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Unterhaltung: Olympia-Bewerbung ... nein Danke !

Hi ..., hat jemand Bock auf eine kontroverse Diskussion, ohne daß die Gefahr besteht, als Nazi oder Gutmensch betitelt zu werden ?

Hamburg hat entschieden : Kein Olympia-Standort, bzw. keine dahingehende Bewerbung !
Ich habe mich klar positioniert und freue mich, daß dieser Krug an uns vorbeigeht, obwohl ich sportlich vielseitig engagiert bin.
Die Gründe liegen im Wesentlichen in den infrastrukturellen und wohnlichen Belangen, aber auch den finanziellen Aspekt halte ich in der momentanen Situation für gravierend.

Wie sehen das interesssierte User der Stube ?

....war Trittbrettfahren eigentlich schon mal olympisch ?

bin der Meinung das die Olympiaspiele und Hamburg nicht zusammen passen.

Hamburger sind Hamburger und viele wollen anscheinend auch das sich daran nichts ändert.

- K o s t e n

- Eine halbe Milliarde weniger für die Sicherheit veranschlagt als bei den Spielen in London ?

- Wie hoch hätte sich der Bund beteiligt ?

- Wieviele Milliarden wären auf Hamburg wirklich zugekommen ?

- Was passiert mit den Sportstätten nach der Olympiade ?

- Kostenexplosion wie bei der Elbphilharmonie ? Von 77 Millionen zu beinahe 800 Millionen ?

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- M i s s t r a u e n

- Kein Vertrauen in die Funtionäre des selbstherrlichen IOC und unseres NOK. Denn integer sind die wohl alle nicht.

die, die nun hinterher vehemennt jammern, sind die, denen ein vermeintlich gutes Geschäft verloren gegangen ist.
Zudem......... der deutsche Breitensport dümpelt seit Jahrzehnten vor sich her.... Ausnahmen bestätigen die Regel.
HIER bekommen seit Jahren immer wieder Sportler Zucker in den Arsch geblasen, seitens des DSB durch Förderung, Stipendien, etc.
Was ist dabei heruasgekommen, ausser bei einer verschwindend geringen Anzahl.???

Wenn ich z.B. bei anstehenden Grossevents, sei es WM, EM oder auch Olympia, die Normen sehe, die Sportler erfüllen sollen, um sich zu qualifizieren, muss ich immer müde lachen.
Diese Normen -wer sich wirklich für so etwas interessiert- sind eine Farce gegenüber den Ansprüchen wirklicher TopLeute.

Genau steffekk, schließlich sind die Hamburger eher als Bulettenbrötchen bekannt denn als Olympioniken oder gar Olympier.

Andererseits sind die Londoner auch Londoner geblieben, trotz der Olympiade 2012.

Es gibt ja in HH eine Union komplett über alle Parteigrenzen hinweg, die für die Olympiabewerbung waren.
Ich finde, das hat einen faden Beigeschmack, wenn alle versuchen, eine Sache schönzureden, wo der vorsichtige Bürger erstmal stutzt und sich fragt, ob das nicht wieder ein Milliardengrab wird.
Auf der einen Seite ist es natürlich schade, da mir Sport am Herzen liegt, aber wir Hamburger haben da so einige schlechte Erfahrungen gemacht. Ich denke nicht nur an die Elbphilharmonie, sondern auch an die Verunstaltung eines großen Naturschutzgebietes in Wilhelmsburg für den Gartenbau-Ausstellungsflopp.

Eine Olympiamafia die sich auf Kosten des Steuerzahlers bereichern will und sich dafür auch noch feiern lassen wollte.

... wie gut, dass die olympiagegner auch ohne solche dumpfen parolen erfolgreich waren.

Das IOC ist nicht integer sondern korrupt und gut vernetzt.
Da passt Mafia schon.

Der demokratische US-Senator Richard Blumenthal nannte die FIFA mal ein "mafia-ähnliches Syndikat". Wobei er zu bedenken gab, das der Vergleich beleidigend sei für die Mafia. Denn so arrogant und offen ginge die ihren korrupten Geschäften nicht nach.

Passt auf viele große Sportorganisationen.

Das passt nun überhaupt nicht - hier ging es doch um die bewerbung zweier städte, die sicherlich nicht für die strukturen des ioc verantwortlich zeichnen. Es fand hier nicht etwa eine abstimmung über vor- und nachteile der olympischen spiele im allgemeinen statt, sondern die bürger haben sich konkret gegen hamburg und kiel als ausrichtungsort entschieden, wohl wissend, dass die olympiade gleichwohl an einem anderen ort stattfinden wird.

Wieso sollten Kiel und Hamburg für das IOC "verantwortlich zeichnen" ?

Sie haben aus vielen Gründung die Olympiabewerbung abgelehnt. Nicht nur wegen der Frage der Finanzierung, auch das Misstrauen gegen die IOC-Mafia hat eine große Rolle gespielt, deren selbstherrliche Funktionäre alles andere als "lupenrein" sind.

Hast du jeden einzelnen der olympiagegner befragt oder woher nimmst du gewissheit, dass das misstrauen gegen die ioc-mafia eine "große rolle" gespielt haben soll???

Also ich denke, hier gibt es ein Haufen lokaler und auch aktuell, allgemein politischer Themen, die diesen IOC-Sumpf in Hintergrund geraten lassen. Das ist doch eigentlich eher Slapstic und für einen kühlen Norddeutschen kein Grund, viel Trara zu machen.
Meines Empfinden nach sind die Gründe in den aufsehenerregenden Fehlinvestitionen der jüngsten Vergangenheit, in der generellen Gigantomanie-Müdigkeit und in der Flüchtlingsproblematik zu sehen.

Die größte Sorge waren wohl die Finanzen aber, überall in den Medien konnte man auch hören und lesen, die Verantwortlichen hätten den Ruf der Olympiade so ruiniert das die Bürger einfach mal "nein" sagen.

Nur mal 1 Beispiel:
Die Wettkämpfe der Schwimmer finden meistens in einer Halle statt, also nicht auf der Elbe.
Was ist nach der Olympiade? Die Betriebskosten für den Unterhalt der Anlagen ist eine reine Geldverbrennungsanlage!! Es gibt keine Anlage, die sich selbst trägt!!

Hmmm ...., auch blöd, wenn alle einer Meinung sind 😄 !

Ich hatte schon einen Würstelstand in Aussicht...scheiß hamburger...

Nun bin ich kein kühler Norddeutscher, also kann ich es neutral aus meiner Position sagen: Meine Unterstützung der Entscheidung beruht auf den diversen, sagen wir "Unstimmigkeiten" im "Sportgeschäft", die zwar in den letzten Jahren erst auftauchen, jedoch schon etwas länger vorhanden sind. Gigantomanie-Müdigkeit, ok seh ich noch, allerdings Flüchtlings-Problematik spielt für mich keine Rolle in dem Zusammenhang.

Es gab ganz viele "harte" fakten, auf die sich die olympiagegner stützen konnten: Ungesicherte finanzierung der olympiade selbst, kaum abschätzbare wirtschaftliche risiken im zusammenhang mit der unterbringung von flüchtlingen, zunehmende gefahr von anschlägen, verteuerung der mieten mit entsprechender verdrängung von mietern, umweltbelastungen etc.
Was stand dem gegenüber? Im prinzip nur der werbende vorteil, der darin besteht, olympiastadt zu sein bzw. gewesen zu sein.

Angesichts der vielen kampagnen in politik, wirtschaft und sport wurde von den olympiabefürwortern viel geld verbrannt. Dieses geld stand den olympiagegnern nicht zur verfügung und sie fanden auch nicht übermäßig gehör - insofern kann man den erfolg der gegner gar nicht hoch genug bewerten.
Ich glaube, dass neben den harten fakten letzlich aber gerade diese "übermacht" der befürworter den erfolg der gegner ermöglichte. Wenn die "da oben" gebetsmühlenartig auf die bevölkerung einreden, macht das den bürger misstrauisch und provoziert widerspruch.

...kann Volker nur zustimmen.
Die Unsicherheiten waren viel zu groß.

Im knallroten Hamburg waren SPD,Grüne,CDU,FDP und AfD doch tatsächlich für Olympia. Was für ein politisches Gemisch.

Nur die Linke war dagegen. Sportstätten im Viertel statt Arenen im Hafenviertel.

... die hamburger kennen da nichts - wenn nichts mehr geht, wird richter gnadenlos reaktiviert.

Hamburg wird ohnehin in absehbarer Zeit wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen. Ganz Europa wird über Hamburg sprechen und dann zu guter letzt die ganze Welt...

... st. pauli steigt auf und dann geht es rund.^^