Unterhaltung: Corona

Ex-Stubenhocker #230340, 16. März 2020, um 14:00

ein Spieler ..nennt sich ...Coronavirus .Was soll das ?
Können wir dies tolerieren ?habe ihn sofort gesperrt ..

JohnJohn, 16. März 2020, um 14:57

Ich habe mal nachgeschaut. Es gibt mehr Spieler, die den Namen Corona irgendwie in ihrem Namen haben. Und die teilweise schon länger dabei sind. Man sollte sich hier vertrauensvoll auf die Admins verlassen und von Eigenurteilen über Geschmacksverirrungen und deren Folgen Abstand nehmen.

tini71, 16. März 2020, um 16:48

Naja, sich unter dem Namen Coronavirus anzumelden ist ziemlich blöd.
Aber Corona an sich heißt ja erstmal nur *Krone* und ist zudem noch der Name eines Biers, das seit fast 100 Jahren gebraut wird. Vor allem bei den Amis hat das übrigens dazu geführt, dass sie dieses trotz vorheriger großer Beliebtheit in letzter Zeit nur noch selten trinken...

sporti1947, 16. März 2020, um 21:10

wieviel kinder sterben eigentlich jeden tag in afrika ???

AlbrechtDerArme, 16. März 2020, um 21:11

Genau Tini!
Á propos seltener trinken:

„Übernachtungsangebote im Inland sollen nur noch zu "notwendigen" - ausdrücklich nicht touristischen - Zwecken genutzt werden können. Ausdrücklich ausgenommen ist der Tourismus.“

🙄 ... na da gehts ...
👍 Beruhigend wenn ausdrücklich Fachleute am Werk sind
(gefunden im Nachrichtenpool der Tagesschau 21:08)

sporti1947, 16. März 2020, um 21:18

Jeden Tag sterben nach Angaben der UN etwa 15.000 Kinder
unter fünf Jahren. Laut einem Bericht von Unicef, der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank starben im
vergangenen Jahr 5,6 Millionen Kinde

sporti1947, 16. März 2020, um 21:19

ich kann das wort corona nicht mehr hören

tini71, 16. März 2020, um 22:46

Sporti, du hast vollkommen Recht. Aber vielleicht ist genau dieses Virus die Chance, uns als Welt , als globalisierten *Kontinent* zu betrachten. Einige werden vielleicht für eine kurze Zeit egoistisch, viele aber auch eher solidarisch.
Vielleicht können sich nach dieser extremen Zeit einige mehr in Fluchtgedanken hineinversetzen und diese verstehen... denn mal ehrlich... könnte man flüchten in eine Welt, in der alles beim Alten ist, da würde man doch schon mal drüber nachdenken...
Andererseits gibt es jetzt natürlich auch ganz nahe Sorgen, um Eltern, um chronisch kranke Kinder, Freunde, Kollegen..., aber auch von Menschen die man kennt und schätzt und deren kleine Betriebe bedroht sind.
Jeden Tag neue Botschaften, teilweise konträr, eben Ausnahmezustände und keiner weiß mehr, was er/sie/es nun grade denken und tun soll...

JohnJohn, 16. März 2020, um 22:56

Sehe ich genau so. Wir müssen alle unsere Standpunkte und Denkrichtungen, die wir ohne diese globale, wohl nicht selbst verursachte, Gefahr, nicht hätten, überprüfen. Wir müssen zum Beispiel überlegen, ob gerade der vielfach verpönte Kapitalismus hier eine Chance bietet oder vielleicht auch erkennen, dass er das falsche System ist. Wir dürfen die Welt nicht vergessen, die nicht im Luxus gelebt hat. Usw. Es gäbe, ja es gibt viele Gedanken. Und das muss so sein. Fallen wir aber bitte nicht in den alten Trott der Denkverbote und Rechthaberei zurück. Nicht jede Frage, ja die wenigsten Fragen, können und sollten sofort beantwortet werden.
Ich glaube daran, dass selten ein Schaden ohne Nutzen ist.

XXHamburg, 17. März 2020, um 13:53
zuletzt bearbeitet am 17. März 2020, um 13:53

Die NDR-Corona-Podcasts von Professor Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, sind tatsächlich sehr gut. 🔝

"Das jetzt nicht die Zeit von Vorwürfen und Schuldzuweisungen und Rechthaberei." Wie recht er hat.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/14-Coronavirus-Update-Vorsicht-vor-Vereinfachungen,podcastcoronavirus132.html

Kartenvernichter, 17. März 2020, um 14:25

Man muss sich nur mal ein wenig in den sozialen Medien rum treiben. Der Egoismus kennt keine Grenzen. Der Golfclub hat geschlossen, wer erstattet mir meinen Beitrag, wenn ich nicht spielen kann. Ich kann meine Reise nicht antreten, wer erstattet mir jenes und wer welches.

Dina68, 17. März 2020, um 14:36

Da sollte man sich aber auch mal die andere Seite anschauen. KV teilweise bin ich ja bei dir,Golfclub.....wer da spielt kann es sich leisten. Flugreisen werden oft schon zumindest angezahlt,manche haben sie sich vllt jahrelang vom Munde angespart. Sollen die Reiseunternehmen vom Virus profitieren?
Was ist mit denjenigen die 5-6 Tage die Woche arbeiten gehen und jetzt kein Geld bekommen weil alles zusammenbricht?
Die Ämter in NRW haben auch geschlossen,es wird viel online abgehandelt. Wer jetzt keine Rücklagen hat ist doch im Arsch gekniffen!

Kartenvernichter, 17. März 2020, um 14:54

Es wird keiner profitieren....wenn alle Mitglieder der Vereine egal welcher Art anfangen ihre Beiträge zurück zu verlangen, dann können sie davon ausgehen, das es diese Vereine im nächsten Jahr auch nicht mehr gibt.
Die Kohle wäre eh weg, nur kann ich halt deswegen jetzt gerade keine Gewichte pumpen oder Bälle über den Rasen kloppen. Ähnliches gilt für Reisen ect. Die Kohle wäre eh weg, egal ob Reise angetreten oder nicht. Ich habe dann halt nur nicht den Strand von Malle besucht oder irgendwelche Berge bestiegen. Die Vereine, Veranstalter ect. werden eh schon riesige Verluste haben, weil sie auf unabsehbare Zeit keine weiteren Einnahmen generieren können, aber ihre Beschäftigten weiter bezahlen, ihre Bestände pflegen müssen usw. Viele wird es eh in den Bankrott treiben. Da ist es grundsätzlich völlig egal ob man sich die Kohle vorher vom Mund abgespart hat. Weg ist weg, egal ob ich nach Malle fliege oder nicht. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man eine erhoffte Leistung nicht bekommt und ich gönne jedem jeden Euro den er wieder bekommt, aber oft hat man den Eindruck, das es das erste ist, an das der Mensch denkt....ich, ich, ich....
Ich betreibe quasi auch einen Skatverein. Wir werden bis auf weiteres das Vereinsleben aussetzen, mal davon abgesehen, das es z.Zt. eh untersagt ist. Sollte jemand von meinen Mitgliedern auf die Idee kommen, seinen Fuffi, den er im Jahr zahlt, zurück verlangen zu wollen, und sei es auch nur anteilig für die Zeit die wir nicht spielen können, wird er dieses Geld bekommen, aber es war sein letzter Tag in unserem Verein. Nicht weil wir uns das nicht leisten können, sondern aus Prinzip.

Es wird in den nächsten Wochen genauso viel geschissen und gefressen wie in all den Jahren davor. Und doch sind die Regal leer, als ob Corona die Darmaktivitäten ins unermesslische steigert und man jetzt täglich soviel Scheiße durchs Klo spült wie sonst im Monat.

XXHamburg, 17. März 2020, um 15:09

Kartenvernichter ("Es wird keiner profitieren"): Leider doch. Es werden z. B. diverse Kreditinstitute profitieren (aufgrund der anstehenden weiteren Staatsverschuldungen).

Es wird wieder Vermögen (Geldvermögen, Gegenstände, Daten) von 99 % der Menschen und 100 % der Staaten an 1 % anderer Personen abfließen.

Auch mit Short Sell (Wetten auf Kursverfall) wird sehr viel Geld verdient. Daher auch in manchen Staaten (z. B. Frankreich und Belgien) nun vorübergehend verboten.

Kartenvernichter, 17. März 2020, um 15:15
zuletzt bearbeitet am 17. März 2020, um 15:15

Ich dachte jetzt an den Normalbürger, an das Nullachtfünfzehn Unternehmen oder den Durschnittsverein. An das Verhältnis Verein/Mitglied z.B.

Das es immer welche gibt, das auf irgendeinem Wege profitieren ist mir grundsätzlich auch klar. Aber das ist deren Geschäft. Darauf sind Kreditinstitute u.ä. ausgelegt. Die profitieren immer, sei bei fallenden Kursen, bei steigenden Kursen, bei der Katastrophe oder dem Unglück. Es gibt immer Menschen, Firmen, die daraus ihren Profit ziehen. Das ist deren Geschäft.

XXHamburg, 17. März 2020, um 15:18

Ja, so ist es, Kartenvernichter.

Dina68, 17. März 2020, um 15:24

KV ,ich fänds auch schlimm wenn Jemand seine Vereinsbeiträge zurück verlangen würde. Dass du dann aber allein entscheidest denjenigen auf Grund dessen zu feuern,find ich genauso schlimm.
Nochmal zu den Reisegesellschaften,das seh ich anders. Sie haben Geld bekommen für Nichterbrachte Leistungen. Die Hotels die jetzt auf Grund des Ausfalls der Messen ihre Zimmer nicht voll bekommen,die übrigens auch ein Jahr im Voraus gebucht wurden,bekommen auch kein Geld . Es muss doch wenigstens einigermaßen ausgeglichen sein.
Die Mitarbeiter großer Banken dürfen ihre Kinder zu Hause betreuen und bekommen Lohnfortzahlung. Was ist mit Kleinunternehmern?

Kartenvernichter, 17. März 2020, um 15:37

Stimmt, Reiseveranstalter bekommen Geld für nicht erbrachte Leistung. Die Vereine ebenfalls. Aber nicht, weil sie nicht wollen oder können, sondern weil sie nicht dürfen. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.
Das sind Sachen, für die der Staat verantwortlich ist. Er untersagt Veranstaltungen, Reisen, legt das öffentliche Leben still. Gleichzeitig spuckt er große Töne, das alles getan wird, um die Wirtschaft zu retten. Dann soll er das mal umsetzen. Ohne große Hindernisse.

Achja....und keine Sorge, ich werde das nicht allein entscheiden, dazu gibt ja noch Vorstandskollegen. Aber da werden wir ähnlich wie anderem Fehlverhalten vorgehen. Andersrum werden wir uns was überlegen, um dann die Mitglieder auf andere Weise zu entschädigen.

natural, 17. März 2020, um 15:56
zuletzt bearbeitet am 17. März 2020, um 16:11

...Obdachhlose profitieren auch nicht.
Hamsterkäufe sind auch schwer zu verwirklichen.
Die Tafeln bekommen auch immer weniger und einige haben auch schon schließen dürfen, weil...

Kartenvernichter, 17. März 2020, um 15:58

Stelle mir das ganz simpel vor...Kleinunternehmer macht im normalen Jahr 365.000 Euro Umsatz (der einfachheithalber). Nachweisbar aufgrund der Stuererklärungen der letzten Jahre. Der Staat beschließt, das die Boutique oder was auch immer für 50 Tage geschlossen werden muss. Also soll der Staat für die 50 Tage 50.000 Euro zahlen. Punkt. Ende. Aus.
Normalerweise sollte er sogar noch was drauf legen, da nach Wiederöffnung bestimmt nicht wieder eine Geschäftsaufnahme von Null auf Hundert möglich sein wird.

sporti1947, 17. März 2020, um 16:29

da kennst du MERKEL aber schlecht .eher erhöhen sie sich die diäten nochmal weil sie in der------krise so umsichtig gehandelt haben

Dina68, 17. März 2020, um 16:32

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=3646681602070734&id=460928027312790

JohnJohn, 17. März 2020, um 16:35
zuletzt bearbeitet am 18. März 2020, um 09:49

Kartenvernichter, ganz simpel stelle ich mir 3 Varianten vor:
a) es wird alles viel, viel schlimmer auf der ganzen Welt und die paar Millionen, die übrig bleiben, werden andere Sorgen haben als sich um sowieso wertlose Euronen zu streiten.

b) es löst sich nach einer gewissen Krisenzeit alles in Fast-Wohlgefallen auf, das Leben normalisiert, die Menschen auch, ihre Probleme (Forderungen, Neidverhalten, Kritiksucht, Besserwisserei, Abschieben von Verantwortung) tauchen unverändert auf und müssen genau so gelöst werden (oder auch nicht), wie es noch vor wenigen Wochen der Fall war.

c) wir rutschen gerade noch so aus dem Szenario a) heraus und denken nach, überbieten uns nicht in schnellen Lösungen und unreflektierten Meinungen, sondern handeln bewusst und verantwortungsvoll. Und suchen gemeinsam und sachlich nach Lösungen der Probleme einer Nach-Corona-Zeit.

Einen Satz muss ich aber loswerden, auch wenn er genau das sein mag, was ich vermeiden will, nämlich "kritisch".
Wie arm (oder wie reich???) muss jemand sein, der keine anderen Sorgen hat als wann er wie viel Geld von wem für was auch immer zurückbekommt?

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