Skat für Freunde

Skat-Forum

Unterhaltung: (Glücks)-Spielsucht

Da nun aus dem Thema "wer hält sich selbst für Spielsüchtig" nun eine Grundsatzdiskusion zum Thema Spielsucht geworden ist eröffne ich eine neuen Tread der für das Thema offen ist.

Brainstorming ist gewünscht. Wenn möglich nicht zuviel floskeln, persönliche Abneigungen und Erzählungen die zu weit am Thema vorbei gehen reinbringen..Danke

Aus Medizinischer Sicht liegt dann eine Suchterkrankung vor wenn:

..... mein Spielen zum fast täglichenAlltag gehört

....ich ich mir vornehme eine bestimmte Zeit zu spielen und sie sehr oft überziehe

...wenn ich Familie, Beruf, etc durch mein spielen vernachlässige

...wenn ich täglich an das spielen denke..

.....ich verschiebe Termine oder sage ab um weiter spielen zu können..

....meine Mitmenschen sagen das ich oft nicht bei der Sache und Abwesend bin..

Meine Kinder verhungern langsam weil ich dauernd Zocke.

.(nein scherz....))

So ungefähr wird Spielsucht aus den meisten medizinischen Aspekten zusammengefasst..

Bei Glückspielsucht kommt noch das Thema Geld hinzu..

..... mein Spielen zum fast täglichenAlltag gehört
ja jeden bzw. min jeden 2ten tag

.... ich mir vornehme eine bestimmte Zeit zu spielen und sie sehr oft überziehe
eigentlich jedes mal wenn ich die karten in der hand habe

...wenn ich täglich an das spielen denke
ja tue ich

.....ich verschiebe Termine oder sage ab um weiter spielen zu können
auch das hab ich schon getan

..... Meine Kinder verhungern langsam weil ich dauernd Zocke
das würde nie passieren da mein mini mann dem skat doch vorgeht

wenn jeden tag ein bier trinkst bist auch süchtig.wir wollen spass hier und keine themen die der psychiater besser lösen kann.lg.

@sporti..Das ein interesse am Thema besteht ergab sich aus einem vorangegangen Thread. Es geht auch nicht um eine Lösung sondern um eine Disskusion und Beiträge.

Wenn es nicht dein Thema ist oder dich nicht interessiert dann lass es einfach..

@ Skatengel

Na dann aus Medizinischer Sicht: Suchterkrankt.
oder würdest du sagen nicht?

ich bin süchtig nach skat ... sicher auch krankhaft
aber es schädigt weder mich noch mein umfeld

süchtig nach aufmerksamkeit hier sind viele.

geht es wirklich um das thema, oder ist die eröffnung eines eigenen themas nur die verschleierung sich selbst wieder zu inzenieren, um nicht bei nicht eigenen themen als selbstdarsteller enttarnt zu werden?
für mich zu durchsichtig.
fullstop.

Ist das nicht ein ganz normales menschliches Verhalten?
Es ist wahrlich keine Kunst, 50 oder mehr "Begriffe" zu finden, nach denen man "süchtig" sein kann. Ich stelle mir halt seit Jahren die Frage: Wem nützt dieses Suchen oder hat es je jemandem genutzt? Die Verwendung des Wortes "Sucht" in Verbindung mit "Krankheit" oder "krankhaft" macht wohl irgendwie noch einen Sinn, aber - ich bleibe dabei - die exzessive Ausübung eines Hobbys kann nur dann zur Sucht werden, wenn die von Watcher genannten Merkmale in hohem Maße zutreffen. Selbst die Tatsache, dass man sich Zeit nimmt, hier solche Threads zu eröffnen und Beiträge zu schreiben, spricht schon gegen eine "krankhafte Skatsucht".

Ein anderer Gedanke: Wer kennt denn einen Internetsüchtigen?
Ist praktisch unmöglich (es sei denn, in der eigenen Familie!)!
Warum wohl?

Nochmal meinen Standpunkt zusammengefasst (vielleicht bin ich "zusammenfassungssüchtig?"): Es gibt wohl durchaus Verhaltensweisen des Menschen, die man mit Suchterkrankung treffend beschreiben kann. Allerdings weitaus weniger, als man es gemeinhin tut. Das Wort "Sucht" wird inflationär gebraucht.

@Soltice: was macht es denn für einen Sinn, hier darüber zu diskutieren, warum jemand einen (vernünftigen) Thread eröffnet? Und wenn er ein Selbstdarsteller ist, na und? An der Qualität des Themas und der grundsätzlichen Fähigkeit, sinnvolle Beiträge zu schreiben, ändert diese Charaktereigenschaft doch nicht. Es soll ja um die Sache gehen und nicht um die Menschen, die darüber diskutieren, oder nicht?

das stimmt schon john, aber so wie ich das sehe geht es nicht ums thema, ging es auch nie. dir geht es ums thema, das habe ich wohl verstanden und erkannt, aber so ist das nicht bei jedem.
ich kann mich wohl nicht so toll verbal äussern, aber das hier erkenne sogar ich, dass das nur ein mittel zum zweck ist.
unter diesen voraussetzungen gebe ich zum thema ansich keinen kommentar.
den sinn von der sache ansich ist die inzenierung seiner selbst.
das ist meine überzeugung und nicht mein glaube.

@ ja Soltice und an alle anderen die vielleicht nochmal dieselbe Fragen stellen..

Es soll um das Thema Spielsucht gehen..und vorwiegend über das wie er oder sie für sich entscheidend was Spielsucht ist und was nicht..
Und wenn es nicht interessiert oder es unnütz findet der soll hier einfach wegbleiben.

ich hoffe der Anspruch ist nicht hoch und wird auch nicht so verstanden das man seine Meinung nicht sagen darf..Doch darf man..solange sie zum Thema gehört.

fall für den psychater!!

@ sol, ich finde Du drückst dich Verbal ganz gut aus.
aber bitte lass hier persönliches zu schreiben..(kannst du aber gerne an mich als pn schreiben)..
ich möchte einmal erleben das ein Thread beim Thema bleibt.danke

@John

Diese Selbstfindungsfragen zum Thema "Bin ich selber Spielsüchtig" haben auch noch eine Skala von 1-6.

Dannach würde sehr schnell eine Einstufung dazu führen ob man Suchtkrank ist.

Vielleicht unterschätzt man es auch weil es schleichend ist..

Ich persönlich glaube das es immer dann eine Erkrankung ist wenn das Suchtmittel Probleme in der Lebensqualität oder Gesundheit verursacht.

genau meine meinung.ist besser als fernsehn oder zeitung lesen hier!!schade das ich jetzt leider raus muß. so spannend gehts hoffe ich weiter.

Dein letzter Satz ist ja ein ganz deutliches Statement. Bleibt nur die Frage, ob man selbst in der Lage ist, eine solche Einschätzung vorzunehmen (natürlich wird es dafür mehr oder weniger brauchbare Einschätzungen geben mit einer mehr oder weniger sinnvollen Skala) oder ob sich die Umwelt (vielleicht auch die Psychiater) hierüber zu einem Urteil versteigen.

Vereinfachendes Beispiel zur Verdeutlichung, was ich meine: (bitte nicht auszubauen!).

Sie: "du säufst zu viel" Er: "das stimmt nicht, ich kann jederzeit aufhören". Teil eines Testergebnisses: Ableugnen von Suchtgefährdung gegeben, also: Punkt für Sucht.

Aber direkt zum Thema Spielsucht: Nimmt man den Faktor "Geld" hinzu, kann man wirklich bei großen Verlusten in dem von dir gemeinten Sinne von einer Spielsucht sprechen. ok. Beinhaltet diese Feststellung aber nicht zugleich auch, dass ohne diesen Faktor (oder auch im Falle einer beständigen Gewinnentwicklung über Jahre hinweg) eine Suchtgedanke völlig fehl am Platze ist?

Würde man ernsthaft jemanden, der so viel Zeit wie du zum mit Skat, statt dessen mit Lesen verbringt, als "büchersüchtig" bezeichnen? Wohl nicht! Ist Bücherlesen aber eine positivere Beschäftigung als Skatspielen? Wohl nicht!

noch was - wirklich nach dem einleitenden Witz ganz im Ernst:

Eltern erwischen ihren Sohn bei SM-Spielen (allein). "Was sollen wir mit ihm tun, wie ihn bestrafen? Verprügeln wäre wohl kaum das Richtige?"

Gibt es eigentlich auch so was wie eine Therapiesucht? Wie könnte man diese heilen?

@hmmm..

Interessanter Gedankengang John..

Spielsucht, Glücksspielsucht, Bücherlesen..

Also ich würde sagen..wenn es einen abhängingen Charakter hat, ist es zunächst immer eine Sucht..

Dazu kommt jetzt die Unterscheidung.. Schadet es so das wir an Lebensqualität verlieren oder krank davon werden.

Demnach wäre übermässiges Bücherlesen wohl auch eine Abhängigkeit (Sucht) die sich aber i.d.regel eher positiv auf unseren geist auswirkt.

Ich habe auch Menschen kennengelernt die sind abgedreht vom vielen Lesen.

Beim Glückspiel ist es klar..man verliert geld und das ist nicht Gesund.

Beim Spielen? HMM..Spieltrieb ist uns angeboren und Spielen hat sehr viele Vorteile auf die Auswirkung des Geistes und des Gehirnes.

Nur wenn man es über lange zeit übermässig betreibt kann man ein Stückweit abtauchen in eine kleine Fantasiewelt in der man sich verlieren kann und der Bezug zwischen Realität und Virtueller Welt verschwimmt.

lach..mist jetzt lasse ich mich inspirieren vom Thema abzuweichen..AUSNAHME!!

Das ist so wie der: Der Sadist sagt zum Masochist schlag mich..sagt der Masochist..Nein!

Humor sollte nie verkehrt sein!

Aber schnell zurück: "Beim Glückspiel ist es klar..man verliert geld und das ist nicht Gesund." Scheint mir auf jeden Fall so zu einfach formuliert zu sein.

"Schadet es so das wir an Lebensqualität verlieren oder krank davon werden." klingt ganz gut, nur: den Maßstab für die Lebensqualität setzen die anderen. Konkret: Wenn einer in ein Rollenspiel eintaucht, und die Teilnahme am üblichen sozialen Leben nur als Mittel sieht, sein Spiel zu finanzieren (oder um sich Essen zu beschaffen), dann ist er nach unseren Maßstäben zweifellos süchtig. Was aber, wenn er seine virtuelle Existenz als persönliche Bereicherung sieht? Als Erhöhung der Lebensqualität? Ist unser Maßstab mehr wert als seiner?

Ich bin und bleibe skeptisch, auf jeden Fall dann, wenn jemandem von außen Sucht bescheinigt, bzw. vorgeworfen wird.

Dieser Eintrag wurde entfernt.

bei manchen scheint das aber scho fast moralisch kriminell zu sein, jürgen...

ich glaub halt nicht, dass man solchen Fragestellungen damit gerecht wird, dass man ohne Reflexion einfach eine der bestimmt 20 vorhandenen, wissenschaftlich mehr oder weniger abgesicherten, Definitionen in den Raum stellt.

Grundsätzlich muss erstmal unterschieden werden zwischen süchtigem Verhalten und einer Sucht.
Das was watcher da beschreibt sind Anzeichen von süchtigem Verhalten, die wohl jeder schon mal bei sich beobachten konnte. Der eine mehr der andere weniger. Der wesentliche Aspekt, der eine Sucht definiert, liegt aber darin dass versucht wird, die Folgen von süchtigem Verhalten durch das Verhalten selbst zu bekämpfen.
Am besten verdeutlicht man sich das am Verhalten eines Alkoholikers. Solange jemand säuft - aus welchem Grund auch immer - morgens aufsteht und sagt "nie wieder" hat er zwar süchtiges Verhalten gezeigt wie z.B. den Kontrollverlust aber das allein macht ihn nicht zu einem Suchtkranken Menschen.
Schenkt er sich aber aufgrund der körperlichen Folgen und/oder des schlechten Gewissens gleich wieder einen ein, macht ihn das zum Alkoholiker.
Ich glaube Freud hat diese Theorie irgendwann aufgestellt. Man kann das auf praktisch alle Süchte übertragen, da süchtiges Verhalten immer das Belohnungszentrum im Gehirn anspricht. Nutzt man diesen Effekt, um die negativen Folgen von süchtigem Verhalten zu überdecken so handelt es sich um eine Sucht.