danke, picco, hoffen wir das Beste.

PeSchmi, 15. März 2020, um 23:23

Der Podcast vom Virologen Prof. Drosten auf NDR zum Coronavirus ist sehr informativ. Kennt Ihr die? Es gibt mittlerweile 13 Interviews, in denen er ruhig und deutlich die Probleme erklärt, die auf uns zukommen, und auch Ideen für das derzeitige Leben vorschlägt.

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