Unterhaltung: Gute Spieler

KOLK, 07. Dezember 2019, um 20:30

So liebe Gemeinde, das forum ist ja ziemlich langweilig geworden, daher versuche ich mal eine neue Diskussion zu entfachen. Was macht für euch ein guten Spieler aus? Nach welchen Kriterien entscheidet ihr das? Werde mich dazu auch noch äußern aber erstmal möchte ich eure Meinungen hören also haut in die Tasten mfg kolki. PS vllt meldet sich ja auch mal mein alter Freund Falke54 wieder mal ich liebte seine Kommentare und Analysen

Ex-Stubenhocker #247283, 07. Dezember 2019, um 20:39

Skat ist Wettbewerb. Und wie bei jedem Wettbewerb, der mit dem Kopf entschieden wird, braucht es Menschenkenntnis, Durchsetzungsvermögen, Selbstvertrauen, ein gutes Gedächtnis, Flexibilität, Nervenstärke, aber auch Demut und nicht selten eine ausgeprägte Leidensfähigkeit, um in ihm zu bestehen. Mithin, es braucht gestandene Persönlichkeiten. Und die müssen auch gönnen können. Nicht jeder Tag ist ein Gewinnertag. Mit Anstand zu verlieren ist vielleicht die wichtigste Lektion, die der Skatspieler lernen sollte.

(aus dem skat 1 x 1)

KOLK, 07. Dezember 2019, um 20:47

Danke für deinen Beitrag, sehr schön geschrieben lollipop

Ex-Stubenhocker #247283, 07. Dezember 2019, um 20:54

schön kopiert^^^^^

JohnJohn, 08. Dezember 2019, um 09:15

Das Können im Skat hat mehrere Facetten. Ich nenne einfach mal einen Zahlenraum 8 - 12. Beispiele: Kurzzeitgedächtnis, richtige Dosierung der Risikobereitschaft, Lesen eines Spiels, Lesen einer Serie bei einem Turnier. Eben wie bei einem Sport, z. b. beim Fußball. Lewandowski wäre wohl kaum ein Verteidiger auf Weltklasseniveau!

Skat-Teufel, 09. Dezember 2019, um 11:44

Ein guter Spieler macht die schwächeren nicht verbal nieder und zeigt sich in menschlicher Größe, ansonsten gibt es viele Dinge, wie mitzählen, Gegenfarbe....

Kurdt, 09. Dezember 2019, um 12:38

@John: Was verstehst du unter Lesen einer Serie?

Mit Lesen eines Spiels meinst du vermutlich zu Hinweise zu deuten, wie die Karten vermutlich sitzen, oder?

JohnJohn, 09. Dezember 2019, um 13:00

Kurdt, bezüglich Lesen eines Spieles hast du Recht. Unter Lesen einer Serie (gilt natürlich nur bei Turnierspielen) verstehe ich, dass man je nach Wettkampfart, Bedeutung, eigener Zielstellung mit einer bestimmten Denke in die Serie geht (z. B. 800 solltest es schon für meine Mannschaft als Beitrag sein, oder mit 16oo könnte ich schon ganz vorne landen) und dann natürlich in der Lage ist, je nach Lauf die Zielstellung umzustellen oder wenigstens zu variieren.

Kurdt, 09. Dezember 2019, um 13:17

Danke für die Ausführung. Würde das selber eher anpassen der Strategie an die Turniersituation nennen. Finde deine Auflistung gut.
@Engel: Was du schreibst macht eher einen angenehmenen Spieler aus. Gibt leider viele Spieler, denen man zubilligen muss gut zu sein, die aber auf Grund mangelnden Sozialverhaltens keine angenehmen Mitspieler sind.

Skat_Engel, 09. Dezember 2019, um 13:24

Kurdt du meinst sicher den Teufel statt den Engel 😜

Kurdt, 09. Dezember 2019, um 13:30

Stimmt, sorry

JohnJohn, 09. Dezember 2019, um 16:16

Kurdt, natürlich kann man das so nennen. Aber da es um Fähigkeiten geht, passt vielleicht "Anpassungsfähigkeit an die Turniersituation" als Qualitätsmerkmal.

Kurdt, 09. Dezember 2019, um 17:48

👍

Kartenvernichter, 09. Dezember 2019, um 19:42

Ich würde den Beitrag vom Skatteufel unterschreiben.

KOLK, 10. Dezember 2019, um 02:00

Erstmal danke für eure Kommentare

KOLK, 10. Dezember 2019, um 02:05

Also für mich macht einen guten Spieler das gegenspiel aus, wobei ich feststelle daß, das bei vielen leider sehr schwach ist, ich bin auch kein Profi mache auch Fehler, sind wir mal ehrlich die dicken Dinger runterziehen ist einfach wovom es hier genug gibt

JohnJohn, 10. Dezember 2019, um 09:31

Es fragt sich halt nur, WAS genau FEHLER im Gegenspiel SIND?

Beispiel: Ich zähle im Gegenspiel praktisch immer unsere Augen mit. Einen Stich vor Schluss haben wir 45 Augen. Ich stehe nun vor der Wahl, eine Dame wegzuwerfen, die mit 100%iger Sicherheit noch einen Stich macht oder sie aufzuheben und dem AS eine 10 einer längst erledigten Farbe "in den Rachen zu werfen". Wer hat denn noch nicht erlebt, dass ein Gegenspieler, der jede gefallene Karte weiß und darauf sein Gegenspiel aufbaut, wegen des Wegwerfens der Dame Zeter und Mordio schreit und einen des schlechten Spiels bezichtigt?

Der Beispiele gibt es viele, die man vergleichen kann. Ich meine: Skatspiel besteht zum einen aus den beiden Komponenten Alleinspiel und Gegenspiel; und das Prädikat "gutes Skatspiel" besteht aus vielen Fähigkeiten. Fähigkeiten, die zum Teil im Gegenspiel, zum Teil aber im Eigenspiel zum Tragen kommen. Je mehr Fähigkeiten man hat (und dies eben bis zu einem perfektionierten Maß), ein desto besserer Skatspieler ist man. Wobei letztendlich dann eben nichts anderes zählt als der Erfolg, bzw. die Erfolge, die man aufweisen kann.

zur Übersichtzum Anfang der Seite